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#61 RE: Phoenix canariensis von Stephan_Trier 24.05.2016 11:50

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Zitat von Nrico im Beitrag #60
Hey Stephan, dafür ja dann der Abschnitt mit meiner Methode drunter ... ;) Die ist ja ähnlich der vom Olli ...

Ja, habe ich gesehen! Sollte ja auch keine Kritik sein. Zumindest nicht an Dir...

...sondern vielleicht eher am Frankfurter Grünflächenamt, das sich eventuell mal überlegen sollte, ob die „offene“ Methode, wie sie Olli getestet hat, wie Du sie praktizierst, und, wie sie (in leicht abgewandelter Form) wohl auch in Leverkusen zum Einsatz kommt, speziell für die Jubaea nicht vielleicht doch besser geeignet wäre. Im direkten Vergleich auf Bildern sieht die Rheindorfer Jub jedenfalls deutlich überzeugender aus als die in Frankfurt.

#62 RE: Phoenix canariensis von Nrico 24.05.2016 11:57

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Ich denke, von der Methode mit Kiste drumherum mal abgesehen, ist der wichtigste Faktor das Laub. Im Wald werden ja auch z.B. Jungpflanzen durch die enstehende Laubschicht im Herbst automatisch geschützt ... Mal außen vorgelassen, dass einheimische Gehölze bei uns wohl auch ohne Laubschicht winterhart sind ... ;)

Werde übrigens im Oktober für ein paar Tage in Frankfurt aM sein. Da schaue ich mir natürlich den Nizza Park und auch den Palmengarten mal an ... Bin ja gespannt, was die Palmen und Pflanzen so für einen Eindruck machen, was Zustand und Wachstum betrifft ...

#63 RE: Phoenix canariensis von Stephan_M 24.05.2016 14:08

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Mahlzeit Freunde,

die von @Olli angestellten Überlegungen scheinen vielversprechend zu sein.

Mit ner kleinen Trachy werde ich das mit Karnickeldraht und Laubfüllung einfach mal ausprobieren. Butia sollte wegen der Feuchtigkeit problematisch sein? Oder einfach mit ein bisschen Folie abdecken, damit es nicht durchfeuchtet? Meinungen?

Gruß

Stephan

#64 RE: Phoenix canariensis von Olli 24.05.2016 15:44

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Hallo Leute,

danke für die Rückmeldungen.
Nun würde ich aber nicht gleich nach dem einen - recht milden - Winter dazu raten, sämtliche Palmen fortan nur noch mit Laub zuzuschütten.
Wie schon vermutet wurde werden nicht alle Palmen damit so entspannt umgehen wie die Phoenix. Butia hätte auch mit Folie wohl ein zu feuchtes und pilzanfälliges Klima. Das ist für den wärmespendenden Verrottungsprozess ja auch nötig.
Außerdem ist einem eine "komplette" Palme nach dem Winter ja doch lieber als ein austreibender Stumpf. Mehrere Palmen inklusive der Wedel mit Laub zu schützen wird wohl schnell schwierig.

Für "zusätzliche" Auspflanzungen oder aber "schwierige Standorte" scheint die Sache mal einen Versuch wert zu sein. Ich würde es jetzt aber nicht gleich übertreiben.
Ein Washiversuch würde mich auch interessieren. Wer fängt an?

Grüße.

Olli

#65 RE: Phoenix canariensis von Stephan_M 24.05.2016 16:05

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@Olli ,

ach wat, kleine Trachy kostet kein Vermögen. Versuch macht klug!

Washi hab ich leider nicht...

Grüße

Stephan

#66 RE: Phoenix canariensis von Nrico 24.05.2016 16:11

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Kleine Trachys brauchen wir nicht mehr probieren. Habe ich ja schon die letzten Jahre so gemacht. Waren komplett (locker) mit Laub "zugeschüttet" - keine Verluste bisher! :)

Kann auch gern mal ein Foto nachreichen.

Bei großen Palmen macht dann eh eine andere Methode dann Sinn. Aber bei Chamaerops z.Bsp., die eh durch langsameres Wachstum sehr lange kleiner bleiben, kann man schon eher mal drüber nachdenken ...

LG
Enrico

#67 RE: Phoenix canariensis von Stephan_M 24.05.2016 16:13

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@Nrico

TOP, Danke!

Gruß

Stephan

#68 RE: Phoenix canariensis von Nrico 24.05.2016 16:20

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Allerdings habe ich sie auch erst so eingepackt, als für mehrere Nächte Minusgrade angesagt wurden ... Als es unter -10°C ging noch Vlieshaube drüber.

#69 RE: Phoenix canariensis von Stephan_M 24.05.2016 16:41

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Deshalb werde ich die Temperatur im Laubhaufen überwachen. Wenn es eng wird, werde ich handeln!

#70 RE: Phoenix canariensis von Stephan_Trier 24.05.2016 21:40

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Zitat von Olli im Beitrag #64

Nun würde ich aber nicht gleich nach dem einen - recht milden - Winter dazu raten, sämtliche Palmen fortan nur noch mit Laub zuzuschütten.
Wie schon vermutet wurde werden nicht alle Palmen damit so entspannt umgehen wie die Phoenix.

Hallo Olli!

Keine Sorge! Bei der Washi käme ich nicht auf die Idee. Wäre mir dann doch deutlich zu heikel, nachdem ich sie jetzt fünf Winter gehätschelt habe. Außerdem sollte zumindest einen Winter die Kiste wohl noch passen. Und die ist ja da und schnell aufgebaut.

Und für die Beiden, für die ich mit der Methode liebäugele, ist es halt die Alternative zu keinem Schutz. Sollte dann also in jedem Fall die Bessere sein. ...wobei da ja „austreibender Stumpf“ nicht so das Thema sein sollte. Wedelverluste gab’s ja nicht. Bei einer Temperaturentwicklung aber, die solch Ungemach selbst bei Jubaea und Trachy befürchten lässt, werde ich sicher nicht nur mit Laub schützen!

#71 RE: Phoenix canariensis von Lanzagrote 03.06.2016 23:14

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Zitat von Stephan_M im Beitrag #63
Mahlzeit Freunde,

die von @Olli angestellten Überlegungen scheinen vielversprechend zu sein.

Mit ner kleinen Trachy werde ich das mit Karnickeldraht und Laubfüllung einfach mal ausprobieren. Butia sollte wegen der Feuchtigkeit problematisch sein? Oder einfach mit ein bisschen Folie abdecken, damit es nicht durchfeuchtet? Meinungen?

Gruß

Stephan




Hallo zusammen, eine gewisse Euphorie bei neuen Schutzmethoden für gewisse Pflanzen an den Tag zu legen kann ja auch nicht schaden und weckt den Entdecker- Geist in einem jeden von uns, nur sollte man bei dem hier gezeigten Versuch auch bedenken, dass es sich um eine Phönix C. handelt, die, wie wahrscheinlich bekannt, mit Dunkelüberwinteung bestens klar kommt.
Für viele andere Palmen gilt das natürlich nicht und sie würden nach einer Monate langen Periode in absoluter Finsternis bei plötzlich aufkommendem Sonnenlicht regelrecht " verbrennen" und dementsprechend abbauen...der Phönix hingegen macht das absolut überhaupt nichts aus.
Natürlich hilft es unserem Forschergeist, ein solches Unterfangen wie hier geschildert an kleinen Palmen anderer Art zu testen um die entsprechenden Erfahrungen zu sammeln....
Ich bin gespannt, wie es weitergeht und freue mich über die weitere Berichterstattung.
Beste Grüße und schönes Wochenende, Sascha

#72 RE: Phoenix canariensis von Olli 16.08.2016 09:40

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Hi,

Peter Jakob Kühn im Rheingau hat seit ca. 15 Jahren eine Phoenix ausgepflanzt, die er von jemandem zur Pflege bekommen hatte.
Im Winter kommt ein Haus aus Doppelstegplatten drum, was aber eher so nach Bauchgefühl ab und an mit einem Heizlüfter beheizt wird:




Zu meinem kleinen "Laubschutzexperiment": Zur Erinnerung nochmal der Zustand nach dem Auspacken in diesem Frühjahr:



Aktuell bietet sich dieser Anblick:



Der Zuwachs ist ganz ansprechend, aber es dauert halt doch eine Zeit, bis der Stumpf wieder nach Palme aussieht. Allerdings lag sie da gar nicht sooo weit hinter den Basjoos zurück, die ja auch erstmal wieder ihre Optik aufbauen müssen. Zudem entspricht das Klima hier leider nicht dem im Rheingau oder ähnlich sommerwarmen Regionen, in denen sicherlich noch ein besseres Wachstum zu verzeichnen wäre.
Angesichts des äußerst mäßigen Sommers hier und der wenig einfühlsamen Schutzmethode zeigt das Ergebnis aber mal wieder, warum Phoenix anderswo auch schon mal als Unkraut bezeichnet wird ;-)

Grüße,

Olli

#73 RE: Phoenix canariensis von Jubi 16.08.2016 11:26

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Hi @Olli,
na die hat sich doch ganz gut wieder erholt. Kann mich noch gut an dein Experiment aus dem letzten Winter erinnern.
Hast du schon eine Ahnung wie sie diesen Winter geschützt werden soll.
Gruß Jubi

#74 RE: Phoenix canariensis von Schechinger 16.08.2016 12:46

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Hallo Olli,

ich finde auch dass die sehr gut aussieht.
Mal sehen wie das die nächsten Winter funktioniert.

Gruß Claus

#75 RE: Phoenix canariensis von Olli 17.08.2016 11:11

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Hallo Jubi, hallo Claus,

diese Phoenix wurde extra für das "Laubschutzexperiment" ausgepflanzt, daher wird sich an der Schutzmethode aktuell nichts ändern.
Ich denke letztlich wird es einfach von der Größe des Laubhaufens abhängen, ob sie auch einen härteren Winter halbwegs übersteht.
Die Regeneration hat ganz gut funktioniert. Vielleicht also auch einen Versuch wert bei Leuten, denen die Kübelphoenix zu groß wird, die sich einen aufwändigen und verkabelten Winterschutz aber überhaupt nicht vorstellen, umsetzen oder bezahlen können oder wollen.

Kurz zu den Entstehungsumständen:
Phoenix Canariensis ist mir über die Jahre immer mal wieder irgendwie "zugelaufen", wobei die günstigste Palme 1,85 € kostete und die teuerste 5,99 € - meistens halt arme Restposten, zu deren Rettung ich mich verpflichtet fühlte. Finanziell also alles kein Risiko. So entstand im Laufe der Zeit ein "leichter" Überschuss, zumals die Dinger ja auch nicht kleiner werden.
Zwei größer gewordene Kübelexemplare habe ich bei ersten Auspflanzversuchen verloren. Bei der einen reichte die Heizleistung wohl nicht aus. Die andere scheiterte vermutlich an geringem Dauerfrost.
Die 2011 und 2014(?) ausgepflanzten Exemplare gedeihen nun nach den vorherigen Fehlschlagserfahrungen gut.
Zwei Pottphoenix sind noch bei meinen Eltern geparkt. Eine habe ich selbst noch im Topf und eine ist halt seit dem letzten Jahr für das Laubschutzexperiment ausgepflanzt.

Weitere aufwändige Winterschutzmaßnahmen kommen hier aktuell nicht infrage. Sollten die Trachys auch mal wieder geschützt werden müssen wird das bei den inzwischen erreichten Größen schon ein ziemlicher Tanz und die beiden anderen ausgepflanzten Phoenix werden mit den Jahren auch nicht leichter zu schützen. In Sachen Schutzaufwand ist für mich aktuell das Ende der Fahnenstange erreicht.
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Grüße,

Olli

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