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#1 Winterschäden nach -12,5 ? von Stefan86 16.02.2016 11:00

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Hallo Leute,

mitte Januar hatten wir einmal -12,5 sowie 2-3 mal -10, am Tag allerdings immer Plus.
Im gesamten Winter vielleicht 1 mal Dauerfrost.
Zuerst dachte ich: oh nicht schlecht, alle die -12 super weggesteckt, nun aber bin ich mir nicht mehr sicher...
Das waren heuer eben die kältesten Temperaturen seit ich Exoten ausgepflanzt habe, deshalb hatte ich noch nie schäden, doch schaut selbst:

Bei der Basjoo ist durch den Wind der Winterschutz weggeweht und nun ist da nur noch ein Haufen Stroh; die wird hinüber sein.
Die Palmen sehen ähnlich aus wie nach letztem Winter:


Von nahem sieht das aber deutlich schlechter aus. Fast alle Blätter sind so zusammengefaltet und eher grün-bräunlich. Erholen sich die Blätter? (Der Speer sitzt fest)


Die Olive hat bei fast allen Blättern ein Schadbild:


Viele Blätter (30%) sehen sogar so aus: (Das wird wohl nichts mehr?):


Zwergpalme aber hat die Minusgrade scheinbar am besten gemeistert (vielleicht weil sie direkt vor einer Hecke steht)


Ich bitte um etwas Aufklärung


Lg Stefan

#2 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von Claus Abraham 16.02.2016 11:26

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Hallo Stefan,

keine Panik, Trachy und Chamaerops sehen völlig okay aus. Leicht gefaltete Blätter können schonmal vorkommen bei Sonnenschein und kaltem Boden. Vorsichtshalber solltest du bei Plusgraden mal schauen ob der Boden feucht genug ist, dann gibt sich das wieder wenn die Sonne nicht scheint.

An der Olive sind Battschäden nach den Temperaturen normal, die wird aber im Frühjahr neue Blätter bekommen.

Die Basjoo auf keinen Fall abschreiben. Die wird im Frühjahr aus dem Rhizom neu austreiben.

Grüße
Claus

#3 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von Wittekind 16.02.2016 11:29

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@Stefan86
Blattschäden sehen wie schwarze münzgroße längliche Punkte aus. An dieser Stelle ist die Struktur beschädigt. Als wenn hier etwas "aufgeplatzt" ist. Manchmal ist das Gewebe an dieser Stelle gerissen. Die einzelnen "Blattstreifen" werden braun. Bei elementaren Schäden riecht die Pflanze nach frischem Heu. Den Speer kann man erst viel später ziehen, wenn sich die Fäule durchgesetzt hat. Das Einrollen der Blätter ist normal. damit schützt sich die Pflanze, auch bei Wassermangel.

Ich bin mir sicher, dass die Experten in diesem Forum noch viel besser helfen können, aber ich sehe für Deine Trachys nicht "schwarz". Blattschäden ja, aber nicht substanziell.

#4 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von RePu_Wolfgangsee 16.02.2016 11:56

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Hallo Stefan,

das mit den Trachys hab ich dir schon erklärt...., das ist kein Winterschaden das ist ein Versorgungsproblem was aber bei höheren Bodentemperaturen wieder großteils verschwinden wird. Mit Bittersalz kannst du etwas nachhelfen wenn dich die Färbung so stört.
Bei zukünftigen Pflanzungen würde ich den Boden etwas aufbereiten.
Die Olive wird viele Blätter verlieren und in sofern keine Rindenplatzer zu sehen sind wird sie zeitnah neue Blätter bilden und wieder wie zuvor aussehen.
Die Chamerops beweist bei geeignetem Klima doch sehr frosthart zu sein, die var. Cerifera wäre wie schon gesagt für dein Klima optimal.

#5 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von Olli 16.02.2016 14:39

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Hallo Stefan,

ob sich bei Chamaerops später noch Schäden zeigen - z.B. in Form von Speerverlust - kann man jetzt noch nicht sagen.
Ansonsten sehe ich es ähnlich wie die anderen. Ist bei der Olive die Rinde aufgeplatzt sieht es schlecht aus. Ansonsten treibt sie wieder durch.

Grüße.

Olli

#6 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von René 19.02.2016 19:46

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Zitat von Olli im Beitrag #5
Hallo Stefan,

ob sich bei Chamaerops später noch Schäden zeigen - z.B. in Form von Speerverlust - kann man jetzt noch nicht sagen.
Ansonsten sehe ich es ähnlich wie die anderen. Ist bei der Olive die Rinde aufgeplatzt sieht es schlecht aus. Ansonsten treibt sie wieder durch.

Grüße.

Olli


Also eigentlich sieht man schon direkt ob was an der Chamaerops oder nicht ,-12,5 Grad ist schon gerade an der Grenze ,aber schaun wir mal wies später aussieht

#7 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von René 19.02.2016 19:49

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Hallo @Stefan86

Kannst Du evtl.nochmal ein Bild von Deiner Trachy einstellen ?
Ich finde sie sieht schon etwas merkwürdig aus

#8 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von Stefan86 03.04.2016 12:02

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Hallo,

kleines Update:
von mir aus gesehen haben alle Pflanzen den Frost vertragen und sehen jetzt relativ gut aus.

Die Basjoo zeigt noch gar keine Regung, musste sie bis auf 5cm runterschneiden.Kein bisschen grün obwohl Kirschen und Pfirsich schon blühen.
Die Olive hat über den Winter mit Winterschnitt ca. 50% der Blätter verloren, und verliert immernoch welche und zeigt keinen Austrieb...
Müsste sie nicht jetzt erste Blätter bekommen wenn alles andere schon blüht und grünt?

Lg

#9 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von Stephan_Trier 03.04.2016 15:58

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Zitat von Stefan86 im Beitrag #8

Die Basjoo zeigt noch gar keine Regung, musste sie bis auf 5cm runterschneiden.Kein bisschen grün...

Ooops!

Auch ganz in der Mitte keinerlei vitales Gewebe?
Wieviel stand denn den Winter über? Und wie hast Du geschützt?

#10 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von Claus Abraham 03.04.2016 17:59

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Hallo Stephan,

selbst wenn alle Stämme oberirdisch bis zum Boden erfroren sind, was nach -12,5°C durchaus sein kann, dann wird sie etwa im Mai aus dem Rhizom wieder austreiben. Wird dann dieses Jahr halt nicht so groß werden.

Grüße
Claus

#11 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von Stefan86 03.04.2016 21:51

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Auch ganz in der Mitte keinerlei vitales Gewebe?
Wieviel stand denn den Winter über? Und wie hast Du geschützt?[/quote]

Den Winterschutz der großen hat der Wind im Januar weggeweht, dann hab ich nichts merh gemacht, folglich kein Winterschutz.
Die kleine habe ich mit Laub geschützt und Kübel drüber.. Leider war der Stamm auch braun nach dem rausholen..
Und das nach einmal -12 und keinen Dauerfrost...

#12 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von Stephan_Trier 04.04.2016 08:08

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Zitat von Stefan86 im Beitrag #11

Den Winterschutz der großen hat der Wind im Januar weggeweht, dann hab ich nichts merh gemacht, folglich kein Winterschutz.

Gut, komplett ohne Schutz gibt es natürlich bei -12 keinerlei Chance. Auch wenn es nur kurz ist. Bei mir haben ein paar Nächte zwischen -4 und -7 gereicht, um alles, was frei rausgeschaut hat, zu matschen.

Was mich allerdings wundert, ist das mit der Kleinen. Nach meiner Erfahrung übersteht alles, was von Laub umgeben ist, zumindest kurze Einwirkdauern unbeschadet. Da war es bei Euch dann wohl insgesamt doch etwas länger „frisch“, oder?

#13 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von Stefan86 04.04.2016 13:13

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Der Dezember hatte keinen Dauerfrosttag,
einmal -9, sonst immer so -5.
Am Tag im Schnitt +8 Grad.

Der Januar war ein durchschnittlicher Januar.
Einmal -12,5 und dreimal -10.
Am Tag gab es 2 mal Dauerfrost von -0,5.
Am Tag Schnitt +5 Grad.

Der Februar war mild, mit grade mal 15 Tagen wo es Minus temps gab, bei minimum vob -7.
Am Tag im Schnitt ca. +9 Grad.

März gabs keinen Frost mehr, nur ganz gering..

#14 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von Stefan86 04.04.2016 13:53

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#15 RE: Winterschäden nach -12,5 ? von Stephan_Trier 04.04.2016 16:34

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Zitat von Stefan86 im Beitrag #13
Der Dezember hatte keinen Dauerfrosttag,
einmal -9, sonst immer so -5.
Am Tag im Schnitt +8 Grad.

Der Januar war ein durchschnittlicher Januar.
Einmal -12,5 und dreimal -10.
Am Tag gab es 2 mal Dauerfrost von -0,5.
Am Tag Schnitt +5 Grad.

Der Februar war mild, mit grade mal 15 Tagen wo es Minus temps gab, bei minimum vob -7.
Am Tag im Schnitt ca. +9 Grad.

März gabs keinen Frost mehr, nur ganz gering..

Naja, wie gesagt: Bei frei stehenden oberirdischen Teilen von Musa Basjo gibt es bei den geschilderten Temperaturen, erst recht in der Summe, keinerlei Überlebenschance. Da ändert auch die Tageserwärmung nichts dran. Das ist ja nicht wie bei in sich festen Palmenblättern, dass da, was nachts kristallisiert war, tags wieder regenerieren kann. Was bei Basjo einmal durchgefroren war, ist hin.

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