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#31 RE: Phoenix canariensis von René 18.03.2016 22:18

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Hi Olli

ich würde sagen ,Deine Überwinterung ist voll gelungen

#32 RE: Phoenix canariensis von Olli 18.03.2016 22:35

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Hallo René,

dann müsst ihr wohl für neue "eyecatcher" sorgen.
In welcher Preisklasse lagen die denn bei euch und wer waren die Kunden? (Eher "Privatkunden" oder "Beachbarbetreiber"? Sollen die eher ausgepflanzt werden, oder im Kübel bleiben?)

Grüße.

Olli

Ach ja: Was die Überwinterung angeht, klappt das mit Phoenix seit 2011 gut. Hoffentlich gibt es nicht doch nochmal unberechenbare Hindernisse mit der Technik, Wühlmäusen etc. Bei aller Vorsorge gibt es ja immer eine gewisse Unberechenbarkeit.

#33 RE: Phoenix canariensis von René 18.03.2016 23:43

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Hallo Olli

Das war jetzt ein Privatkunde ,er stellt sie in einen Innenhof nahe einer Hauswand ,dort befindet sich ein Pool ,habe ihn drauf hingewiesen das sie nicht winterhart sei etc....das alles war im klar .
Sie ging für 800 euro raus und die nächste Phoenix geht ende März raus .

#34 RE: Phoenix canariensis von Olli 25.03.2016 10:47

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Hallo,

vor Jahren gab es Berichte über vermeintlich tote und auf dem Kompost entsorgte Palmen, die im kommenden Sommer dann munter aus dem Kompost herauswuchsen.
Zudem gab es das Thema "Dunkelüberwinterung Phoenix" in dem dokumentiert wurde, wie erstaunlich gut Phoenix C. mit langen, dunklen Überwinterungsphasen zurecht kommt.

Daher habe ich im letzten Sommer eine dritte Phoenix ausgepflanzt (eine vor Jahren gekaufte Restpostenpflanze). Ich wollte ausprobieren, wie gut Phoenix C. eine Überwinterung mittels "Kompostmethode" übersteht.
Ein Problem bestand darin, dass man das Laub nicht erst kurz vor einem Wintereinbruch anfüllen kann, weil dann der wärmespendende Kompostierungsvorgang wahrscheinlich nicht rechtzeitig in Gang kommt. Daher musste ich die Phoenix recht früh anfüllen und habe sie erst in der letzten Woche - nach mehr als drei Monaten - wieder befreit.
Da der Laubhaufen nicht sehr hoch war, war klar, dass die Wedel weitgehend zurückfrieren werden. Auf den Rest war ich sehr gespannt: Alles Matsche oder tatsächlich Leben?

Der Laubhaufen mit dem "Kern" der kleinen Phoenix darunter:


Nach dem Auspacken:


Das Ergebnis könnte unter diesen Bedingungen wohl nicht besser sein und es ist wahrscheinlich, dass durch höheres Anfüllen weitere Teile der Wedel überlebt hätten.
Der Winter war nun nicht besonders hart, aber bei mehrmals mehrtägigem Dauerfrost und Temperaturen unter -8°C hatten die aus dem Haufen ragenden Wedel nicht den Hauch einer Chance.
Erstaunlich in jedem Fall, wie gut Phoenix mit der mehr als dreimonatigen Dunkelheit unter einer matschigen Kompostschicht zurecht gekommen ist.
Wohin einen die Erkenntnisse bringen und was da in einem härteren Winter oder mit einem höheren Laubhaufen möglich ist, kann ich noch nicht sagen.
Spannend finde ich es allemal. Und vielleicht verteilt Marc ja jetzt an diversen Stellen in Düsseldorf Phoenixsamen, um die Pflänzchen dann im Herbst jeweils mit Laub zuzudecken ;-)

Grüße.

Olli

#35 RE: Phoenix canariensis von Marc Werner 25.03.2016 17:46

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Zitat von Olli im Beitrag #34
Und vielleicht verteilt Marc ja jetzt an diversen Stellen in Düsseldorf Phoenixsamen, um die Pflänzchen dann im Herbst jeweils mit Laub zuzudecken ;-)



Moin Olli Du Spaßvogel!

Nö, ich verteile nur Samen in Düsseldorf, die ''meiner Meinung'' nach eine Chance haben, sich hier zu etablieren.

Diesen Winter ist ja das Trachyprojekt entstanden, wo ich viele ''tausende'' Samen verteilt habe!

Das Pojekt wird mit Chamaerops, Pinus Pinea, Korkeiche weiter ausgedehnt in den nächsten Jahren, jedoch komme ich hier leider noch nicht an anständige Mengen Samen zu einem angemessenen Preis!

Ich bin dies Jahr erst einmal gespannt, ob einige der Trachysamen keimen werden und vor allem den Sommer überleben werden...


Wieder zu Deinem Thema:

Sehr interessant, ich hätte dafür sogar einen eigenen Thread bezüglich Winterhärte aufgemacht. Rein logisch, warum sollte es nicht funktionieren, wenn es auch bei diesen verletzlichen Bananen klappt mit dieser Methode. Jedoch finde ich positv überraschend, dass Dein Stamm immer noch gut aussieht, obwohl er feucht stand. Das ist beeindruckend. Ich habe bei mir die Erfahrung gemacht, dass weder kanarische und kretische es mögen, auch nur minimal mit dem Stamm im Boden zu sein und sehr schnell beginnen die äußeren Wedel zu verlieren.

#36 RE: Phoenix canariensis von René 25.03.2016 19:08

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Hi

Ich habe es auf die Weise auch schon mal an einer meiner Chamaerops humillis praktiziert ,mit Erfolg

#37 RE: Phoenix canariensis von Olli 26.03.2016 20:05

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Hallo,

Chamaerops finde ich interessant. Eins meiner ausgepflanzten Exemplare hat aktuell so schon Probleme mit einem Blattpilz. Unter einem "Komposthaufen" hätte ich mit der Art z.B. Bedenken gehabt. Ebenso mit Butia oder Washi. Ich würde die Palmen da nicht mit einer Basjoo gleichsetzen. Phoenix C. scheint insgesamt schon sehr robust zu sein und gilt in den südliche Ländern daher auch gerne mal als Unkraut.

Grüße.

Olli

#38 RE: Phoenix canariensis von Lanzagrote 27.03.2016 11:16

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Hallo Olli, cooles Projekt, oder eher gesagt Projekt-Versuch....
Scheint gut funktioniert zu haben, die nun aufkommende Frage ist allerdings, wie lange die Phönix braucht um wieder Substanz aufzubauen so dass sie auch wieder wie eine Palme aussieht.
Wenn sie bis September braucht um dann im Oktober wieder im Laub zu verschwinden, dann wäre das nichts für mich.
Bin gespannt, wie es weiter geht....
Beste Grüße und frohe Ostern,
Sascha

#39 RE: Phoenix canariensis von g-aus-nrw 27.03.2016 15:50

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Hallo,

ich habe mein Phoenix canariensis am Gründonnerstag aus dem Winterschlaf geholt. Für meine Begriffe sehen sie gut aus wie auch in den letzten Jahren.



das rechte Bild ist vom 27.03.2016

Gruß
Gustav


http://palmen-in-duempten.npage.de

#40 RE: Phoenix canariensis von Olli 27.03.2016 17:28

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Hallo Gustav,

freut mich, dass erneut Alles so gut gelaufen ist.
Auch die Yucca ist wirklich imposant.

Hallo Sascha,

ja, es war erstmal nur so ein Versuchsballon. Meine beiden "ernsthaft" ausgepflanzten Phoenix werden ja völlig anders geschützt.

Erstaunlich finde ich, wie gut eine Phoenix Monate unter einer matschigen Kompostschicht übersteht. Die nicht abgefrorenen Wedel sehen grasgrün und fast jungfräulich aus. Ein höherer Laubhaufen hätte offensichtlich entsprechend größere Teile der Pflanze erhalten, sodass die Optik weniger gelitten hätte. So ist die Palme natürlich erstmal geschwächt und unansehnlich.

Aufgrund dieser Erfahrung könnte man z.B. irgendwo am - natürlich privaten - Waldrand eine Phoenix auspflanzen, im Herbst unter einem großen Laubhaufen begraben und im Frühling wieder auspacken. - Also an Standorten experimentieren, an denen die Stromversorgung kompliziert ist.
Und wer keine Lust auf elektrische Winterschutzmaßnahmen hat kann z.B. offenbar auch einen Styrodurturm um eine zusammengebundene Phoenix bauen und diesen mit Laub befüllen. - Ähnlich, wie das einige Exotengärtner mit ihren Basjoos machen, um die Scheinstämme hoch zu erhalten.

Grüße.

Olli

P.S.: Ergänzend sei nur hinzugefügt, dass diese Experimentierphoenix eher in der Peripherie steht. Somit hat sie zwar nicht die ganz optimalen Standortbedingungen, aber die Optik ist an dieser Stelle völlig egal.

#41 RE: Phoenix canariensis von René 28.03.2016 21:32

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Hallo Gustav

Freut mich sehr das Deine Pflanzen es gut überstanden haben ,alles richtig gemacht
Hast Du deine Yucca auch geschützt und wenn ja wie ?

#42 RE: Phoenix canariensis von g-aus-nrw 29.03.2016 15:47

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Hallo René,

Ja, ich schütze auch meine Rostrata. Um den Wurzelballen habe ich ein 25 Watt Silikon-Heizkabel beim einpflanzen gelegt, damit trockne ich im Herbst die Erde um den Ballen ab. Ansonsten wird gegen Regen und Schnee geschützt.




Gruß
Gustav


http://palmen-in-duempten.npage.de

#43 RE: Phoenix canariensis von René 29.03.2016 22:11

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Hallo Gustav

Vielen Dank ,geniale Konstruktion
Hast Du Holzstützen in die Erde in Einschlaghülsen ?
Und auch Sturmsicher ?
Ich hbe meine Yucca rostrata auch vor Regen und Schnee geschützt ,Erdreich blieb noch vom Sommerregen relativ feucht ,ich denke das wichtigste ist ein trockener Schopf .
Heizkabel verwende ich bei ihr nicht

#44 RE: Phoenix canariensis von Olli 17.05.2016 21:32

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Hallo,

bereits jetzt hat die mit der Kompostmethode geschützte Phoenix recht gute Fortschritte gemacht:

Nach dem Auspacken:


Aktuell:


Grüße.

Olli

#45 RE: Phoenix canariensis von Lutz DD 17.05.2016 22:07

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Hi Olli, wart´s mal ab wenn es richtig warm wird, dann geht die bestimmt ab wie ´ne Rakete

Gruß Lutz

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