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#16 RE: Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 15.01.2018 23:59

Ach ja, hast du auch Jackfrucht, Avocado, Mango und Jabuticaba an der Algarve versucht? Auch die Macadamianuss ist versuchenswert an der Algarve. Beim Avocado empfehle ich dir die Sorten Hass und Fuerte, die sollen die frosthärtesten Avocadoarten sein, angeblich hart bis -7 Grad, selbst im Tessin soll ein Avocadobaum an einem sehr geschützten Platz überlebt haben und das ohne Winterschutz. Eventuell sogar in Cornwall und in den mildesten Gegenden Irlands. Mit den härtesten Sorten von Avocado bist du absolut auf det sicheren Seite.

Eventuell könnte ich dir Samen von Jackfrucht für Versuche an der Algarve schicken, wenn noch eine dritte Frucht reif ist, bevor ich wieder nach Deutschland muss, im November komme ich wieder nach Brasilien. Wenn es mal Nachtfrost an der Algarve gibt, könntest du deine Jackfruchtbäume und Mangobäume mittels Ölfässer mit glühender Holzkohle oder Feuer, Propangasöfen oder Heizpilzen vor Frostschäden schützen, das machen auch amerikanische Farmer in den Orangenplantagen und exotischen Obstplantagen in Florida und Kalifornien in den USA. Ich habe schon in Hamburg meine Kamelien erfolgreich vor Spätfrostschäden mit Elektroheizkörper auf der bedachten Terrasse beheizt, die Blüten sind dadurch heil geblieben. Viele Exotengärtner in Florida beheizen ihre grenzwertigen Exoten wie zum Beispiel Ficus elastica, Mango, Jackfrucht und andere volltropische Exoten bei Nachtfrost. Bei dir sind Nachtfröste sehr selten, nur einige wenige Frostnächte alle paar Jahre, da dürfte die Beheizung volltropischer Exoten an det Algarve kein Problem sein, da brauchst du nur bei den Amerikanern abzugucken.

lg
Joachim

#17 RE: Mein Garten in Brasilien von MarcTHR 16.01.2018 23:00

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Hallo Joachim,

Danke für deine Tipps!
Leider sind wir auch nicht immer vor Ort, um situativ in ganz kalten Nächten zu schützen.
Wir optimieren die Ergebnisse durch mittel- und langfristige Änderung der kleinklimatischen Bedingungen, z.B. durch Vermeidung von Kaltluftseen an Hangfüssen durch "Überdachung" der Hänge mit immergrünen Bäumen wie grossen Erythrina-Arten, Kampfer oder Faidherbia.

Avocados sind an der Algarve Standard und werden auch kommerziell angebaut. Wir haben entsprechend auch die ortsüblichen Sorten Hass, Reed, Fuerte und Bacon. Fuerte ist dabei die schnellste und robusteste Sorte. Es gab bei Avocado hier bisher nie Kälteschäden.

Mangos sind hier auch beliebt: wir haben auch die hier ortsüblichen Sorten Keitt, Kent, Osteen, Sensation und Tommy Atkins. Junge Bäume schützen wir nur in Abwesenheit im Januar mit Vlieshauben. Im laufenden Winter ging es noch nicht unter 4 Grad.

Jackfrucht haben wir auch....der jährliche Zuwachs ist aber gering und im Sommer leidet die Art unter trockener Hitze (Laub) trotz Bewässerung.

Pouteria lucuma oder Casimiroa edulis sind total unkompliziert.

Ficus elastica, rubiginosa, microcarpa, lyrata, cyathistipula, benjamini, neriifolia, religiosa, pumila wachsen problemlos.... Feigen sowieso.

Macadamia haben wir in zwei Sorten....vermutlich für die nächste Generation gepflanzt.

Pflanzen aus Klimazone 11 oder höher sind sehr unterschiedlich in der Anpassung. Einige wachsen unbeirrt (z.B. Cobaea scandens, Chambeyronia) andere versagen durchweg im Winter (z.B. Zamioculcas, Adonidia).

#18 RE: Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 18.01.2018 15:18

Hallo Marc,
ein Teil der von dir genannten Mangosorten ist auch hier in Brasilien erhältlich, ich plane Neupflanzungen von Mango. Da sind deine Hinweise für mich hilfreich.

Meine Jackfruchtbäume wachsen hier zügig. Sie erholen sich rasch nach Frostschäden, zurückgefrorene Jackfruchtbäume erreichen nach nur 2 Jahre fast wieder die alte Grösse, die hohe Wärmesumme und die feuchtheissen Sommer machen es. Bei mir hier in Brasilien sind die Sommer heiss und feucht und die Winter trocken und warm. Am besten Jackfruchtbäume an feuchtere Plätze pflanzen. Die neue Hybridsorte Champejack wäre für dich besser, verträgt Trockenheit und leichte Fröste besser als die gewöhnliche Jackfrucht. Zwei Exemplare konnte ich erwerben.

Auch ich bin nicht immer hier, 9 Monate im Jahr bin ich in Deutschland und 3 Monate in Brasilien, während meiner Abwesenheit kümmert sich die Familie meiner Gasttochter um mein Anwesen. Aber ich strebe einen Rentnervisum an, aus gesundheitlichen Gründen werde ich wohl bald aus meinem Dienst ausscheiden und vorzeitig ganz in Rente gehen, derzeit bin ich schon in Teilerwerbsminderungsrente und Sabbaticalteilzeit. Ruhegeld und Mieteinnahmen werden meine Einkommen ergänzen, so dass ich die Möglichkeit bekommen könnte, den brasilianischen Rentnervisum zu erlangen.

lg
Joachim

#19 RE: Mein Garten in Brasilien von MarcTHR 19.01.2018 20:08

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Hallo Joachim,

ich denke die Jackfruchtbäume profitieren bei dir besonders vom sommerfeuchten Ostseitenklima. Ich denke auch alle weiteren Kandidaten der feuchten (Sub)Tropen fühlen sich bei dir wesentlich wohler als im mediterranen Klima.
Von der Hybridsorte habe ich noch nichts gehört, auch ist die Auswahl an diesen Obstbaum-Exoten hier eher rar, d.h. man muss schon öfters spezielle Baumschulen aufsuchen um solche Exemplare zu bekommen.
Wir sind schon regelmäßiger (meist monatlich) an der Algarve ...es ist ja auch nicht so weit wie Brasil!
Viel Erfolg für deine temporären Übersiedlungsplane!

Até logo!
Desejo-lhe um bom momento no Brasil!

#20 RE: Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 23.01.2018 19:36

Heute hat mein Caseiro den großen Syzium jambos bei den Kokospalmen gefällt, nun ist der Platz für den Champejack frei, Champejack wird so groß wie sein Vater Artocarpus hebecarpus , auch den Baumstumpf von Bombaeopsis glabra (Sabanuss) hat wr gleich mit der Motorsäge abgesägt und eingeschnitten und in den Schlitz im Baumstumpf Roundup oder ähnliches Gift reingegossen, damit der Baumstumpf nicht mehr austreibt sondern stirbt. Das war sehr aufmerksam von ihm! Ich pflanze noch nicht, erst nach meiner Rückkehr im November in Brasilien, bis dahin soll mein Caseiro meine Jackfruchtbabys in den Töpfen unter dem Vordach versorgen.

lg
Joachim

#21 RE: Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 04.03.2018 21:36

Hallo ihr,

ich bin derzeit wieder in Deutschland, der nächste Flug ist schon gebucht. Hoffentlich kommen die Jungpflanzen in den Töpfen unter dem Vordach gut durch wie schon letztes Mal. Hier in Deutschland stehen die Renovierungsarbeiten an, für spätere Vermietung meiner Wohnung, wenn ich endgültig aus Deutschland weggehe. Ich bin zur Erkenntnis in Brasilien gelangt, dass ich mich in Brasilien wohler fühle als in Deutschland, wenn ich die politische Situation in Deutschland und Europa betrachte, die mir nicht gefällt. Aber auch die klimatische und gesundheitliche Situation, ich denke auch an meine Frau, die hat in Deutschland wegen des kalten Klimas Hautprobleme, die in Brasilien sich gebessert haben. Ich sehe meine Zukunft nicht in Deutschland sondern in Brasilien.

Neupflanzungen werde ich in der zweiten Novemberhälfte in Brasilien vornehmen, verschiedene Guavensorten, Feigen, Mango, Minijackfrucht, Pfirsich, Jabuticaba etc. vornehmen.

Die Jackfruchtbabys habe ich inzwischen doch ausgepflanzt, nachdem mein Caseiro einige noch winzige von ihm selbst gezogene Obstbäume gepflanzt hat. Ich hoffe, dass sie bei meiner Rückkehr noch am Leben sind. Die Frau meines Caseiros hat in Duartina einen neuen Zimtbaum gekauft. Ein Zimtbaum ist mir im Juni 2016 erfroren, schon 2011 hat er Frostschäden erlitten. Er hat sich 2016 nicht mehr erholt. Ich riet meinem Caseiro deshalb, er sollte einen geschützten Platz für den neuen Zimtbaum suchen und die Wettervorhersage immer verfolgen, wenn es in Brasilien Winter ist, und den Zimtbaum und einige empfindlichere Bäume mit Vlies zumachen oder mit Heizpilz oder Stahlfässer mit Feuer oder glühender Holzkohle oder Propangasofen schützen so wie die Zitrusfarmer in Florida. Und ihm gesagt, dass ich noch Winterschutzvlies auf dem Baumarkt in Oststeinbek bei Hamburg kaufen werde und dann nach Brasilien schicken werde.



Frisch ausgepflanztwr Champjack



Zweiter frisch ausgepflanzter Champjack



Frisch ausgepflanzter Treculia africana als Nachpflanzung



Frisch ausgepflanzter Artocarpus lakoochi



Zweiter frisch ausgepflanzter Treculia africana als Nachpflanzung für einen gefällten Orangenbaum



Unbekannter Obstbaum, frisch ausgepflanzt von meinem Caseiro



Neuer Zimtbaum



Nahansicht des neuen Zimtbaumes



Musa "Prata" alias "Brazilian" trägt wieder Früchte, leider zum falschen Zeitpunkt, die ich leider nicht selbst essen werde, die werden die Eltern meiner Gasttochter essen.



Kamelien, Tee, Delonix regia, Kakteen, dornenlose Brombeeren aus Deutschland, Yucca recurvifolia und andere



Phoenix canariensis, Jubaeopsis caffra aus Deutschland, Washingtonia, Dreieckspalmen in der Aufzucht unter dem Vordach



Washingtonia, Bauhinia variegata und Acacia retinitoides



Pinus canariensis aus Teneriffa



Mein Lieblingsbaum voller kürbisgrosser Früchte, Artocarpus hebecarpus

Weitere Bilder und Berichte werden folgen, wenn ich wieder in Brasilien bin, auch Bilder von neuen Obstbäumen, die ich im November bestellen und pflanzen werde.

Lg
Joachim

#22 RE: Mein Garten in Brasilien von MarcTHR 05.03.2018 12:19

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Hallo Joachim,

interessantes Update und danke für die vielen Bilder. Willkommen zurück im winterlichen Deutschland. Ich sehe ja immer wieder Parallelen zu deinem und unseren Projekt. Unsere Alternativgärten in Zone 10 sind zwar klimatisch hinsichtlich Regenzeiten verschieden, aber es gibt eine Schnittmenge. Deine Pläne zur Übersiedelung kann ich auch nachvollziehen. Uns geht es gesundheitlich im wärmeren Klima auch stets besser, und der eher positive Stress, der manchmal vor Ort aufkommt ist besser zu verarbeiten. Natürlich hat jede Region und Gesellschaft ihre Vor- und Nachteile. Wir schätzen die Gastfreundlichkeit, Leichtigkeit und Offenheit der Portugiesen, aber auch die Zuverlässigkeit und Sicherheit in Deutschland.
Zeitweise wohnen wir ja in Portugal - mal mehr mal weniger lang. Die nächsten Flüge sind auch bei uns gebucht.

Du hast ja jede Menge Auspflanzprojekte im Gange. Uns geht es ähnlich und auch wir bangen manchmal: Wachsen sie an? Genügt die Bewässerung? Werden Wildschweine wüten? Gibt es einen Brand? Wird es zu kalt?

Unser Obstsortiment wird auch fortlaufend ergänzend verändert. Du erwähnst den Zimt: auch wir hatten zwei Jahre lang mehrere Setzlinge des Zimtbaumes (Cinnamomum verum), die uns Freunde von den Seychellen mitbrachten. Die Herkunft ist natürlich denkbar ungeeignet. Den ersten Winter ertrugen sie mit leichten Schäden, den zweiten überstanden sie nicht, obwohl kein Frost im Spiel war. Deshalb beschränken wir uns -was diese Gattung angeht- fortan auf den Kampferbaum (Cinnamomum camphora), der vergleichsweise robust und v.a. winterfest an der Algarve ist.

Die Bilder lassen einen sandig-lockeren Boden bei euch vermuten. Wie schaut es mit dem pH, Nährstoffgehalt und der Wasserhaltekraft aus? Bei uns ist vorrangig der alkalische Laterit (Terra rossa) zu meistern, abgesehen von wenigen Bereichen mit sandig-kiesigem Alluvialboden.

Wir schützen zumindest die jüngsten und empfindlichsten Mango-Sorten oder freistehende tropische Palmenarten im Hochwinter mit Vlieshauben, um eventuellen Schäden vorzubeugen.

Bin gespannt auf Fortsetzung von deiner Seite! Viel Erfolg für eure Pläne!

#23 RE: Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 05.03.2018 22:46

Oi Marc,

meine Böden sind überwiegend Sand und roter Lehm, mein Garten hat eine leichte Hanglage, am hinteren Ende ist ein kleiner Teich, dort ist der Grundwasserspiegel höher, dort wachsen Bananen besonders gut. Auch der Boden von Eddy in Thailand ist Sand.

Du hast Probleme mit Wildschweinen, Eddy hat Probleme mit Nashornkäfern und ich habe Probleme mit Afrikanischen Riesenschnecken, die illegal nach Brasilien eingeführt wurden und in Brasilien invasive Neozygten sind, die nur sehr schwer auszurotten sind. Man müsste an der Algarve alle Wildschweine abschiessen.

Ja, die Flüge sind so eine Sache, ich war im vergangenen Monat mit der TAP unterwegs von Guarulhos über Porto und Lissabon nach Hamburg, das Wetter in Porto war sehr neblig und regnerisch, alle Anschlussflüge nach Lissabon hatten 4 Stunden Verspätung, so dass wir den Anschlussflug nach Hamburg verpasst hatten, die TAP war aber sehr kulant und wir wurden kostenlos für eine Nacht in einem Hotel in Lissabon untergebracht, am nächsten Vormittag hatten wir einen Spaziergang in der näheren Umgebung des Hotels gemacht, es war schönstes Frühlingswetter, das heute erst in 4 bis 6 Wochen auch in Hamburg nach Osten bzw. Mitte April zu erwarten ist. Ich sah Syagrus romanzoffinana, Washingtonia, Phoenix canariensis (alle vom fiesen Palmrüssler verschont geblieben), Aloe in Blüte, Iris in Blüte, Ficus elastica, Casuarina, Pinus pinea, Olea europaea, Oleander, Eriobotrya japonica, Pittosporum tobira, Yuccas, Streletzias usw. in Lissabon, also vieles was in unseren Gärten auch wächst.

Abraços
Joachim

#24 RE: Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 15.01.2019 20:07

Olá novamente,

ich bin seit November wieder in Brasilien. Kurz vor dem Abflug hatte ich noch Pflanzen bei safarigarden.com.br und jardimexoticas.com.br bestellt. Es hat sich herausgestellt, dass safarigarden. com.br besser ist, bessere und kräftigere Pflanzen und einfache Zahlungsmöglichkeiten mit PayPal, das Geld wird über PayPal von meinem deutschen Girokonto abgebucht und zum PayPal von Safari Garden nach Brasilien geschickt, viel einfacher und günstiger. Ich habe bei Safari Garden viel bestellt. Und schon viel gepflanzt. Gepflanzt habe ich Pfirsichbäume, Blutzwetschgenbäume, Sternfrucht, Natalpflaumen, verschiedene Goiabasoeten, Nashibirne Honsui, Marang, Minijackfrucht, Mango Parvin, Mango Bourbon Vermelho, Oliven, Feigen, Litschi kernlos, Cupressus sempervirens, Washingtonias, Dypsis, Rhapis excelsa, Rhododendron yedoense, Rhododendron arboreum Hybride Herkunft Campos do Jordao, Streletzia, Cycas revoluta und einige andere. Ausfälle der Neupflanzungen habe ich nur wenige.

Eigentlich wollte ich mit den Neupflanzungen jetzt fertig sein. Aber bei meiner Ankunft hier musste ich eine böse Überraschung erleben, ein großer Baum in der Nähe des Teiches ist plötzlich eingegangen , ein anderer Baum krank und der dritte Baum am Teich war stark sturmgeschädigt und hat zwei andere Bäume beschädigt, so dass sie gefällt werden mussten, darunter eine Araucaria angustifolia. Einige kleinere Bäume am grossen Avocadobaum habe ich eigenhändig gefällt und einen Marangbaum nachgepflanzt.

Ich beauftragte meinen Caseiro fast alle Bäume an Teich, darunter auch zwei minderwertige Mangobäume mit kleinen faserigen Früchten (andere haben viel bessere Früchte wie Parvin und Bourbon Vermelho und sind veredelt, die minderwertigen Bäume sind leider zu alt und zu groß, um wie Apfelbäume und Birnbäume umgepfropft zu werden), zu fällen und zu entsorgen. Er hat den sturmgeschädigten Baum gefällt und entsorgt, auch die beiden Wildmangobäume, einer stand zu dicht an der Grundstücksgrenze zum benachbarten Gemüsebauern, aber den kranken und den toten Baum immer noch nicht, so dass ich den Platz am Teich noch nicht neu bepflanzen kann und die dafür bestimten Bäume ( Macadamianuss, Avocado, neue Araucaria angustifolia, Moringa oleifera, Riesensauersack (graviola gigante, Jackfrucht des kleinen Mannes), Affennuss (ähnlich Paranuss, nur nicht so empfindlich, trägt viel früher und zuverlässiger, wird nicht so mächtig) und Champedak) eintopfen musste und sie von meinem Caseiro betreuen lassen muss, bis ich im nächsten November wieder zurück in Brasilien bin und der tote Baum endlich weg ist. Ich hatte mich bei meinem Caseiro beschwert, den grossen toten Baum nicht sofort gefällt und entsorgt zu haben. Er sagte mir, dass er den toten Baum nicht gleich fällen kann , weil er zu groß ist und auf die benachbarte öffentliche Stromleitungfallen könnte und die Arbeit zu gefährlich ist. Er will abwarten biss der tote Baum sich immer mehr eintrocknet und dann seine Zweige und Äste abwirft und dadurch kleiner wird und sich dann leichter und gefahrloser fällen lässt.

Ich habe dann mit seiner Frau im Messenger gechattet und habe mich mit ihr geeinigt, die dafür bestimmten Bäume und andere für 1 oder 2 Jahre einzutopfen, sie würde sich dann während meiner Abwesenheit bis nächsten November um sie kümmern, so dass ich sie dann bei meiner Ankunft im nächsten November als grössere und kräftigere Pflanzen mit guten grossen Wurzelballen antreffen kann und das Risiko während meiner Abwesenheit im trockenen Südwinter geringer wird, schließlich habe ich einige Neupflanzungen verloren, der neue Zimtbaum und einer der beiden Hybridjackfruchtbäume sind durch die lange Dürre eingegangen, nicht nur in Deutschland sondern auch in Brasilien. Inzwischen habe ich bei Safari Garden zwei neue Zimtbäume gekauft und eingetopft für die Frau meines Caseiros. Zu klein, um ausgepflanzt zu werden.

Hier die Bilder.


Bismarckia nobilis im Vorgarten


Lagerstroemia


Carycota sp.


Washingtonia frisch ausgepflanzt


Pinus canariensis


Artocarpus integer x hebecarpus


Cereus jamacaru


Umgepflanzte Bananen, sie mussten wegen Einrichtung eines Weges für den Tankwagen für die Reinigung der Sickergrube umgepflanzt werden und sind gut angewachsen.


Neupflanzungen verschiedener Goiabasorten als Ersatz für die gefällten kranken Orangenbäume, noch klein sind die neuen.


Sehr gross ist Musa FHIA-16 geworden!


Butia paraguayensis, Brasilopuntia und Cereus jamacaru forma monstrosus


Musa Prata Zulu


Rhapsis excelsa


Cereus jamacaru


Blüte Streletzia nicolai


Ganze Pflanze von Streletzia nicolai


Eingetopfte Bäume für die Auspflanzungen ab dem nächsten November nach Absprache mit der Frau meines Caseiros


Toter Baum blockiert Neupflanzungen am Teich, mein Caseiro will ihn nicht sofort fällen.


Rhododendron arboreum Hybride Herkunft Campos do Jordao

Lg
Joachim

#25 RE: Mein Garten in Brasilien von MarcTHR 16.01.2019 06:23

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Hallo @Joachim-HHSP ,

muito obrigado für das ausführliche Update aus deinem Refugium auf der Südhalbkugel. So ein sommerfeuchtes Ostseitenklimat ermöglicht schon einiges mehr, als die sommerdürregeplagten Mediterrangärten in Südeuropa. Auch wenn du selbst auch Ausfälle in der dortigen Winterdürre zu beklagen hast, ist die Lage nicht so prekär.

Verfügst du dort über ein automatisiertes Bewässerungssystem für die Kulturpflanzen und Neuanpflanzungen oder lohnt dies dort nicht?

Das Problem mit der Aufarbeitung toter Bäume kenne ich auch zu gut. Ich sehe im Foto, dass der Baum offenbar durch "Gürteln" (Rindenschälen im unteren Stammbereich) zum Absterben gezwungen wurde. Diese Methode wende ich auch an, um unerwünschte Bäume (v.a. Acacia dealbata) langsam aber sicher absterben zu lassen, da ein einfaches Fällen wiederholt hunderte Wurzelschösslinge zur Folge hätte. Bei mir stellt sich eher ein Problem, das sich engstehende Bäume beim Fällen verhaken und das Ganze so verkomplizieren. Stromleitungen in der Nähe sind immer ein Risiko. Warum nutzt ihr keine Seile auf Spannung zur Richtungsvorgabe beim Fällen? Mit dem richtigen Keilschnitt kann so auch ein ungünstig ausgerichteter Baum gut gelegt werden. Ich habe auch noch einen Kandidaten in Portugal zu fällen, der Schwierigkeiten machen könnte: eine nach den Feuern vom August '18 abgestorbene etwa 15 m hohe Pinus halepensis muss so entgegen ihrer Hangneigung fallen, dass sie nicht unsere Solarpanel beschädigt.

Deine Neuzugänge an Obstbäumen sind sehr interessant. Bin gespannt wie gut sich diese entwickeln werden. Viel Erfolg! Até a proxima!

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