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#106 RE: Phoenix canariensis von Olli 20.04.2017 09:21

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Hallo Stephan,

danke. Ein großflächigerer Schutz schadet ganz bestimmt nicht. Aber selbst die Annahme, die oberflächennahen Wurzeln wären außerhalb des geschützten Bereichs geschädigt würde für mich noch keinen Schaden an der Pflanze erklären.
Inklusive des gemulchten Bereichs kommt man auf eine geschützte Fläche von mind. 80x80cm - also größer als die allermeisten Kübel und tiefer sowieso. In diesem Bereich, sowie bei sämtliche tiefer verlaufende Wurzeln außerhalb dieses Bereichs hat Frost keine Rolle gespielt. Es wären also nur wenige % der Wurzelmasse betroffen. Jeder Wurzelschnitt bei einer Pottphoenix verursacht deutlich größere Schäden im Verhältnis zur Gesamtwurzelmasse.

Aktuell tut sich nicht viel. Wachstum ist nicht zu erkennen. Das ist bei den Temperaturen aber auch wenig verwunderlich. Die sich gerade öffnenden Speere sind weiterhin schlaff, aber nicht braun oder deutlich vertrocknet.
Ich habe noch keine Ahnung, wohin sich die Sache bei wärmeren Temperaturen entwickeln wird.

Grüße

Olli

#107 RE: Phoenix canariensis von Stephan_M 20.04.2017 19:07

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Hi @Olli ,

ohne dass ich es "beweisen" könnte:

Aber ich denke, dass sich die Wurzeln der Phoenix ausgepflanzt völlig anders entwickeln, als bei einem getopften Exemplar.

Geschätzt würde ich sagen:

Auch in der "Breite" würde ich mindestens die Länge der Fieder als "Wurzelradius" und idealerweise auch als "Schutzradius" erwarten! 80 x 80 cm reicht als Wurzelschutz bei Deinen "Riesen" m.E. nicht mehr aus ...

Meine Phoenix mückert derzeitig auch ein wenig. Ich befürchte, dass momentan einfach zu viel Licht in der "Luft" und zu wenig Wärme im Boden ist. Eher gelbliche Fieder sind bei mir das Ergebnis.

Bei Dir ist es dann vielleicht auch eine Kombi aus geschädigter Wurzelmasse + zu kaltem Boden.

Wie auch immer:

Good Luck!

Grüße

Stephan

#108 RE: Phoenix canariensis von Olli 23.04.2017 20:56

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Hallo Stephan,

die Wurzeln im Freiland entwickeln sich bestimmt anders als im Kübel, wo sie schnell sehr dicht werden. Phoenix entwickelt ja ein sehr umfangreiches und tiefes Wurzelsystem. Insofern bin ich nach wie vor der Meinung, dass bei theoretischen Erfrierungen an der Oberfläche außerhalb des geschützten Bereichs nur ein äußerst geringer Teil der Gesamtwurzelmasse betroffen sein kann. Dennoch kann man natürlich erwägen, zukünftig z.B. einen etwas größeren Bereich zu mulchen. Da kommt schnell ein weiterer Quadratmeter Fläche zusammen und je weiter man sich vom Stamm entfernt, desto dünner dürfte das Wurzelaufkommen werden.

Aktuell wirkt es auch eher so als wenn die Phoenix schlichtweg noch nicht wieder in den Quark gekommen ist und die jungen und vom Wind aufgefächerten Wedel noch nicht im Saft stehen. Ähnlich deinen Beobachtungen ist es wohl einfach noch zu kalt. Und wie Stefan Trier schon über seine Washi schreibt, so braucht auch die Phoenix hier immer etwas Anlauf, um dann im zweiten Sommerhalbjahr deutlich zuzulegen.
Eine Verschlechterung des Zustandes ist glücklicher Weise nicht festzustellen.

Grüße

Olli

#109 RE: Phoenix canariensis von Olli 09.05.2017 22:07

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Hi,

aktuell vertrocknet an der Hüttenphoenix der jüngste, halb geöffnete Wedel. Ansonsten keine eindeutigen Schäden feststellbar. Speere etc. aktuell grün und fest. Bei der Wiesenphoenix sind die jüngsten, halb geöffneten Wedel nach wie vor eher etwas schlapp.
Bin mal gespannt, was jetzt mit steigenden Temperaturen passiert.

Gegen die "Wurzelschadentheorie", die ja grundsätzlich interessant ist, spricht meiner Meinung nach noch, dass die in unterschiedlichen Jahren gepflanzten Palmen die Symptome jetzt im gleichen Jahr zeigen, während z.B. die Laubschutzphoenix kerngesund ist. - Und wie gesagt können außerhalb des Schutzradius höchstens oberflächennahe Wurzeln betroffen sein, was sicherlich nicht wünschenswert ist, mir aber zur Erklärung bei Phoenix nicht reicht. Zumal das Wurzelsystem der 2011 gepflanzten Hüttenphoenix nicht innerhalb eines Jahres deart verändert oder empfindlicher geworden sein sollte und Phoenix selbst starken Wurzelschnitt recht gut verkraftet.
Etwas Anderes wäre es natürlich, wenn ein größere Wurzelschaden unbekannter Ursache vorläge.

Evtl. haben die Palmen im Herbst doch ein Grad mehr Frost abbekommen als in den Jahren zuvor und zeigen erst jetzt die Symptome. Das würde auch zum Schadbild passen.
Eine eindeutige Erklärung habe ich jedenfalls noch nicht.

Grüße

Olli

#110 RE: Phoenix canariensis von Agave 09.05.2017 22:13

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Zitat von Olli im Beitrag #109
Evtl. haben die Palmen im Herbst doch ein Grad mehr Frost abbekommen als in den Jahren zuvor und zeigen erst jetzt die Symptome. Das würde auch zum Schadbild passen


Denke eher das dieses Jahr der MÄRZ insgesamt zu WARM war und APRIL folgend nachts viel zu frostig! Unsere einheimischen Pflanzen haben einen Vegetationspunkt um die 2- 3 ° tropische um 12° . Meine, die seid März draußen ist, im Topf, fängt auch langsam an gelb stichig zu werden...

#111 RE: Phoenix canariensis von Stephan_M 09.05.2017 22:38

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Nabend Freunde,

bei mir das umgekehrte Bild, die ältesten Wedel bauen m.E. derzeitig zu schnell ab. Ich kann mir das nur so erklären, dass die Sonneneinstrahlung zu hoch ist, während der Boden noch immer viel zu kalt ist, um von den Wurzeln ausreichend "Nährstoffe" ziehen zu können. Mein Schutz misst 2,40 x 2,40 m. Wurzelschäden durch Frost kann ich bei mir definitiv ausschließen.

Insoweit könnte ich mir wie @Agave ebenfalls vorstellen, dass der frühe Vegetationsbeginn im März sich derzeitig nicht gerade positiv auswirkt ...

Ich mache drei Kreuze, wenn es ab Donnerstag hier endlich wärmer wird!

@Olli: Der Unterschied zur Laubphoenix könnte doch gerade darin liegen, dass der Wurzelbereich bei der "Kleinen" komplett geschützt war. Während das bei den größer gewordenen Exemplaren nicht mehr der Fall war. Dann diese hässliche Märzwärme. Und die nun schon seit Wochen andauernde Bodenkälte. Hmm...

Grüße

Stephan

#112 RE: Phoenix canariensis von Olli 10.05.2017 21:32

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Hi,

hier der vertrocknete junge Wedel der Hüttenphoenix (Mitte rechts).
NOCH sieht der Rest recht gut aus, aber ich befürchte nun doch, dass evtl. noch weitere Schäden - z.B. an den Speeren - sichtbar werden.



Ich kann natürlich nicht gänzlich ausschließen, dass Stephan Recht hat. Aber wenn man bedenkt, welche Wurzelschäden bei einer Umpflanzung von Trachys oder Phoenix recht problemlos verkraftet werden halte ich mögliche oberflächliche Wurzelschäden außerhalb des Schutzbereiches wie gesagt nicht für eine ausreichende Erklärung.

Grüße

Olli

#113 RE: Phoenix canariensis von Olli 22.05.2017 22:16

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Guten Abend,

die Altwedel der beiden Phoenix präsentieren sich inzwischen wieder deutlich ansehnlicher als noch vor einigen Wochen. Das Blassgrün ist weitgehend einem vitalen Grasgrün gewichen. - Leider wohl ein Pyrrhussieg, da die Speere langsam aber stetig eintrocknen. Ziehen kann man sie noch(!) nicht.
Schlimmer als die geschädigten Speere ist aber die Tatsache, dass bislang kein Wachstum festzustellen ist.
Ich deute das mal so, dass die Wurzeln ihre Arbeit machen, die Meristeme aber deutlich geschädigt sind.
Wäre natürlich schön, wenn wenigstens eine der Beiden doch noch die Kurve kriegt.
Als Ursache fällt mir bislang nur die Möglichkeit einer Unterkühlung im Herbst ein. Eine bessere Erklärung habe ich noch nicht gefunden.

Grüße

Olli

#114 RE: Phoenix canariensis von Olli 03.06.2017 11:21

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Moin,

hier die Laubschutzphoenix direkt nach dem Auspacken und aktuell. Durch den kalten Aprill hat nennenswertes Wachstum erst im Mai eigesetzt.
In wärmeren Regionen (bei Aramis...) und mit einem größeren Laubhaufen wäre sie wohl schon deutlich weiter. Allerdings finde ich auch so, dass sie auf dem Weg zu einer ansehnlichen Optik z.B. mit der Entwicklung der Basjoos recht gut Schritt hält.





Grüße

Olli

#115 RE: Phoenix canariensis von Aramis 03.06.2017 12:28

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Hey Olli

Sehr schön, wirkt mit diesem saftgrünen starken Austrieb besser als eine hellgrüne Pheonix mit allen Wedeln
Konnte gerade erst dem gleichen Experiment bei mir widerstehen, sind sogar bei uns billig so kleine Pheonix... ;)

LG Aramis

#116 RE: Phoenix canariensis von Aramis 03.06.2017 12:32

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... wobei ich nicht sicher wäre, wie gut sie diesen Winter überstanden hätte... man sieht nämlich aktuell gut, wie stark dieser Winter bei uns war; zum Teil stark zurückgefrorene Feigen und Trachys... bei mir aber alles ok, nur die Humilis hat mit den Schäden an den Petiolen zu kämpfen...

#117 RE: Phoenix canariensis von Olli 03.06.2017 13:34

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Hallo Aramis,

letztlich wird es auf die Größe des Laubhaufens ankommen. Ist der groß genug, sollte es auch in einem härteren Winter innen frostfrei bleiben. Ich würde - wenn möglich - zusätzlich mit Schnee isolieren.
Also in deiner Hanglage ist ein Styrodurvollschutzbau wohl auch nicht überall leicht anzubringen und zu verkabeln? Wenn man sich des Risikos und der "schlechten" Optik im Frühjahr bewusst ist kann man aber wohl ruhig eine kleine günstige Phoenix riskieren.

Grüße

Olli

#118 RE: Phoenix canariensis von Aramis 03.06.2017 15:25

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Hey Olli

Vor allem müsste ich für eine Verkablung 300m Kabel über die Strasse und über eine Brücke verlegen

LG Aramis

#119 RE: Phoenix canariensis von Olli 01.07.2017 11:54

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Hallo,

meine beiden geschädigten Freilandphoenix können sich leider noch nicht richtig entscheiden, wie es weitergeht. Die Altwedel scheinen ganz gut versorgt zu werden. Die eine schiebt offenbar etwas, wie ich an der Markierung der jüngeren Wedel sehen kann. Allerdings konnte ich die Speere ziehen und neue konnte ich noch nicht sichten.
Bleibt wohl nur, zumindest bis zum Herbst abzuwarten.





Grüße

Olli

#120 RE: Phoenix canariensis von Aramis 01.07.2017 12:13

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Hey Olli

Die werden hoffentlich und wahrscheinlich wieder... was macht denn die Kompostpheonix?

LG Aramis

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