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#16 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Jubi 30.11.2016 19:53

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Hi @Stephan_Trier
Respekt, ich sehe du hast dich mit der Thematik auseinander gesetzt. Wer weiß denn hier aus dem Forum wo Marienberg-Kühnhaide liegt, außer er kommt aus der Gegend. Ich wohne circa 60 km entfernt und bin froh das es so weit weg ist. Was die Temperaturtiefstwerte angeht liegt Marienberg-Kühnhaide meist vorn. Allerdings finde ich 2-3 Wochen leicht übertrieben .

http://green-24.de/forum/resources/die-t...zonen-si/126527

Laut Klimakarte lebe ich in Zone 7a bei Chemnitz und kurz nach mir gehen auch schon die Berge los und Temperaturtechnisch sieht es da auch anders aus (Zone 6b).
Gruß Jubi

Ps.: ob da jemand Palmen im Garten stehen hat entzieht sich allerdings meiner Kenntnis

#17 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von RePu_Wolfgangsee 30.11.2016 20:16

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So ein Jänner in Südwestdeutschland würde auch reichen.
http://www.wetterwilli.de/temperaturen-in-1985/

#18 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Agave 30.11.2016 20:20

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Zitat von Stephan_Trier im Beitrag #15
Zitat von Agave im Beitrag #2
allerdings ob es - wenn diese Spitzenzeiten kommen ggf. vl. 2-3 Wochen am Stück mit -20° ob das dann noch reicht, kann ich dir nicht beantworten.

Ooops!

Wo in Germanien (außer am Funtensee oder in Marienberg-Kühnhaide, wo hoffentlich niemand auf die Idee kommt, Palmen zu quälen) sind denn 2-3 Wochen am Stück -20 Grad?




...wer weiß schon was wir für Wetter bekommen, gerade noch im Wetterbericht eben im Fernsehen gehört, es kommt eine längere Kälteperiode auf uns zu. Ich streite mich doch da nicht um paar Grade °, allerdings hab ich November mit - 7 - 8 Grad schon seit langem nicht erlebt. Und Februar 2012 waren es viele Nächte wo bei uns - 20 ° fast 2 Wochen sich gehalten haben, war da echt froh meine Kübelpalmen damals im warmen Stübchen zu wissen bei 2-10 ° ich habe die Garage damals heizen müssen drum ist es mir noch in Erinnerung ...ich hoffe das kommt 16/17 nicht auf uns zu.

""In ganz Deutschland herrschen Tiefkühltemperaturen. Und ein Ende der Kältewelle ist noch nicht in Sicht. Die Nacht zum Samstag wurde dabei sogar die kälteste des Jahres: Bis zu minus 36,4 Grad. Nur an der Küste Deutschlands war es etwas wärmer.""
http://www.focus.de/panorama/vermischtes...aid_710625.html

#19 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Ennie 20.12.2016 15:31

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Habe heute mal die Luftbläschenfolie um die Umzugsdecken gewickelt:

#20 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Stephan_M 20.12.2016 16:19

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Hi @Ennie ,

sorry, aber für die nächsten Wochen ist kein Frost in Sicht. Und unter "Minimalschutz" hatte ich mir auch was Anderes vorgestellt.

Grüße

Stephan

#21 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Olli 20.12.2016 16:47

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Hallo Ennie,

o.k. wie waren nochmal die Schichten/Schritte?
Phoenix zusammengebunden, Heizkabel drum, dann die Decken und jetzt die Schaum- oder Lupofolie?

Kann die (erwärmte) Luft im Schutz etwas zirkulieren? Wo hast du den Fühler vom UT oder vom selbstregulierenden Kabel positioniert?

Aktuell hätte ich auch noch auf die luftundurchlässige Schicht verzichtet. Wenn derzeit überhaupt geheizt werden muss, dann sollten die Decken als Isolierung locker ausreichen um die Wärme an der Pflanze zu halten. Allerdings waren die Phoenix von denen mal Bilder aus Mannheim(?) gezeigt wurden den Winter über in lichtundurchlässige Folie gewickelt und es hat funktioniert.

Insofern bin ich gespannt auf den Verlauf. Evtl. könnte man z.B. noch ein minimalistisches Dachlattengestell zur Stabilisierung der Palme und als Abstandhalter für die Heizkabel verwenden. Wenn ich mal keinen höheren Schutzturm mehr bauen will/kann könnte die "Umwicklungstechnik" eine Alternative sein.

Dort, wo das Heizkabel zwischen Palmenwedel und Isolierung eingeklemmt ist kann es leicht zu Wedelschäden kommen. Solange keine Brandgefahr besteht kann es aber ja o.k. sein, die äußeren Wedel als Teil der Schutzmaßnahme zu sehen, die evtl. Frostschäden oder partielle Überhitzung abbekommen. Zumindest wurde das bei den erwähnten Phoenix in Mannheim wohl so gehandhabt.

Grüße

Olli

#22 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Ennie 20.12.2016 21:55

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Och, für ne Phoenix in deutschen Landen finde ich den Schutz minimal, eben ohne Schutzbau, selbsttragend, in einer 1/4 Stunde fertiggestellt.

Das Kabel ist selbstregulierend und zusätzlich mit UT geregelt, der Fühler ist auf der Nordseite, in ca. 1,5 m höhe in der Pflanze.
Viel Luftzirkulation dürfte es nicht geben...

Das sagt Anton aus dem Saarland zu diesen Heizkabeln:
"Es kann durch seine schwache Heizleistung direkt mit dem Blattwerk in Verbindung gebracht werden ohne Verbrennungen.
Schlingt man das Heizkabel direkt um die Pflanzen kommt die Wärme ja auch dorthin wo sie benötigt wird. Dadurch wird die Luftfeuchte durch Kondensat sehr niedrig gehalten."

Insofern glaube ich da nicht an Überhitzungsproblemen, eher an Probleme, wenn es mal richtig kalt werden sollte...

@Stephan Bei mir ist aktuell jetzt Frost. Heute morgen mußte ich Eiskratzen, und der Garten war im Schatten den ganzen Tag durchgehend bereift.

#23 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Olli 21.12.2016 16:51

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Hallo Ennie,

Kälteloch Köln halt... ;-)

Also ich sehe das mit den Heizkabeln ähnlich - allerdings nur, solange sie nicht eingeklemmt oder sonstwie isoliert werden. Dann kommt es partiell nämlich schnell zu einem Wärmestau, der vom Fühler des Kabels oder UTs nicht erfasst wird. Im letzten Jahr hatte ich das Problem zwischen Phoenix und Styrodurplatte. Dort gab es an den Wedeln braune Stellen durch das Heizkabel, obwohl nur bis +1°C beheizt wurde.

Hier bin ich auch noch unsicher, ob ich bei einem reinen Stammschutz der Trachys - so er denn nötig würde - tatsächlich die PE Schaumfolie zum Einsatz bringen sollte, oder doch lieber eine Gewebeplane locker anbringe. Unter der Isolierfolie befürchte ich bei enger Umwicklung doch eine recht große Wärmeentwicklung. Unter einer locker angelegten Gewebeplane entstünde dieser Stau wohl nicht und die erwärmte Luft könnte sich gleichmäßiger verteilen.

Zum "Minimalschutz": Also abgesehen von meinem Laubschutz, der bei der Größe des Laubhaufens mit dem Verlust fast aller Wedel einhergeht, dürfte es wohl wenige so minimalistische Schutzvorrichtungen geben. Wenn man es mit mancher Trachy im Styrodurturm vergleicht ist das schon der Versuch, eine Phoenix mit möglichst wenig Aufwand an Material, Geld, Arbeit und Lagerfläche durch den Winter zu bringen. Evtl. kann man über die Folie diskutieren, aber dann nässen die Decken komplett durch, werden schwer usw. Also viel von dem Schutz kann man wohl nicht weglassen.
Vielleicht könnte man es nur mit Heikabel und Folie versuchen. Dann würden die äußeren Wedel die Decken oder ein Vlies ersetzen und somit zwangsläufig geopfert.

Grüße

Olli

#24 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Ennie 21.12.2016 17:32

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Zitat von Olli im Beitrag #23
Unter einer locker angelegten Gewebeplane entstünde dieser Stau wohl nicht und die erwärmte Luft könnte sich gleichmäßiger verteilen.



Kann gut sein. Hauptsache die Palme überlebt gut, Optimierungen kann man dann für die nächsten Winter vornehmen.

#25 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Olli 21.12.2016 18:25

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Hallo Ennie,

weiß ich bei der Phoenix nicht mal. Beim einem Stammschutz der Trachy müsste die Temperatur ja nur verhältnismäßig leicht und über einen kürzeren Zeitraum angehoben werden. Das sollte auch mit einer lockeren Gewebeplanenumwicklung (um Stamm+Heizkabel) funktionieren. Die Phoenix muss wohl besser isoliert sein, um bei den kältesten Temperaturen des Winters ausreichend beheizt zu werden. Es sei denn, man lässt nur wenig Raum zwischen den einzelnen Heikabelumläufen. Das ist aber auch nicht risikolos, da sich die Kabel ja nicht berühren oder überschneiden sollen.
Mal sehen, wie deine Erfahrungen ausfallen. Ansonsten kann man als Kompromiss zum stabilen Styrodurturm vielleicht einen "Abstandhalter" möglichst eng um die zusammengbundene Phoenix anbringen. - Seien es schmale Rosenbögen, Baumpfähle oder Vierkantpfosten mit Einschlaghülsen...
Darum könnte man dann z.B. PE-Schaumfolie oder eine andere Isolierung wickeln, die das Heizkabel nicht so stark einklemmt. Ähnliche Schutzbauten (Rosenbogenmethode) gab es ja auch schon. Allerdings hat Claus diese wohl nur mit einfacher Folie bespannt und ist später auch davon abgerückt, weil er im größer dimensionierten Styrodurbau noch weiter (Topf-) Pflanzen mitschützen konnte. Ansonsten hat das ganz gut funktioniert.

Evtl. kann man das Heizkabel ohne Abstandhalter auch über einer Vliesschicht etc. anbringen. Dann würde es im Zweifel nicht direkt am Blatt eingeklemmt. Allerdings ist es dann wohl schwerer zu fixieren?!

Grüße

Olli

#26 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Stephan_M 21.12.2016 18:48

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Hi @Olli ,
Hallo Freunde,

ich werde das im nächsten Jahr mal folgendermaßen probieren:

Dachlatte mit "aufgespießter" Mehrwegflasche oder Variante "Regentonnendeckel" an der Palme fixieren. Oben in der Dachlatte zwei kleine Bohrungen im 90 Grad-Winkel. Palme knebeln und mit Vlies / Jute umwickeln, Heizkabel auf dem Vlies / der Jute fixieren. Und zwar mit Bindedraht, den ich durch die Bohrungen ziehe und nach unten hängen lassen werde. Bei jeder Wicklung des Heizkabels einmal mit dem Bindedraht auf dem Vlies / der Jute fixieren. Oben drüber kommen dann locker für die Wärmezirkulation ein oder zwei Vliessäcke, die am Stamm geschlossen werden.

Den Wurzelbereich werde ich mit mit zwei Styrodurplatten und extra Heizkabel + Thermostat schützen. Falls am Stammbereich eine Kältebrücke entstehen sollte, werde ich nur dort einen Streifen Lupo verwenden und mit Klettband fixieren. Das Ganze soll ja zum Lüften auch schnell demontierbar sein, wenn mal 14 tage frostfrei ist...

Naja, so stelle ich mir meinen "Mininimalschutz" vor. Mal sehen, ob und wie das in der Praxis funktioniert. Ich werde das hier in jedem Fall hier dokumentieren.

Grüße

Stephan

#27 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Marcel 22.12.2016 12:43

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Hallo Ennie

Ich hab jetzt nicht alles durchgelesen, aber mit so einem engen Winterschutz mit Plastikfolie wird deine Palme nicht überleben. Bei sonnigen Tagen mit nur leicht frostigen Nächten bekommt deine Phoenix garantiert schon Schäden. Auch wenn du die Temperatur vielleicht den ganzen Winter durch mit Heizkabel so über Null hältst wird das nicht gut kommen.
Da ist null Luftzirkulation und die Feuchtigkeit kann nicht entweichen. Da wird garantiert alles verschimmelt sein wenn du die im Früling wieder auspackst.

Ich betreibe eigentlich auch minimal Schutz. Das einzige was bei mir bis jetzt eingepackt ist, sind butyagrus, jubaea x syagrus und eine juania australis, und die auch nur mit Flies und einer Leinendecke. Wir hatten bis jetzt doch schon ein paar mal -5 bis -6 Grad. An 2 Tagen kam die Höchsttemperatur nicht ganz auf Null grad hoch, da hab ich kurzfristig schnell eine Plastikhaube darüber gestülpt.

Ich habe noch Butia paraguayensis, b. Catariensis, b. Eriospatha x microspadix, b.yatay x jubaea, chamaerops humilis, cerifera und vulcano, chamaedorea radicalis und microspadix alle ohne Schutz. So wird es auch bleiben solange keine wirkliche Kälte vorausgesagt ist. Trachys werden bei mir auch nur die kleinen ein bisschen eingehüllt.

Meine Empfehlung für einen minimalen Winterschutz. Nach dem zusammenbinden der Wedel, stell ein Gitter um die Palme ca 20-30cm Abstand vom Stamm, fülle dieses gut über die Höhe des Herzes mit trockenem Laub. Dann um das Gitter wickelst du eine gute Schicht Flies.
Dann nimmst du eine dicke Plastkfolie oder auch Luftpolsterfolie und ziehst einen konischen Hut über die Palme.
Alles natürlich irgendwie befestigen, dass es nicht weg fliegt.
So packe ich meine Palmen ein.
Du kannst die Palme beheizen, die Wärme bleibt gut drinn und die Feuchtigkeit kann durch das Flies entweichen.

Marcel

#28 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Olli 22.12.2016 15:55

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Hallo Marcel,

"Gitter" als Gerüst und Abstandhalter klingt gut. Was verwendest du dafür? Befestigst du Heizkabel am Gitter oder wie beheizt du überhaupt?
Wenn die höheren Pflanzenteile beheizt werden, warum schützt du nicht die ganze Pflanze so, sondern den unteren Bereich mit Laub?

Die Folie würde ich auch eher in kritischen Phasen anlegen und sonst zwecks Belüftung weglassen.

Grüße

Olli

#29 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von Marcel 22.12.2016 16:25

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Ich will ja keinen Turm Bauen. Gefällt mir optisch schon nicht.
Zum einen kann ich so den Boden um die Palme frostfrei halten, zum andern gehts mir vor allem um das Palmenherz. Es hat auch noch den Vorteil, dass bei noch nicht zu grosser Kälte noch Abwärme vom Boden hochsteigen und auch noch den oberen Teil erwärmen kann.

Das Heizkabel wickle ich um den Stamm(ansatz) bis nach oben an den Spitz der zusammen gebundenen Blätter.
Für den Konus benütze ich doppelte Luftpolsterfolie. Das Gitter ist so ein grünes Gitter mit dem man oft Rabatten abgenzt.

Auf diese Art und weise muss ich den Schutz nicht öffnen oder auseinander nehmen zum lüften. Ich mach das sicher schon 10 Jahre so und hatte noch nie Probleme mit Luftfeuchtigkeit.

#30 RE: Minimalwinterschutz für Phoenix can. sinnvoll? von René 22.12.2016 20:21

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Guten Abend

Na da scheint Aachen ja doch wärmer zu sein als Köln
Wir haben Phoenix canariensis draussen stehen im Kübeln und sie haben einige Nächte mit - 4 Grad sehr gut gemeistert ,bisher war keinerlei Schutz nötig

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