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#136 RE: Phoenix canariensis von halcyon84 10.09.2017 00:19

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Ganz tolle Phoenix habt ihr da.
@Agave
Deine schreit förmlich danach ausgepflanzt zu werden



Bei den Monstern kann ich nicht ganz mitstinken.
Hab nur Sämlinge

Klar kann man sich für kleines Geld eine Baumarktphoenix kaufen, aber selbst gesammelt oder gezogen ist unbezahlbar


Zum Fototermin mal eben rein geholt.


Diese rupicola habe ich verschenkt und ist deutlich grüner als meine, welche ausschließlich draußen steht , siehe erstes Bild.

Lerztere can hängt ein bisschen rum, hat aber aufgrund dessen durchaus Charakter
Hat einen leichten Korkenzieherwuchs, welcher durch leichtes abstützen durch den Stein nicht mehr ganz so schlimm aussieht. Das zweite Blatt ist wieder fast normal.

Meint ihr die kleinen vertragen kalte frostfreie helle Überwinterung?
Könnte aber halt bis 0-1 grad runter gehen ...
Alternative wäre beheizter Innenraum Westfenster 22 grad.

Hat noch jemand Phoenix Sämlinge?

Schönen Sonntag & Grüße,
Jerome

#137 RE: Phoenix canariensis von Olli 10.09.2017 19:32

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Hi,

ich berichte in den nächsten Tagen mal über den Stand meiner Phoenix.
Was mich interessieren würde: Wie verhindert ihr Dauerfrost im Schutz, wenn das UT auf z.B. -5°C eingestellt ist, aber "nur" -2, -3 oder -4°C erreicht werden?

Grüße

Olli

#138 RE: Phoenix canariensis von Agave 10.09.2017 20:39

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Zitat von halcyon84 im Beitrag #136
Ganz tolle Phoenix habt ihr da.
@Agave
Deine schreit förmlich danach ausgepflanzt zu werden [h2]


Nein nein , da ist sie mir zu wertvoll. Phönix braucht schon intensiven Schutz und guten Platz. Hätte ich einen Hof, der rundrum zu wäre, also keine Ostwinde, dann würde ich warscheinlich auspflanzen.

#139 RE: Phoenix canariensis von Olli 10.09.2017 21:15

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Hi Jerome,

in diesem Stadium habe ich die echten Dattelpalmen (Dactylifera) immer möglichst hell im Haus überwintert. Zimmertemperatur war kein Problem.

Grüße

Olli

#140 RE: Phoenix canariensis von Phoenix 11.09.2017 09:18

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Hallo @Olli,

als bei mir die Phoenix noch ausgepflanzt war, habe ich beim Winterschutz darauf geachtet möglichst viel Licht in den Schutz zu bekommen (Lupofolie und Wärmegitterfolie), so war gesichert, dass auch bei bedecktem Himmel und Minusgraden die Temperaturen leicht ins Plus gingen. Bei Sonne hatte es dann gleich gute 20°C im Schutz, was der Palme gut bekam. Da hier bei Dauerfrost meistens die Sonne scheint, war das kein Problem und auch bei bedecktem Himmel erreichten die Temperaturen zw. +3 und + 5°C. Auch bei den Trachys, die hier jedes Jahr eingepackt werden müssen, arbeite ich als Außenschutz mit dieser Gitter-und Lupofolie (innen Vlies oder Trittschalldämmung) und so habe ich auch hier so gut wie keinen Dauerfrost im Schutz. So habe ich auch einen Trachysämling vom Lago Maggiore ohne Heizung bis auf über 2m gebracht.

Viele Grüße Manne

#141 RE: Phoenix canariensis von pheno 11.09.2017 16:56

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Hey Olli,

genauso wie Manne es beschrieben hat mache ich's auch.
Auf der Innenseite des Baus Vlies außen 2 Schichten Lupo- Folie.
Auf Styropor verzichte ich damit Licht und Wärme in den Bau kommen.
Selbst bei Dauerfrost komme ich dann tagsüber auf 15 Grad, wobei ich dann regelmäßig lüfte damit es nicht dauerhaft warm ist.

LG Carsten

#142 RE: Phoenix canariensis von Olli 13.09.2017 17:23

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Hallo,

alles klar. In meinen Styrodurbauten fehlt diese deutliche Tageserwärmung und bei einer Einschalttemperatur von -5 oder -6°C könnte es leicht passieren, dass es zu Dauerfrost kommt. Sind sie erstmal im Schutz heize ich von 0°C bis +1°C. Das ist vielleicht etwas vorsichtig, aber energetisch macht es im Styrodurbau nicht viel aus.

Hier der aktuelle Stand meiner Phoenixpalmen.
Die vermeintlich "gut geschützten" und seit 2011 bzw. 2014 ausgepflanzten Palmen erlitten erstmals einen Schaden und verloren sämtliche Speere und jungen Wedel.
Die Ursache ist nicht ganz klar. Da sich an der Überwinterungsmethode nichts geändert hat vermute ich eher eine Unterkühlung im Herbst. Stefan_M zog auch einen Wurzelschaden durch Frost außerhalb des Schutzbaus als Ursache in Erwägung. Das halte ich zwar für unwahrscheinlich, kann es aber natürlich auch nicht sicher ausschließen. Ich werde ihnen in diesem Herbst jedenfalls weniger Frost zumuten. Immerhin treiben sie nochmal aus.
Die Laubschutzphoenix sieht trotz der unkonventionellen Überwinterungsmethode und der implizierten Wedelverluste inzwischen somit besser aus als die Vollschutzexemplare ;-)

Wiesenphoenix




Hüttenphoenix




Entwicklung der Laubschutzphoenix




Grüße

Olli

#143 RE: Phoenix canariensis von Agave 13.09.2017 18:37

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Zitat von Olli im Beitrag #142
Die Ursache ist nicht ganz klar. Da sich an der Überwinterungsmethode nichts geändert hat vermute ich eher eine Unterkühlung im Herbst.


Hi,
Unterkühlung ist gut.
Die Dattelpalme - auszupflanzen - ist für unsere Breitengrade im Grunde gar nicht geeignet. Überwinterung, SCHUTZ, muss dementsprechend sein, je nach dem WO man wohnt. Bereite ich die Palme gut auf den Winter vor durch Abhärtung, verhätschele ich die nicht, kann man ggf. den Winterschutz leicht vernachlässigen. Die individuelle und gewisse Frostverträglichkeit, die Palmen genetisch nun mal mit sich bringen, brauchen dann eben auch nun mal je nach dem WO man wohnt, Schutz. Bei mir hier wäre er einfach zu Aufwendig.

#144 RE: Phoenix canariensis von Olli 14.09.2017 15:02

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Hallo Agave,

dass Phoenix zur Gruppe der Vollschutzkandidaten gehört ist völlig klar. Darum habe ich mich auch lange Jahre mit einer Auspflanzung zurückgehalten.

Innerhalb dieser Gruppe ist sie aus verschiedenen Gründen für meine Region aber garnicht so schlecht geeignet. In der Anschaffung ist sie vergleichsweise günstig. Sie verträgt nasskalte Witterung ebenso problemlos, wie einzelne Nachtfröste bis ca. -5°C. Phoenix C. wächst schon bei mäßigen Temperaturen, kann im Winter zu einer Säule gebunden und längere Zeit dunkel gehalten werden. Schimmelbildung im Schutz oder sonstige Pilzerkrankungen sind kein Thema.

Meine teuerste Phoenix habe ich gestern als Restposten in einem Supermarkt für 7 € gekauft. Alle anderen waren billiger und sind halt im Laufe der Zeit etwas unhandlich geworden. Daher habe ich irgendwann doch begonnen, mit deren Auspflanzung zu experimentieren. Im Vergleich zu den Kaufpreisen sind die Schutzbauten recht teuer und aufwändig. Die Technik muss ständig überwacht werden. Daher kommen aktuell auch keine weiteren Schutzbauten infrage.

Die Laubschutzmethode liefert bislang respektable Ergebnisse. Dabei geht die Regeneration bei dem Klima hier wahrscheinlich sogar noch eher langsam voran. Bis Mitte Mai hatten wir gerade einmal drei Tage mit 20°C. Im August lediglich 3x 25°C und mehr. Im ganzen Jahr nur 2x 30°C und darüber.
Im Weinanbauklima, mit einem größeren Laubhaufen und vor einer Südwand hätte die Methode vermutlich noch ein ganz anderes Potential.

Ach ja: Stephan_M natürlich mit ph. - Sorry.

Grüße

Olli

#145 RE: Phoenix canariensis von Olli 14.09.2017 23:08

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´nabend,

ergänzend zu meiner Vermutung hinsichtlich der Entwicklung in einem wärmeren Umfeld hat Felix eben an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass im Vergleich zu meinen zwei Tagen über 30°C dort 33 Tage über 30°C registriert wurden. Ich denke, das hätte auch auf die Entwicklung der Phoenix sichtbare Auswirkungen gehabt.

Grüße

Olli

#146 RE: Phoenix canariensis von Felix 15.09.2017 09:20

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Moin,

Ich finde auch, dass die Phoenix sich sehr gut zum Auspflanzen eignet, ihre Schmuddelwetter-Resistenz ist sagenhaft. Wochenlanges Dauerherumlaborieren bei knapp über Null mit klammen, nassen Wurzeln steckt sie klaglos weg.
Hätte ich den Platz, ich würde sofort auspflanzen.

Gutes Wachstum bei kühlem Wetter stelle ich sogar bei meiner Kübelphoenix fest.
Immer wieder kaum zu glauben finde ich es, zu lesen/zu sehen (auf Fotos), wie gut dieses Kanaren-Gewächs z.B. selbst in Irland oder in Eureka, Kalifornien, gedeiht.
Eureka kommt in sämtlichen Sommermonaten nicht über durchschnittliche Tageshöchstwerte von knapp 17 Grad hinaus. Das sind über zehn Grad weniger als in Bozen oder Wien. Klar, frostfreie Winter, aber trotzdem, so völlig ohne Wärme.... erstaunlich.

Liebe Grüße
Felix

#147 RE: Phoenix canariensis von Kevin Schregi 16.09.2017 15:24

Hy Leute :)

Finde auch das sich eine Canariensis absolut zum Auspflanzen eignet , vor allem wegen der Pilzunempfindlichkeit wsl sogar noch besser als eine Butia :)
Hab diesen Sommer mal eine Baumarkt-phoenix ausgesetzt und bin gespannt wie ich die mit meinen üblichen Winterschutz durchbekomme :)

Das extrem Tolle an der Phoenix ist für mich die Wachstumsgeschwindigkeit und die Biegsamkeit der Wedel , da man da seeeeehr viel lnger mit nem kleinen Winterschutz auskommt :D
Außerdem bekommt man auch größere Exemplare für wsl schon um die 100 Euronen :D

mfg Kevin :)

#148 RE: Phoenix canariensis von Olli 30.11.2017 18:38

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`nabend,

so, keine Dummheit die man nicht begehen kann ;-)
Der Schutzbau der Wiesenphoenix wurde wieder abgebaut, die Palme ausgegraben, eingetopft und bei dauerhaft mind. 16°/17°C an ein helles Fenster gestellt. Die Heizung strahlt immer leicht in Richtung Topf. Ich hoffe, dass sie unter den Bedingungen frische Wurzeln treibt.

Warum die Aktion?
Wir haben hier lange nach dem besten Standort für ein Klettergerüst für "große Jungs" gesucht. Es lässt sich nicht leugnen, dass die Phoenix dafür im Weg stand.
Die Phoenix war angeschlagen und der Standort hat mich nie so richtig zufrieden gestellt, auch wenn er für Phoenix noch akzeptabel war. Er bot zwar zunächst genügend Platz, war aber eher halbschattig (Sonne immerhin ab Mittag) und bot keinerlei mikroklimatische Vorteile (wärmespeichernde Wände, Bodenbeläge...). Die Wiese kühlte immer schnell aus und vom Hang bekam sie immer zuerst und direkt die abfließende Kaltluft ab. Außerdem war der Boden dort im Winter immer völlig durchnässt - bis hin zu Staunässe - , weil aus verschiedenen Bereichen Regenwasser in die Richtung fließt/sickert.
Da zeigt eine Phoenix zwar noch deutliches Wachstum, aber vom Ideal war das eben auch weit entfernt. Daher wäre mir die Aktion bei anderen Palmen deutlich schwerer gefallen.
Aktuell sind ja immernoch drei ausgepflanzt, davon eine im Vollschutz und zwei unter Laub.



Grüße

Olli

#149 RE: Phoenix canariensis von Phoenix 01.12.2017 09:39

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Hallo Olli,

da habe ich keine Bedenken, dass die Phoenix keine frischen Wurzeln treibt, ich habe vor 2 Jahren eine Phoenix in deiner Größe im Oktober noch umgetopft (mit Wurzelschnitt), da sie derart aus dem Topf herausgewachsen war, dass man sie kaum noch gießen konnte. Danach wurde sie wie immer in einem halbwegs hellen Raum zwischen 5 und 10°C überwintert. Sie hat das bestens überstanden und ist sogar leicht weiter gewachsen. Ich wäre da eher vorsichtig mit zu warmer trockener Heizungsluft, aber 15 Grad müsste noch funktionieren. Ich kenne ein Beispiel aus einem Autohaus, wo eine gut 3m hohe Phoenix von einem Kunden über den Winter in die ca. 22 °C warme Ausstellungshalle gestellt wurde und bis zum Frühling sehr stark abgebaut hatte, ich glaube die gibt es nicht mehr.

Viele Grüße Manne

#150 RE: Phoenix canariensis von Olli 01.12.2017 20:58

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Hallo Manne,

danke.
Ich habe die beschädigten Wurzeln im Wohnzimmer ca. zwei Stunden antrocknen lassen. Danach habe ich sie im Topf gut gewässert. Für das erforderliche Wurzelwachstum brauche ich vermutlich eher warme Temperaturen, wobei die am Standort meist vorherrschenden 16/17°C ausreichen müssten, da diese im Freiland vermutlich nur selten erreicht werden.
Bei nass + kalt hätte ich jetzt doch bedenken. Durch den "Frühjahrsschaden" fehlen im Zentrum sicherlich sechs Wedel (treiben gerade nach), wodurch die Blattoberfläche insgesamt nicht so groß ist. Ich habe aber dennoch überlegt, weitere Altwedel wg. der trockenen Luft zu entfernen. Andererseits wurde hier ja auch schon die Meinung vertreten, dass Palmen im Zweifel selbst Altwedel abbauen und daher keine vorsorgliche Reduzierung nach Umpflanzung erforderlich wäre.
Mit intakten Phoenix hatte ich nie Probleme, wenn sie bei zu starkem Frost in "Zimmertemperaturbereiche" geholt wurden.

Grüße

Olli

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