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#1 Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 19.12.2016 03:51

Hallo ihr,

im alten Forum hatte ich euch meinen Garten in Brasilien vorgestellt. Da auch viele neu im Forum sind, möchte ich auch meine Vorgeschichte erzählen.

2007 war ich mit meiner Frau und unserer Gasttochter das erste Mal in Brasilien bei ihren Eltern in Lucianopolis im südbrasilianischen Bundesstaat São Paulo, ca. 300 km von der großen Stadt São Paulo und ca. 60 km von der nächsten Großstadt Bauru entfernt. Unsere Gasttochter lernten wir schon 2006 in Hamburg kennen, sie studierte damals in Hamburg und wohnte bei einer Gastfamilie in Pinneberg bei Hamburg, ein Freund von mir, damals Biologiestudent und heute studierter und promovierter Diplom-Biologe und Programmierer, brachte sie zu uns, er besuchte damals mit ihr uns. Sie erzählte uns, dass ihr Vater seine Bananenplantage in Brasilien verkaufen wollte. Da hatte ich Interesse und wollte einen Teil seiner Plantage kaufen und auch meine Bananen in meinem alten Garten ausgraben und ihre Rhizome nach Brasilien schicken und dort in die Plantage wieder einpflanzen lassen und auch dort ein Haus bauen lassen. Vorher wollte ich nach Teneriffa auswandern und dort eine Bananenfinca im Raum Puerto de la Cruz und Orotava kaufen, doch die Immobilienpreise auf den Kanaren stiegen zu schnell und wurden unerschwinglich für mich, ich schaffte nicht mehr, das Geld dafür zusammenzubekommen. Damals lernten meine Frau und ich schon Spanisch. Dann lernte mein Freund eine Peruanerin aus Trujillo kennen und heiratete sie, er brachte auch seine Frau mit zu uns, wir begannen mit seiner Frau Spanisch zu lernen. Und bereiteten eine Schnupperreise nach Peru vor, doch plötzlich musste die Peruanerin vorzeitig nach Peru, weil ihre Grosseltern gestorben sind und wir konnten noch nicht mit. Dann war sie 2 Monate in Peru, unsere Pläne scheiterten, sie betrog meinen Freund mit fremden Männern und mein Freund liess sich deswegen von ihr scheiden. Dann war ich zwischen Peru und Brasilien, musste mich entscheiden und beriet mich mit einem befreundeten Kollegen. Er sagte, dass Peru für mich zu suspekt wäre und ich entschied mich für Brasilien, das war die bessere Wahl für mich und ich habe es bis heute nicht bereut. Also wir begannen Portugiesisch mit unserer Gasttochter zu lernen. Doch sie wurde in Pinneberg von ihrer damaligen Gastfamilie misshandelt, sie musste Babysitten, durfte nicht duschen, nicht ins Internet gehen und ihre Wäsche nicht waschen, musste bei meinem Freund duschen und ihre Wäsche waschen. Ihr Studium war gefährdet und sie war psychisch am Ende, so dass ihre Mutter in Brasilien so große Sorgen um sie machte und ich erhielt eine Email von ihr zu Silvester 2006 und sie bat mich, eine neue Gastfamilie für sie zu suchen. Doch das mit der Suche war nicht so einfach, meine Frau schlug vor, sie bei uns als unsere Gasttochter aufzunehmen, zunächst hatte ich noch Bedenken, doch meine Frau bedrängte mich. Also stimmte ich zu. Und sie zog zu uns und konnte ihren Studium in Hamburg fortsetzen und ihre Leistungen wurden besser, sie hatte viel mehr Freiheit, durfte bei uns alles, was sie bisher in Pinneberg nicht durfte. Ihre Familie in Brasilien war uns sehr dankbar und hat uns ins Herz geschlossen. Im August 2007 flogen wir mit ihr zu ihrer Familie und wurden herzlich von ihr empfangen. Ihre Mutter. Aber die Bananenplantage war schon verkauft, doch die Mutter fand ein Haus für 5000 Euro, doch es war in schlechtem Zustand, so dass sie eine Chacara (in Brasilien nennt man eine Finca Chacara) fand, die 2 km vom Zentrum von Lucianopolis entfernt war. Also wir fuhren hin und besichtigten ein leer stehendes gelbes Haus mit fast leerem Grundstück, alles in gutem Zustand. Aber ein Nachbar., der den Verkauf vermitteln sollte, sagte uns, dass er seine Chacara verkaufen wollte und bot uns seine Chacara an und er sagte, sein Haus sei besser. Also wir besichtigten sein Haus und seinen 3619,02 Quadratmeter großen Garten, sas Haus gefiel uns und wir sagten zu. Eine Chacara in Brasilien ist viel günstiger als eine Finca auf Teneriffa, noch erschwinglich für uns. Und wir kauften die ganze Einrichtung des Hauses mit, brauchten keine Möbel neu zu kaufen. Und der Vater meiner Gasttochter war bereit, für mich als Hausmeister und Gärtner zu arbeiten und ihre Mutter als Hausverwalterin.

Im Januar 2008 flogen wir wieder nach Brasilien, um den Hauskauf beim Notar zu tätigen und sofort nach unserer Rückkehr überwiesen wir das Geld nach Brasilien und schon im März 2008 war der Kauf abgeschlossen. Wir wollten schon im Januar 2009 nach Brasilien fliegen und in unserem neuen Zweitgarten Avocados ernten und mit der Familie und ihren Verwandten unseren Einzug feiern, doch ich erlitt am 18. Oktober 2008 einen Unfall, wurde von einem rückwärts fahrenden Van angefahren, der Fahrer hatte mich nicht gesehen, eine Zeugin sah den Unfall und warnte den Fahrer, das hat mich vor Schlimmerem bewahrt und ich erstattete Anzeige gegen den Fahrer und bekam Schmerzensgeld. Ich brach mir den rechten Tibiakopf und musste operiert werden, war dann 3 Monate im Rollstuhl und ingesamt 4 Monate krank geschrieben. Dank der Kulanz meines Arbeitgebers konnten wir unsere Reise im Februar 2009 nachholen. Die Ärzte haben die Operation sehr gut gemacht, so dass ich jetzt völlig wiederhergestellt bin. Aber der Unfall hat vergleichbare psychische Folgen wie bei einem ICE-Lokführer, der auf freier Strecke jemanden totgefahren hat und nicht rechtzeitig bremsen konnte. Ich mag die Unfallsstelle gar nicht mehr sehen. Und mein Sehvermögen hat sich auch verschlechtert und ich kann nicht mehr in den dunklen Morgenstunden im Winter zur Arbeit gehen und auch in den dunklen Nachmittagsstunden im Winter konnte ich ohne Begleitung nicht mehr unterwegs sein, also ich beantragte die Teilerwerbsminderungsrente und beantragte auch Sabbaticalteilzeit entsprechend meiner Sehbehinderung, bekam einen neuen Vertrag, Arbeitsphase März bis Oktober und Freizeitsphase November bis Februar, alles zugeschnitten auf meine Behinderung. Ich kann im Winter ohne Visum bis 90 Tage am Stück in Brasilien überwintern, meine Frau ist Hausfrau und arbeitet nicht. Mittelfristig oder langfristig will ich einen Rentnervisum beantragen und ganz in Brasilien bleiben.

Zum Glück habe ich dadurch wenig Einbußen bei meinem Einkommen, seit einem Jahr auch Miet- und Pachteinnahmen dazu, da mein Vater vor 2 Jahren im Altet von 90 Jahren gestorben ist und ich seine Doppelhaushälfte vermietet und den halben Garten in Hamburg an einen Nachbarn verpachtet hatte, meine Stiefmutter zog kurz nach dem Tod meines Vaters aus und starb unerwartet nur 6 Wochen nach dem Tod meines Vaters. Ich hatte sehr viel zu tun, Wohnungsauflösung, Teilung und Umgestaltung des Gartens und Renovierung und Sanierung für Vermietung, im kommenden Jahr soll meine Wohnung in Hamburg für Vermietung renoviert werden.Nach und nach wird ein Teil unserer Sachen per DHL nach Brasilien an die Adresse meiner Hausverwalterin geschickt, ein Container ist viel zu teuer und zu bürokratisch beim Zoll und zu stressig.

Auch in Brasilien wurde bei mir gebaut. Der alte Schuppen war zu klein und mäuseverseucht, immer wieder drangen Strassenhunde und Nachbarhunde in meinen Zweitgarten ein und richteten Schäden an, sie scharrten oft im Garten. Auch die beiden Zufahrtstrassen mussten erneuert und saniert werden, weil eine große Ficus benjaminiana einer der beiden Zufahrtstrassen mit ihren Wurzeln beschädigt hatte und sie musste gefällt werden, auch Bougainvilleas wurden fast alle gerodet und gefällt, die wachsen hier wie Unkraut.Ein neuer großer Schuppen mit WC und Dusche und Veranda mit Grill wurde gebaut und wurde dieses Jahr ganz fertig. Eine Mauer und ein Zaun wurden neu gebaut, am südlichen Rand habe ich vor einer Woche begonnen, die Christdornhecke (Euphorbia milli) mit einer Hecke aus mehreren Opuntia-Arten zu verstärken. Mein liebster Baum, Artocarpus heterophyllus, stand zu dicht am neuen Schuppen und musste leider gefällt werden, darüber habe ich schon im Thread von Eddi als Stellungsnahme zur Fällung der gefährlichen Kokospalme in seiner Nachbarschaft berichtet.

Leider sterben nach und nach meine Orangenbäume ab, in Brasilien sind schon ganze Zitrusplantagen durch CTV und anderen Krankheiten vernichtet worden, selbst Neupflanzungen werden teilweise schon krank und gehen ein. Deshalb ersetze ich die durch andere exotische und heimische Obstbäume, Palmen, Kakteen und Bananen. Auch Frost ist zu einem Problem geworden, Frost kommt sehr selten vor. Am 26. Juni 2011 hatten wir -2 Grad Nachtfrost , erhebliche Frostschäden an Cocos nucifera, Ravenala madagascariensis, Mango, Cashnewnussbäumen, Artocarpus heterophyllus, Mango,bäumen, Zimtbaum und Tibouchina, sie erholten sich aber dank der hohen Wärmesumme des südbrasilianischen Sommers wieder. Das gleiche passierte am 13. Juni 2016 wieder, die gleichen Schäden. Trotzdem fruchten zwei meiner Bananenstauden wieder, wie schon erwähnt in meinem Beitrag im Thread von Eddi.

Das Klima im Bundesstaat São Paulo ist dem von Florida, Südafrika und Ostaustralien ähnlich, São Paulo liegt am gleichen Breitengrad wie die Kanaren , aber auf der südlichen Halbkugel. Die Jahreszeiten sind umgekehrt. Während es in Deutschland Winter ist, ist es hier in Brasilien Sommer. Hier herrscht Savannenklima, Zuckerrohr und Eucalyptus werden hier angebaut und auch stellenweise Bananen, Zitrusfrüchte und Mango. Die Winter sind gewöhnlich trocken und warm, tagsüber über 20 Grad wie im Winter auf Teneriffa, nachts kann es unter 10 Grad kühl werden, nur sehr selten können einige Minusgrade auftreten, ungefähr alle 5 bis 10 Jahre tritt eine Frostnacht auf, die erhebliche Schäden im Gartenbau und in der Landwirtschaft anrichten kann, vor allem beim Kaffeeanbau. So dass Ravenala madagascariensis, Cocos nucifera, Jackfrucht und Mango so grenzwertig hier sind wie die Trachys, Chamaerops, Eucalyptus gunnii, Basjoos und andere Exoten in Deutschlands, nur dank der viel höheren Wärmesumme erholen sich grenzwertige Exoten hier viel schneller als Trachy & Co. in Deutschland. Hier brauche ich meine Exoten gar nicht zu schützen. Selbst einige Ableger von Musa basjoo brachte ich nach Brasilien, Basjoos und andere Bananen brauche ich gar nicht einzupacken, nur die Basjoo am Anbau der ehemaligen Wohnung meines Vaters muss vor meiner Abreise nach Brasilien eingepackt werden. Ob der spätere Mieter ebenfalls ein Exotenfreund wie wir im Forum ist und die Basjoo so liebt wie ich und sie immer im Winter einpackt, will ich hoffen, da ich mittelfristig bzw. langfristig ganz nach Brasilien ziehen will. Die Sommer sind meist feuchtheiss, oft 40 Grad. Die Trockenzeit ist meist von Juni bis September, Regenzeit beginnt im September/ Oktober.

Der Boden ist hier Sandboden wie auch im Garten von Eddi, aber Bananen gedeihen nicht überall gut, da muss ich geeignete Standorte sorgfältig auswählen, an halbschattigen Standorten an den Bäumen gedeihen sie am besten und haben schon gefruchtet, Bananen sind Waldrandpflanzen. An vollsonnigen Standorten pflanze ich Kakteen und Palmen, will auch Agaven und Yuccas pflanzen.

Hier ein paar Bilder, mehr werden nach und nach folgen.

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#2 RE: Mein Garten in Brasilien von Eddi Siam 20.12.2016 10:00

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Hallo Joachim,

vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht.

Die Ravenala auf dem letzten Bild hat ja wirklich deutliche Frostschäden,hätte ich nicht gedacht.
Wenn sie in Brasilien so schnell wächst wie hier bei mir,wird sie bald wieder ein stattliches Aussehen haben.

Eine meiner zwei Ravenala madagascariensis hatte auch schon mal geblüht.





[[File:Ravenala Sept.2013 013.JPG|none|1024px|768px]]







Viele Grüße
Eddi

#3 RE: Mein Garten in Brasilien von Flo 20.12.2016 21:47

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Herzlich willkommen, Joachim. Ich freue mich darauf, schon bald mehr von dir zu lesen und Bilder zu sehen.

#4 RE: Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 21.12.2016 01:34

Hallo ihr,

hier die Bilder, die ich gestern gemacht und hochgeladen hatte.



Frisch gepflanzte Caryota.



Butia paraguayensis, gepflanzt 2012.



Brasilopuntia sp. neue Art, gepflanzt vergangenes Jahr, daneben Papaya, die Papaya wurde vom Vater meiner Gasttochter gepflanzt.



Bismarckia nobilis in meinem Vorgarten, 2012 ausgepflanzt.



Streletzia alba in meinem Vorgarten, gepflanzt 2009.



Bambuspalme im Vorgarten, ausgepflanzt im vergangenen Jahr.



Syragrus romanzoffiana, ausgepflanzt 2011 durch den Vater meiner Gasttochter im Vorgarten.



Gelbe Allamanda in Blüte im Vorgarten, war schon immer da. Gestern habe ich von einem Nachbarn Ableger seiner rotblühenden Alamanda bekommen.



Phoenix canariensis aus Saat aus Teneriffa, ausgepflanzt 2012 im Vorgarten, ich schickte einem brasilianischen Freund Saat nach Brasilien, um Pflanzen für mich heranziehen zu lassen.



Livistonia sp., frisch ausgepflanzt.



Butia capitata, gepflanzt 2009 im Vorgarten.



Araucaria angustifolia, Brasilkiefer, heimisch hier in Brasilien, gepflanzt 2009.



Pinus canariensis aus Teneriffa, Saat wurde an einen Freund nach Brasilien geschickt, ausgepflanzt 2012 in meinem Zweitgarten in Brasilien, hier erfolgreich, selbst Versuche auf Helgoland scheiterten, nirgendwo in Deutschland ausreichend winterhart.



Opuntienbeet und Teil einer neuen Kakteenhecke, dahinter wurde ein Teil der Christdornhecke von rücksichtslosen Strassenbauarbeitern ohne vorherige Rückfrage bei mir gestern gerodet, die Eltern meiner Ex-Gasttochter sind informiert, sie werden sich bei den Verantwortlichen beschweren.



Kakteenbeet mit verschiedenen heimischen Kakteen, teilweise frisch gepflanzt, die beiden Cereus jamacaru wurden vergangenes Jahr umgepflanzt.

Weitere Bilder werden noch folgen.

Liebe Grüße
Joachim

#5 RE: Mein Garten in Brasilien von Marc Werner 26.12.2016 01:28

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Hallo Joachim,

ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinem Projekt!

Besonders auf die Entwicklung Deiner kanarischen Kiefer bin ich sehr gespannt, bin selber ja großer Freund der Kiefern aus dem Mittelmeerraum und habe um die 20 Pinus Pinea und Halepensis ausgepflanzt in unserem Düsseldorfer Mittelmeergarten ;-)

#6 RE: Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 31.12.2017 03:01

Hallo ihr,

bin wieder in Brasilien und habe neue aktuelle Bilder aus meinem Zweitgarten. Die Zäune sind erneuert und verstärkt worden, so dass nun keine fremden Hunde und Eindringlinge mehr reinkommen können und der Garten zum großen Teil wieder aufgeräumt wurde. Leider müssen 56 Bäume, die meisten davon sind Zitrusbäume, gefällt gerodet und verbrannt werden. Wie schon im vergangenen Jahr berichtet, sterben ganze Zitrusplantagen ab, die Bäume sterben langsam ab, die Früchte reifen nicht mehr richtig aus, bleiben klein und bitter. Diese Krankheit nennt man auch Yellow Dragon, ein Bakterium, das durch Blattflöhe übertragen wird, es gibt noch kein wirksames Mittel gegen diese neue Krankheit. Forscher versuchen nun in Brasilien neue krankheitsresistente Orangensorten zu züchten. Ich habe nun meinen Caseiro beauftragt, die Bäume zu roden und zu entsorgen. Der Zitrusanbau ist nun verboten, es dürfen keine neuen Zitrusbäume mehr gepflanzt werden, es muss auf andere Obstbäume wie zum Beispiel Avocado, Sternfrucht, Jackfrucht, Mango usw. ausgewichen werden Es ist ja eine traurige Geschichte, da ich noch vor 8 Jahren Orangen und Mandarinen geerntet hatte, damals waren die Bäume noch gesund. Aber da ist dann nach der Rodung wieder viel mehr Platz für meine liebsten Exoten und andere Obstbäume. Der Vorgarten sieht nun sehr gut aus, ich habe wieder neue Palmen und andere Exoten gepflanzt. Nun aktuelle Bilder aus meinem Zweitgarten in Brasilien.



Meine Bismarckia nobilis ist nun 8 Jahre alt und fast 2 Meter groß. Nie Probleme durch Nashornkäfer, sie ist immer vital!



Die Baumstreletzie (Streletzia nicolai) bildet nun langsam Stämme aus, sie ist über 10 Jahre alt und wurde 2009 gepflanzt.



Bambuspalme, ausgepflanzt 2015.



Einer meiner 7 Syagrus romanzoffinana in meinem Vorgarten.



Einer der in diesem Jahr neu ausgepflanzten 4 Dreieckspalmen Dypsis.



Phoenix canariensis, 2012 ausgepflanzt, 7 Jahre alt.



Im Hintergrund Ravenala madagascariensis, mehr als 10 Jahre alt, 2009 ausgepflanzt, 2011 und 2016 knapp dem Erfrierungstod entronnen, wohl durch Frosteinwirkung mehrstämmig.



Einer der erst im vergangenen Jahr ausgepflanzten Caryotas.



Phoenix roebbelini, ausgepflanzt 2009, mehr mindestens 15 Jahre alt.



Livistonia sp., erst im vergangenen Jahr ausgepflanzt.



Butia capitata, ausgepflanzt 2009, mindestens 12 Jahre alt, ist gewaltig gewachsen, 2 Meter hoch.



Sie fruchtet schon, vermutlich Fremdbestäubung durch die benachbarte Syagrus romanzoffinana. Ob ich im nächsten November noch Samen ernten könnte? Butias kreuzen sich leicht mit Syagrus.



Syagrus romanzoffinana blüht männlich, vermutlich Pollenspender für die Butia.



Dieser Cereus jamacaru war vorher 3 Meter, wurde ärgerlicherweise von einem botanisch nicht kundigen Arbeiter beim Zaunbau niedergesäbelt, ist aber mit 3 Stämmen wieder nachgewachsen, wächst aber für einen Kaktus sehr schnell.



Magnolia grandiflora frisch ausgepflanzt, erst vor einer Woche, das ist meine zweite Magnolia grandiflora, meine erste steht in meinem alten Garten in Hamburg und hat bisher nie Probleme und wurde noch nie geschützt. In Brasilien kann man auch Magnolia grandiflora bekommen.



Australier wie Callistemon, Grevillea und Eucalyptus erst vor einer Woche ausgepflanzt.



Callistemon sp.



Grevillea banksii



Eucalyptus phytocarpa, blüht rot.



Einer der beiden Tequila-Agaven (Agave tequilana), vor 2 Jahren hatte uns eine mexikanische Studentin in Hamburg besucht und uns eine Flasche Tequila mitgebracht. Zum Glück sind auch in Brasilien Pflanzen erhältlich. Sie wurden erst vor einer Woche ausgepflanzt.



Die beiden Tequila-Agaven.



Einer meiner krankheitsresistenten Bananen.



Artocarpus nankiangensis (die frosthärteste Artocarpus-Art, sehr selten, soll langfristig mit Artocarpus hebecarpus gekreuzt werden), Artocarpus lakoochi, Artocarpus integer x heterophyllus (soll frosthärter und trockenheitstoleranter als die gewöhnliche Jackfrucht sein, eine Sorte mit Zukunft) und Treculia africana (afrikanischer Brotfruchtbaum, ist härter als die gewöhnliche Brotfrucht (Artocarpus altilis), eine hier harte Alternative wo die Brotfrucht nicht winterhart ist).


Einer der 56 Bäume, die in Kürze gerodet und verbrannt werden, hier ein kranker Mandarinenbaum.



Nahansicht des Krankheitsbildes.




Musa "Sao Tome"



Musa FHIA-16



Kranke Orangenbäume im Hintergrund des Gemüsegartens meines Caseiros. Das wird wohl in den nächsten Wochen einen Kahlschlag geben.



Treculia africana, afrikanischer Brotfruchtbaum, im Hintergrund ein Mangobaum.



Die Hausbanane, Musa "Prata Zulu", schon 8 Jahre alt.



Einer der drei im vergangenen Jahr ausgepflanzten Caryotas.



Butia paraguayensis, 8 Jahre alt, ausgepflanzt 2012.



Brasilopuntia neue Art, wächst besonders stark und gross.



Cereus jamacaru forma monstrosus, Felsenkaktus.



Links Musa "Roxa" alias "Red" und rechts Musa "Figo" alias "Orinoco"



1 Monat alte Sämlinge von Bauhinia variegata aus eigener Aussaat.



1 Jahr alte Washingtonia robusta und Phoenix canariensis aus eigener Aussaat.

Lg
Joachim |addpics|cif-o-27d7.jpg-invaddpicsinvv,cif-q-cd54.jpg-invaddpicsinvv,cif-s-00d9.jpg-invaddpicsinvv,cif-u-229c.jpg-invaddpicsinvv,cif-v-0c4b.jpg-invaddpicsinvv,cif-w-c221.jpg-invaddpicsinvv,cif-x-c4d0.jpg-invaddpicsinvv,cif-y-5a02.jpg-invaddpicsinvv,cif-10-8396.jpg-invaddpicsinvv,cif-11-a91e.jpg-invaddpicsinvv,cif-13-d36c.jpg-invaddpicsinvv,cif-14-8ef8.jpg-invaddpicsinvv,cif-15-52d2.jpg-invaddpicsinvv,cif-16-2067.jpg-invaddpicsinvv,cif-18-0c37.jpg-invaddpicsinvv,cif-1b-8c87.jpg-invaddpicsinvv,cif-1c-a4f5.jpg-invaddpicsinvv,cif-1d-dc0b.jpg-invaddpicsinvv,cif-1e-152e.jpg-invaddpicsinvv,cif-1f-ce7d.jpg-invaddpicsinvv,cif-1g-b04c.jpg-invaddpicsinvv,cif-1h-e249.jpg-invaddpicsinvv,cif-1i-ab42.jpg-invaddpicsinvv,cif-1j-e77c.jpg,cif-1k-01c3.jpg-invaddpicsinvv,cif-1l-b465.jpg-invaddpicsinvv,cif-1m-2c4c.jpg-invaddpicsinvv,cif-1n-1958.jpg-invaddpicsinvv,cif-1o-b314.jpg-invaddpicsinvv,cif-1p-60ac.jpg-invaddpicsinvv,cif-1q-2264.jpg-invaddpicsinvv,cif-1r-d3a6.jpg-invaddpicsinvv,cif-1t-3f9d.jpg-invaddpicsinvv,cif-1s-dc88.jpg-invaddpicsinvv,cif-1u-d85d.jpg-invaddpicsinvv,cif-1v-7a1b.jpg-invaddpicsinvv,cif-1x-1aa7.jpg-invaddpicsinvv,cif-1y-6618.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

#7 RE: Mein Garten in Brasilien von Eddi Siam 31.12.2017 12:35

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Hallo Joachim,

danke für die vielen Bilder.
Dass deine Bismarckia nach acht Jahren erst zwei Meter hoch ist,
beweist,dass das Klima bei dir bei weitem nicht dem hier
in Thailand nahe kommt..Meine hat im gleichen Zeitraum
mehr als das dreifache an Höhe erreicht.
Aber sei froh,dass du den Ärger mi Käfern und Raupen nicht hast.

Dass alle Zitrusbäume sterben ist sehr schlimm.
Ich sagte es ja schon einmal:
In jedem Land lauern irgendwelche fiese Schädlinge
die uns Exotenliebhaber großen Ärger bereiten.

Viele Grüße aus Südost Asien nach Südamerika
und einen geschmeidigen Rutsch ins neue Jahr

Eddi

#8 RE: Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 31.12.2017 16:06

Hallo Eddi,

danke gleichfalls. Ja, das liegt am Klima, dafür wachsen Butias und Syagrus hier recht schnell. Schon Kokospalmrn sind hier grenzwertig. Das Klima hier ist mehr dem von Florida und Südafrika ähnlich, auch dem von Teneriffa wenn auch kontinentaler, feuchtheisse Sommer und trockenwarme Winter, im Winter sind die Nächte oft recht kühl, manchmal nur 6 Grad über Null und tagsüber über 20 Grad. Nachtfrost bis-2 Grad ist sehr selten, wie schon geschrieben alle 5 bis 10 Jahre. Es stimmt schon, dass das Klima hier etwas kälter ist als bei dir in Thailand, da du noch NIE Nachtfrost in Thailand und Frostschäden an deinen Pflanzen in deinem Garten erlebt hast.

lg
Joachim

#9 RE: Mein Garten in Brasilien von Olli 01.01.2018 18:51

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Hallo Joachim,

danke für die Bilder und den Bericht.
Schade um die Citrusbäume, aber Eddi hat leider recht. 100%ig läuft es halt nirgendwo.

Viel Spaß und Erfolg dennoch bei der Neubesetzung der Standorte.

Grüße

Olli

#10 RE: Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 13.01.2018 03:00

Hallo ihr,

gerade werden die kranken Orangenbäume gerodet und entsorgt.



Der angekündigte Kahlschlag, mein Caseiro hat schon begonnen, die Äste der Orangenbäume abzuhacken, am Schluss sollen die Stämme mit der Kettensäge am Boden abgesägt werden und die Stubben mit den Wurzeln ausgegraben oder gefräst werden, damit Jackfrucht & Co. nachgepflanzt werden kann.



Ein kranker Mandarinenbaum am Ende seines Lebens, nur noch muss er mit der Kettensäge abgesägt, gefräst bzw. ausgegraben werden, an seinen Platz soll eine Ficus carica oder Olea europaea gepflanzt werden.



Die Stadtreinigung Lucianopolis versuchte mit einem LKW die abgehackten Zweige der kranken Zitrusbäume abzuholen, aber die Ladung war viel zu groß, mein Caseiro wird ein LKW mieten und die abgehackten Zitrusbäume zur Stadtreinigung Lucianopolis zum Verbrennen bringen.



Die abgehackten Zweige der Zitrusbäume auf der Straße, hier in Brasilien werfen die Leute ihre Gartenabfälle auf die Straße, das ist viel einfacher als in Deutschland und in Hamburg. In Hamburg muss man die Gartenabfälle umständlich zerkleinern und in die grünen Biotonnen werfen, sie werden nur alle 2 Wochen geleert, das verzögert nur die Gartenarbeit, wenn die Biotonne zu klein und zu voll ist und man wird mit Gebühren von der Stadtreinigung Hamburg abgezockt. Hier in Brasilien brauche ich nix Müllgebühren zu zahlen.



Ein Teil der Nachfolger der Zitrusbäume steht schon bereit, frisch eingetopft, sie sollen erst nach meiner Rückkehr im November ausgepflanzt werden. Es sind Artocarpus-Arten und Teesträucher (Camelia sinensis).



Artocarpus lakoochi, vor 2 Jahren ausgepflanzt, ein naher Verwandter der Jackfrucht, hat nun mehr Platz für die Entwicklung zu einem großen Baum.



Treculia africana, afrikanischer Brotfruchtbaum, 7 Jahre alt, sein Vorgänger war ein Limettenbaum, der an einem Pilz eingegangen war, den Limettenbaum hatte ich entfernt und die Treculia nachgepflanzt. In der Nähe des Baumes steht Musa "Roxa" alias "Red", rote Banane, hat schon einmal gefruchtet.

Lg
Joachim





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#11 RE: Mein Garten in Brasilien von Jubi 14.01.2018 18:54

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Guten Abend @Joachim-HHSP
Tolle Bilder.
Sag mal, ist das auf dem letzten Bild im Vordergrund Maniok? Sieht zumindest so aus. Davon hatte ich mir aus dem letzten Urlaub ein Reiser mitgebracht.
Gruß Jubi

#12 RE: Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 14.01.2018 19:31

Ja, das ist Maniok, das hat mein Caseiro gepflanzt. Wird aber schon seit Jahrtausenden hier angebaut, zunächst von den Ureinwohnern. Gerade sind die meisten Zitrusbäume gefällt worden, nur noch müssen die übersehenen und vergessenen Bäume gefällt werden, jedoch hat mein Caseiro sehr gut gearbeitet. Er achtet immer auf meine selbst gepflanzten Bäume und macht sie nicht kaputt. Leider hat ein nicht richtig ausgebildeter Holzfäller bzw. Baumpfleger einen großen Avocadobaum am Zaun so stark beschädigt, dass er auch gefällt werden muss, rine Gnadenfällung des Avocadobaumes. Ich plane mehrere neue Jackfruchtbäume, zwei veredelte Avocadobäume frostharter Sorten wie Hass und Fuerte, zwei veredelte Mangobäume, Macadamianussbäume usw. zu pflanzen. Wo der Mandarinenbaum am Haus gefällt wurde, will ich Oliven und Feigen pflanzen.

lg
Joachim

#13 RE: Mein Garten in Brasilien von Jubi 14.01.2018 20:04

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Na da hast du ja noch viel vor und ich wünsche dir viel Erfolg dabei.
Übrigens habe ich die Jackfrucht letzten Sommer auch live erleben dürfen. Wahnsinns Früchte, so groß wie ein Fußball .
Gruß Jubi

#14 RE: Mein Garten in Brasilien von MarcTHR 14.01.2018 20:48

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Hallo Joachim,
sind folgende Arten auch gängige Obstsorten bei dir in Brasilien?
Casimiroa, Aracão, Guave, Lucuma, Cherimoya, Carambola, Litschi, Papaya

Da diese an der Algarve gut wachsen, sollten Sie bei dir erst recht funktionieren.

#15 RE: Mein Garten in Brasilien von Joachim-HHSP 14.01.2018 22:02

Ich habe auch Cherimoya, Litschi und Papaya, geplant sind Neupflanzungen von Carambola und Goiaba (Guaven werden auch Goiaba genannt) neben Jackfrucht, Mango, Avocado etc.

Auch Caju (Cashnewnuss) wächst hier.

lg
Joachim

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