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#91 RE: Phoenix canariensis von Ennie 06.03.2017 20:41

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Zitat von Nrico im Beitrag #89
Interssant wäre natürlich auch, wenn man die kompletten Wedel erhalten könnte. Vielleicht oben wie eine Zwiebel zusammenbinden. Drahtgestell (wie ein Silo) drumherum und bis oben mit Laub auffüllen. Schwierig wird's natürlich nur damit, wie man dann an's obere Ende des Silos kommt, um das Laub einzufüllen ...


Bei größeren Exemplaren wäre dieser Aufwand nur bei stromlosen Grundstücken sinnvoll. Ansonsten ist es mit Heizkabel oder Heizlüfter deutlich bequemer und zeitsparender.

Ah, Felix war schneller....

Mit einer richtig stabilen Holzkiste drumherum wäre meiner Meinung nach das Vandalismusrisiko vertretbar.

#92 RE: Phoenix canariensis von Agave 06.03.2017 20:53

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Zitat von Ennie im Beitrag #91
Ansonsten ist es mit Heizkabel oder Heizlüfter deutlich bequemer und zeitsparender.



Nicht nur das, auch wenn man eine größere auspflanzen möchte, denke eher so viel sicherer verpackt wäre. Habe ja auch eine Phönix die über 4 m hoch ist, noch im Topf und glaube nur mit Laub der Schutz "viel zu lau" wäre. Letzter Dauerfrost hat hier sogar meine basioo erstmalig! (1 m x 1m mit Laub gefüllt) runter frieren lassen. Für mich käme der Laub_Schutz dann für meine große Phönix nicht in Frage.



#93 RE: Phoenix canariensis von Kai-Uwe 06.03.2017 20:53

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Guten Abend @Nrico ,

Zitat von Nrico im Beitrag #89: Schwierig wird's natürlich nur damit, wie man dann an's obere Ende des Silos kommt, um das Laub einzufüllen ...
Es soll auch in Deutschland so etwas wie Leitern geben ...
Liebe Grüße
Kai-Uwe

#94 RE: Phoenix canariensis von Olli 06.03.2017 21:18

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Hallo Felix,
wie schon erwähnt sehe ich im öffentlichen Bereich Freibäder und Badeseen auch als besonders interessante mögliche Einsatzorte für diese Methode an.
Laub fällt dort im Herbst meistens ohnehin reichlich an. Über den Winter stört sich niemand an dem Laubhaufen und bevor die Badesaison ihren Höhepunkt erreicht sehen die Palmen längst wieder besser aus als die meisten halbtoten Kübelpalmen. Dafür entfällt die Schlepperei an einen geeigneten Überwinterungsort sowie das Umtopfen. Gießen muss man eine Phoenix nach einem Jahr im Freiland in der Regel auch nicht mehr.

Hallo Enrico,
beim Zusammenbinden der Wedel muss man natürlich darauf achten, dass sich möglichst keine Hohlräume oder gar "Kanäle" von Außen zur Schutzmitte bilden. Auch durch zusammensackendes Laub können sich unter den einzelnen Wedeln Hohlräume bilden. Ich habe daher versucht, diese mit leichtem Druck aufzufüllen.

Hallo Ennie,
ich hatte einfach keine Lust auf einen weiteren verkabelten Schutz und wollte wissen, was die Phoenix so mitmacht. Natürlich hat diese Schutzform auch Nachteile. Zumindest bräuchte man im Idealfall einen ziemlich großen Laubhaufen und körperliche Arbeit ist es auch. Andereseits suche ich das Laub im Herbst ohnehin zusammen und muss es dann eigentlich nur noch an die Phoenix kippen. Der Schutz erfordert praktisch keine finanzielle Investition, keinen Stromanschluss und keinen Lagerplatz im Sommer - vom Draht mal abgesehen. Auch technische Defekte oder Stromausfälle sind hier ausgeschlossen.

Hallo Agave,
für eine schöne Erstauspflanzung ist der Laubschutz eher nicht die erste Wahl. Ich habe ja selbst zwei Phoenix in Styrodurschutzbauten, die mit Heizkabeln per UT geschützt werden. Das jetzige Experiment kam eher dadurch zustande, dass sich hier im Laufe der Zeit doch einige Restpostenphoenix angesammelt hatten und ich keine Lust auf weitere Vollschutzbauten habe.
Für meine Vollschutzphoenix könnte bei größerer Höhe z.B. eine Variante des von Ennie vorgestellten Minimalschutzes in Betracht kommen.

Hallo Kai-Uwe,
also um eine größere Phoenix komplett zu schützen braucht man wohl schon einen gewaltigen Laubhaufen und muss über den Winter ordentlich nachlegen, weil das Laub hier z.B. etwa um die Hälfte zusammensackt.
Aber zu dem Experiment gehört ja auch die Beobachtung der Regeneration. Eine Phoenix dauerhaft komplett zu schützen - so wie die von Ditmar aus dem Allgäu - wird die Möglichkeiten oder den Willen der meisten Exotengärtner deutlich übersteigen. Wachstumszentrum und Wurzelbereich mit Laub zu schützen dürfte hingegen recht einfach sein. Ob es dann dauerhaft zu einer halbwegs zügigen und optisch befriedigenden Regeneration kommen kann ist auch interessant.

Grüße

Olli

#95 RE: Phoenix canariensis von Nrico 07.03.2017 11:47

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Zitat von Kai-Uwe im Beitrag #93
Guten Abend @Nrico ,

Zitat von Nrico im Beitrag #89: Schwierig wird's natürlich nur damit, wie man dann an's obere Ende des Silos kommt, um das Laub einzufüllen ...
Es soll auch in Deutschland so etwas wie Leitern geben ...
Liebe Grüße
Kai-Uwe


Hey @Kai-Uwe,

das war mir schon klar. Aber irgendwann braucht man dann sicher'ne Hebebühne, oder so ... ;)

@Olli

Ja, die Hohlräume zwischen der zusammengebundenen Wedelzwiebel (deshalb zwiebelförmig, da dadurch ja die Höhe und der Biegeradius der Wedel redizuiert werden könnte, allerdings nicht der Umfang ... ;) ) müsste man dann natürlich ebenfalls mit Laub auffüllen. Zusammensacken der Laubschicht ist natürlich immer ein Problem, da hast du recht. Vielleicht bietet sich ja dann dafür Stroh an ...(?) :)

LG
Enrico

#96 RE: Phoenix canariensis von Olli 07.03.2017 15:47

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Hallo Enrico,

das Laub sackt ja deshalb so zusammen, weil es verrottet und dabei auch die nötige Wärme für den Kern des Schutzes produziert. Hält man das Material zu trocken oder setzt weniger schnell verrottendes Material ein, dann sackt es zwar nicht so zusammen, produziert aber auch weniger Wärme. Keine Ahnung, wie gut das funktioniert.

Grüße

Olli

#97 RE: Phoenix canariensis von Aramis 07.03.2017 17:17

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Hey Olli

Dafür bleibt ohne Zusammensacken mehr Luftpolster übrig, die isolieren...
Weiss auch nicht, ob in einer Dauerfrostphase irgendwelche Bodenorganismen noch arbeiten...

LG Aramis

#98 RE: Phoenix canariensis von Agave 08.03.2017 19:31

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Zitat von Olli im Beitrag #94
Hallo Agave,
für eine schöne Erstauspflanzung ist der Laubschutz eher nicht die erste Wahl. Ich habe ja selbst zwei Phoenix in Styrodurschutzbauten, die mit Heizkabeln per UT geschützt werden. Das jetzige Experiment kam eher dadurch zustande, dass sich hier im Laufe der Zeit doch einige Restpostenphoenix angesammelt hatten und ich keine Lust auf weitere Vollschutzbauten habe.
Für meine Vollschutzphoenix könnte bei größerer Höhe z.B. eine Variante des von Ennie vorgestellten Minimalschutzes in Betracht kommen.


Danke @Olli ,
das ist für unsere alten Phönix unsere Breiten - wie von Ennie praktiziert, dann wohl eher der Schutz und die Realität und als Alternative!
LG

#99 RE: Phoenix canariensis von Olli 08.04.2017 09:26

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Hallo,

ausgerechnet meine beiden Vollschutzphoenix entwickeln sich derzeit garnicht gut. Sie wirken insgesamt blass und wenig vital. Insbesondere die halb geöffneten Speere weisen eine Tendenz zum Vertrocknen auf.

Beispiel Vollschutzphoenix Wiese. Der Gesamteindruck nach dem Winterschutz war in Ordnung. Einige Wedelspitzen überraschenderweise braun.


Die halb geöffneten Speere präsentieren sich aktuell so: Sie sind völlig schlaff, saft- und kraftlos.


Zum Vergleich die zurückgefrorene Laubschutzphoenix. Viel mehr als das Zentrum ist nicht übrig geblieben. Das sieht dann aber wenigstens so aus: In Farbe und Haptik eher "knackig/vital".


Besonders ärgerlich: Ich experimentiere ja ganz gerne mal herum und bin dann auch bereit, Rückschläge einzustecken. Ausgerechnet bei den beiden Vollschutzphoenix war das nun aber überhaupt nicht so gedacht. Die Hüttenphoenix ist seit 2011 ausgepflanzt, die Wiesenphoenix seit 2014. Seitdem wurde der Schutz nur mal (vor zwei Jahren) in der Höhe verändert und die Heizleistung angepasst. Seit einigen Jahren beheize ich nicht mehr von -1°C bis 0°C sondern von 0°C bis +1°C. Über Kontrolleuchten konnte ich das regelmäßige Schalten des UTs in Frostphasen - wie immer - gut beobachten.
Auch die einzelnen Nachtfröste im Herbst um -4°C stellen keine Veränderung zu anderen Jahren dar und der Styroduschutz war auch nicht länger geschlossen als in anderen Jahren.
Leider fällt mir also überhaupt keine Veränderung der Bedingungen im Vergleich zu den bisher völlig(!) problemlosen Überwinterungen ein. Das ist für mögliche Nachpflanzungen blöd, weil ich bislang nicht weiß, was ich verändern muss.
Erstmal sehen, wie sich die Sache weiter entwickelt.

Grüße

Olli

#100 RE: Phoenix canariensis von cranberry72 08.04.2017 10:25

Hallo Olli,

Ich konnte das Phänomen mit zu hellen, Schlappen neuen Blättern und weichem Speer auch bei meiner parajubaea torrelyi beobachten. Und die war im Treppenhaus, den ganzen Winter lang. Da war bestimmt nie weniger als 10 Grad. War ganz hinten wo es am dunkelsten war.

Vielleicht war der Schutz bei deinen zu lange geschlossen und sie haben schon Licht gebraucht weil sie schon wuchs?

Sie werden sich sicher erholen. Da hab ich bei meinen in Kroatien schon schlimmeres gesehen.

LG Silvia

#101 RE: Phoenix canariensis von Olli 08.04.2017 20:30

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Hi Silvia,

danke.
Die Schutzbauten waren nur in Frostphasen geschlossen. Da werden es kaum mal 5°C im Bau gewesen sein.
Wie gesagt: In den letzten Jahren ist mir das nie so aufgefallen.
Evtl. war es im November - als der Schutz noch nicht stand - nachts doch mal ein Grad kälter als in den Vorjahren. Das ist aber reine Spekulation. Mir ist nicht bekannt, dass sie unter -5°C gefallen sind.

Grüße

Olli

#102 RE: Phoenix canariensis von Stephan_M 09.04.2017 09:02

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Moin @Olli,

das ist ärgerlich! Da Du schon größere Exemplare hast. Wie groß ist dein Schutz in der Grundfläche? Phoenix sind ja "Wurzelmonster". Ist es denkbar, dass der Frost von außerhalb des Schutzbaus angreifen konnte? Hättest Du um den Schutz herum gemulcht o.ä.?

Gruß

Stephan

#103 RE: Phoenix canariensis von Olli 09.04.2017 23:01

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Hi,

danke für die Rückmeldung. Noch ist unklar, in welche Richtung sich die Sache entwickelt.
Der Schutzbau hat seit 2011 bzw. 2014 (2. Phoenix) das Grundmaß der Styrodurplatten von etwa 60x60cm. Zusätzlich wird gegen Eindringen des Frostes und zur Abdichtung mit je einem Sack Rindenmulch außen angefüllt. Da im Schutz nie Frost herrschen dürfte und der Winter hier erneut nicht besonders hart ausgefallen ist, können die allermeisten Wurzeln nicht geschädigt sein. Immerhin hat die Hüttenphoenix so auch den Februar 2012 ohne Anzeichen von Schäden gemeistert und alle Wurzeln die in die Tiefe gehen sind garantiert nicht vom Frost betroffen.

Die schlaffen Jungwedel sind natürlich zusätzlich vom Wind aufgefächert worden. Dennoch sind sie so definitv nicht in guter Verfassung. Aber kein Vergleich zum Verlust 2010 (?), als eine Phoenix naxch ganz leichtem Dauerfrost kurz nach dem Schutzabbau schnell die vertrockneten Speere verlor und dann einging.
Bin sehr gespannt, welche Schäden letztlich bleiben.

Nachtrag: Der Frost ist hier in diesem Jahr ohnehin nur wenig in den Boden vorgedrungen und er erreicht dort dann ja nicht annähernd die Luftfrosttemperatur. Also mit dem Thema dürften 95% der Wurzeln nicht ansatzweise in Kontakt gekommen sein.

Grüße

Olli

#104 RE: Phoenix canariensis von Stephan_M 10.04.2017 11:29

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Mahlzeit @Olli ,

damit sind wir in Sachen "Ursachenforschung" aber noch nicht wirklich weiter gekommen...

Ausgehend von der Frage "Was hat sich im Vergleich zu den Vorjahren verändert?" hast Du beim Schutz ja keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen.

Geändert hat sich vermutlich die Größe der Pflanze. Und sehr wahrscheinlich auch die Ausdehnung der Wurzeln, nicht nur in die Tiefe. Ehrlicherweise halte ich bei solchen "fetten Teilen", wie Du sie besitzt, eine frostfreie Grundfläche von nur 60 x 60 cm für arg knapp bemessen. Hast Du über den Winter mal gemessen oder geschaut, wie sich die Bodentemperaturen bei Euch außerhalb des Schutzes dargestellt haben?

Hier kann man das immer recht gut nachvollziehen

Ohne das wir das wahrscheinlich abschließend klären können. Ich würde zukünftig auf jeden Fall etwas großflächiger mulchen...

Grüße

Stephan

#105 RE: Phoenix canariensis von Agave 10.04.2017 20:48

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Zitat von Olli im Beitrag #99
ausgerechnet meine beiden Vollschutzphoenix entwickeln sich derzeit garnicht gut. Sie wirken insgesamt blass und wenig vital. Insbesondere die halb geöffneten Speere weisen eine Tendenz zum Vertrocknen auf.


Drum Olli,
hätte ich zu viel Angst meine große Phoenix canariensis auszupflanzen, da bei uns hier auch oft der Wind im Vorgarten im Winter durch pfeift. Deine steht auch frei, nichts an zusätzlichem Schutz vor eiskaltem Wind gibt - eben mitten auf der Weide, nichts was diesen abhält!
Manche haben die Phoenix canariensis von allen Seiten geschützt mitten im Hof wo kein Wind weht, auch Bäume rundum geben ein anderes Klima und zusätzlich Schutz.

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