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#151 RE: Phoenix canariensis von Marc Werner 09.12.2017 03:31

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Moin Olli,

sehr schade mir der Phoenix! Aber mach Dir wegen der Wurzeln keine Sorgen! Meine kretische Dattelpalme hat damals innerhalb von 6 Monaten, mein riesiges Weinfass komplett durchwurzelt, und das damals trotz auspflanzen im Winter, somit war ihre reine wurzelungsphase maximal 3-4 Monate. Und das ohne die Zugabe jeglicher Auxin- oder anderer Wurzelhormone!

Aber trotzdem schade, wird das Wachtum erst mal wieder 1 bis 2 Jahre zurückwerfen.

#152 RE: Phoenix canariensis von Olli 10.12.2017 12:59

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Hallo Marc,

sie war aktuell ja eh ein Pflegefall und hat sich - vermutlich wegen des ungünstigeren Mikroklimas - nicht so schnell erholt wie die Hüttenphoenix. Vielleicht kann ich mit ihr an einem geeigneteren Standort nochmal neu starten. Dann wäre die Aktion unter dem Strich vielleicht gar nicht so schlecht für die Palme.
Man muss dennoch festhalten, dass sie sich in den paar Jahren trotz des nicht gerade optimalen Standorts insgesamt recht gut entwickelt hatte. Eine Jub hätte an der relativ kühlen Stelle wohl nur sehr wenig Zuwachs gehabt.
In dem noch teilweise unverfüllten Pflanzloch hat sich inzwischen etwas Wasser gesammelt, was meinen Eindruck des doch sehr (winter-) nasssen Standorts unterstreicht.

Grüße

Olli

#153 RE: Phoenix canariensis von Olli 16.01.2018 16:14

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Hallo,

hier ein Bild von heute vom Ex-Standort der geschädigten und ausgegrabenen Phoenix (Beiträge 142 und 148).
Wie schon vermutet ist der Standort insbesondere im Winter sehr nass. Vielleicht hat auch das zu dem in Beitrag 142 gezeigten Schadbild beigetragen?! Jedenfalls ließ sie sich für meinen Geschmack viel zu leicht ausgraben und ein Großteil der alten Wurzeln schien hinüber zu sein.
Insofern war die Aufgabe des Standorts möglicher Weise kein Fehler.
Vielleicht sollte ich es da besser mal mit Seerosen versuchen?



Grüße

Olli

#154 RE: Phoenix canariensis von KleinerSkink 16.01.2018 17:34

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Ne, wenn dann exotisch... Lotos?

#155 RE: Phoenix canariensis von Phoenix 16.01.2018 17:40

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Hallo Olli,

ich glaube auch, da hast du auf jeden Fall das richtige gemacht, dass du die Phoenix von diesem Standort befreit hast, aber vorher sieht man eben nicht wie die Bodenverhältnisse wirklich sind. Für Palmen ist dieser Standort auf jeden Fall zu nass, ich denke da würde sich nicht mal mehr ne Trachy wohlfühlen. Aber da das Loch ja nunmal schon da ist, würde ich hier eine Trauerweide hinpflanzen, die es ja bekanntlich nass mögen und ich finde, diese Bäume haben was, aber natürlich nur wenn genug Platz vorhanden ist und die Anschaffungspreise halten sich hier auch in Grenzen.

Viele Grüße Manne

#156 RE: Phoenix canariensis von Aramis 16.01.2018 17:50

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Ich habe schon gehört, dass man in den südlichen Länder Eukalyptus als Entwässerer in Sümpfen eingesetzt hat...
Eine Kopfweide wäre halt auch noch hübsch und brächte ein bisschen Farbe im Winter...

#157 RE: Phoenix canariensis von pheno 16.01.2018 19:26

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Richtig Aramis,

ne schön geschnittene Kopfweide liebt nasse Füße und hat sogar etwas Ähnlichkeit mit nem olivenbaum

#158 RE: Phoenix canariensis von Olli 16.01.2018 19:38

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Hallo,

danke für die Tipps.
Das Loch steht nicht ständig mit Wasser voll, aber halt immer wieder.
Der Grund für die Entfernung der Phoenix war, dass dort ein Klettergerüst für die Kinder hin soll (Ninja Warrior Art ;-). Das ist unbestritten der beste Standort dafür. Insofern wird das Loch verfüllt und nicht neu bepflanzt.

Mal sehen, ob die Phoenix sich im Pott erholt und ob ich sie an anderer Stelle wieder auspflanze. Aktuell juckt mich Jub ja auch nochmal. Die könnte (als Alternative zur Phoenix) an einem geeigneteren Standort erstmal 5m hoch werden bevor sie evtl. stört. Das muss man zwar vorher bedenken, aber dahin muss man auch erstmal kommen.

Grüße

Olli

#159 RE: Phoenix canariensis von Stephan_M 17.01.2018 08:08

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Guten Morgen,

"nasse Füße" scheint mir jetzt auch an Hand eigener Erfahrungen plausibel zu sein:

Ich hatte mich ja für die Kompostierung meiner ersten Phoenix entschieden, nachdem die Pflanze nach ihrem zweiten Winter aus für mich unerfindlichen Gründen auf einmal vor sich hin kümmerte. Die war top geschützt, frostfrei im riesigen Schutzbau...

Wenn ich Ollis Erfahrungen sehe, kommt auch bei mir eigentlich nur zu viel Feuchtigkeit in der kalten Jahreszeit als Schadensursache in Betracht:

Ich hatte ja mehrfach berichtet, dass ich hier ziemlich fetten und im Winter auch oft klatschnassen Boden habe. Vor allem auch deswegen, weil unter der Mutterbodenauflage eine beinahe undurchdringliche Ton- und Lehmschicht folgt. Deshalb auch Schichtenwasser hier allerorten. Und kein Keller, um z.B. eine Ensete herkömmlich bei 10-12 Grad zu überwintern.

Und eine "Kleinigkeit" habe ich auch erst Anfang diesen Winters geändert. Ich hatte genau in diesem Schutzbau leider vorher auch noch ein Problem mit "Tropfwasser". Weil die Folie auf dem Dach wohl bei einem vergangenen Märzfeuer zur Entsorgung des Baum- und Strauchschnitts durch Funkenflug einen wegbekommen hat. Insoweit ist das wohl nie richtig trocken geworden, zumal im Winter eher schattiger Standort und Feuchtigkeit auch von den Seiten reindrückt.

Auf Grund von Hinweisen hier im Forum habe ich mich auch erst dieses Jahr dazu durchgerungen, möglichst konsequent horizontal zu lüften. Das heißt "Durchzug" indem ich auf der Nord- und Südseite jeweils eine Styrodurplatte entferne....

Hin und her:

Ich denke, zu viel Feuchtigkeit im Wurzelbereich könnte für Phoenix in der kalten Jahreszeit möglicherweise ein Problem sein...

Grüße

Stephan

#160 RE: Phoenix canariensis von Olli 17.01.2018 08:41

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Hallo Stephan,

ich denke Phoenix ist unseren Bedingungen gegenüber insgesamt recht tolerant, aber die "Mangrovensumpfbedingungen" an diesem speziellen Standort bei Temperaturen von dauerhaft knapp über 0°C könnten dann doch eine Spur zuviel sein. Vielleicht hat das bei deiner Phoenix auch eine Rolle gespielt.

Die Hüttenphoenix war ja im letzten Jahr ebenfalls stark geschädigt. Sie dürfte vom Boden her grundsätzlich zwar etwas günstiger stehen als die alte Wiesenphoenix, bekommt im Wurzelbereich aber dafür zusätzlich jede Menge Ablaufwasser vom Dach der Gartenhütte ab. Vielleicht sollte ich da noch eine kleine Dachrinne installieren...
Allerdings steht sie dort schon seit 2011 und Schäden zeigten sich im vergangenen Jahr erstmals. Da müsste man noch mal gucken ob es deutlich nasser war als in den Jahren zuvor.
Also ohne es genau zu wissen ist das zumindest eine Möglichkeit, wodurch die Schäden evtl. begünstigt oder hervorgerufen wurden.

Bei den anderen Palmenstandorten dürfte das Problem - abgesehen vom vielen Niederschlag - so nicht bestehen. Ich habe allerdings schon überlegt, z.B. den Wurzelbereich der größeren Olive etwas vor Niederschlägen zu schützen. Angelehnte Platten wurden glaube ich irgendwo genannt. Schaden würde das in einem niederschlagsreichen Winter wie diesem jedenfalls nicht. Insgesamt ist der Bioden hier auch sehr lehmig.

Grüße

Olli

#161 RE: Phoenix canariensis von Lanzagrote 17.01.2018 09:17

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Guten Morgen Olli,
Das kommt mir alles sehr bekannt vor mit dem feuchten Boden...
Hier in unserer Gegend stand teilweise auch Wochenlang das Wasser kurz unter der Erdoberfläche so wie auch heute schon wieder nachdem es jetzt wieder knapp 3 Tage lang Niederschläge gegeben hat, heute sogar mal mit etwas Schnee dabei...

Obwohl ich sogar eine Drainage in 60 cm Tiefe im ganzen Garten liegen habe die am Ende in ein Fass läuft, das Automatisch abgepumpt wird, scheint der Boden bei mir generell sehr undurchlässig zu sein unduldsam Wasser braucht ewig, bis es die drainageschicht erreicht ...

Den beiden Phönix macht das wohl bis jetzt noch nichts aus, da mache ich mir eher noch sorgen um Jub und Butia...







Beste Grüße Sascha

#162 RE: Phoenix canariensis von KleinerSkink 17.01.2018 09:18

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Das mit den Platten war ich im Wetterthread. Funktioniert super, handhabe ich auch in feuchten Sommern so, da bekommen dann auch die Citri Natursteinplatten in ihre Töpfe, man muss dann aber beachten, dass es möglichst helle Steine sind, da die Sommersonne einem sonst die Wurzeln gart.

Ist das in dem Loch denn bereits Grundwasserniveau oder einfach nur nicht ablaufendes Regenwasser?

#163 RE: Phoenix canariensis von Lanzagrote 17.01.2018 09:23

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Bei meinem Bild ist es nicht absackendes Regenwasser, wobei auch der Grundwasserspiegel hier sehr hoch ist und sich durchschnittlich in einem Meter tiefe befindet.

#164 RE: Phoenix canariensis von Olli 17.01.2018 12:27

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Hallo,

bei mir ist es auch nicht das Grundwasser, aber vom hinter dem Standort gelegenen kleinen und sehr nassen Hang (Seite 7, 1. Bild in Beitrag 99) sickert immer wieder Wasser in den Bereich, sodass es dort eigentlich dauerfeucht ist. Im Sommer ist das natürlich ganz praktisch, aber im Winter wohl etwas zu viel des Guten.

Grüße

Olli

#165 RE: Phoenix canariensis von Olli 05.03.2018 20:03

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´nabend,

wenn das Fell juckt...
Ich habe heute bei meiner jüngeren Laubschutzphoenix das Laub entfernt.
Interessant: Rundum war das Laub zu einem ca. 20cm dicken Schutzpanzer gefroren. Der Kern war zum Glück frostfrei. Vielleicht aber kein großer Nachteil, die Pflanze aus diesem Kühlschrank geholt zu haben. Leichter Nachtfrost ist nur sehr vereinzelt in Sicht und die Tageserwärmung recht deutlich.
In einem härteren Winter müsste man aber einen größeren Laubhaufen oder eine zusätzliche Isolierung anbringen.
Hier eine Woche Dauerfrost mit einem Tagesmaximum von ca. -8°C am kältesten Tag und knapp -12°C in der kältesten Nacht.







Schön, dass es auch in diesem Winter funktioniert hat. Er war ja etwas härter als die vorangegangenen, in denen ich den Laubschutz ausprobiert hatte.

Die anderen Laubschutzhaufen lasse ich aktuell wie sie sind. Diesen einen kann ich notfalls nochmal recht unkompliziert schützen. An Höhe ist ja traditionell nicht viel übrig ;-)

Grüße

Olli

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