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#1 Palme für Mittelfränkische Winter ... von Gisela 13.11.2015 22:06

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.... , welche Palme würde sich dafür frei ausgepflanzt eignen?

Bei uns wird es im Winter oft ziemlich kalt, in den letzten Jahren tlw. bis - 22°, nicht nur mal 'ne Nacht sondern durch aus etwas länger. Teilweise ist es auch sehr nass oder längere Zeit Kahlfrost. Selbst im letzten doch sehr milden Winter hatten wir hier Phasen von -16°/-17°, ohne/sehr wenig Schnee.

Meine Trachys hatten es bisher ohne Schaden gepackt. Welche Palme würde das noch verkraften? Würde mich sehr über Eure Meinungen dazu freuen.

LG - Gisela

#2 RE: Palme für Mittelfränkische Winter ... von Lanzagrote 13.11.2015 22:15

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Hallo Gisela, also in einem anderen Thread reden wir gerade über verschiedene Sabal Arten die ebenfalls wie die trachys sehr frosttolerant sein sollen.... Vielleicht findest du ja dort einen Anreiz... Viel Spaß und Erfolg, schöne Grüße, sascha

#3 RE: Palme für Mittelfränkische Winter ... von Flo 13.11.2015 22:47

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Hallo Gisela
Alles, was deine Trachys packen, schaffen Rhapidophyllum hystrix und Sabal minor auch, zumindest rein von der Frosthärte her. Bei den Trachys könntest du z.B. T. takil, nanus und princeps ausprobieren. Die härteste Fiederpalme ist Jubaea chilensis, die -12 bis -15 Grad aushalten kann.

LG Flo

#4 RE: Palme für Mittelfränkische Winter ... von Gisela 14.11.2015 00:57

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Danke für Eure Hilfe.

Eine Trachy princeps hab ich, allerdings nur im Topf. Die wird aktuell noch in der Scheune überwintert.

Rhapidophyllum hystrix und Sabal minor , das klingt gut, werde mich da mal tiefer einlesen.

Die Jubaea wird es wohl hier ohne Schutz nicht überleben.

2 Chamearops humilis ssp. irgendwas (kann das Schild nicht entziffern) hab ich auch noch, allerdings auch im Topf. Ob das was wäre, sie auszupflanzen?

LG - Gisela

#5 RE: Palme für Mittelfränkische Winter ... von Marc Werner 14.11.2015 01:07

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Hallo Gisela,

klar kannst Du sie auspflanzen, auch eine Jubaea! Aber wenn es bei Dir kälter wird, solltest Du über Schutz nachdenken!

Ich habe grad Dank einer Anregung von Axel eine für mich perfekte Methode gefunden! Siehe hier ganz unten: Winterschutz, Styrodur-Kästen (4)

Da Du aber auch den Luxus hast, eine Scheune zu haben, hast Du ja wirklich tolle Möglichkeiten!

#6 RE: Palme für Mittelfränkische Winter ... von Gisela 14.11.2015 09:40

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Naja, einen Schutz zu bauen ist bei den aktuellen Gegebenheiten nicht so einfach. außer natürlich Wedel zusammen binden bzw. Stamm umwickeln. Insofern wollte ich gerne nur auspflanzen, was so gut wie ohne Schutz auskommt. Und alle anderen Palmen/Pflanzen kommen in die Scheune. Die haben wir im letzten November dafür auch entsprechend vorbereitet. Der Südeingang ist mit 5-fach-Makrolonplatten verkleidet und das große Tor auf der Nordseite wurde mit 4cm dicken Styrodurplatten gedämmt. Die Ränder aussen herum werden den Winter über mit Luftpolsterfolienwürsten ausgestopft. Und wenn das doch mal nicht ausreichen sollte die Temperaturen auf 4° bis 5° Minimum zu halten, kann ich einfach die Türe vom Heizungsraum offen lassen.

Somit kommen meine Brahea armata, Chamaedorea microspadix, Livistonia australis, Washingtonia robusta, Phoenix canariensis, Raphis excelsa, Trachycarpus princeps und noch ein paar andere Pflanzen in die Scheune zum Überwintern.

Und die Bisarckia nobilis, Howeia forsteriana, Neodypsis Decari, Phoenix roebellini, Ravenea rivularis dürfen ins Wohnhaus bei Zimmertemperaturen.

LG - Gisela

#7 RE: Palme für Mittelfränkische Winter ... von Stephan_Trier 14.11.2015 10:28

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Zitat von Flo im Beitrag #3

Die härteste Fiederpalme ist Jubaea chilensis, die -12 bis -15 Grad aushalten kann.

Hallo Flo,

sorry, aber ich finde, diese Mär von Jubaea und -12 bis -15 Grad sollte man nicht unbedingt weiterverbreiten. Klar steht das so in der Literatur. Und möglicherweise haben Einzelexemplare auch solche Temperaturen schon stundenweise ausgehalten.

Aber unter den Rahmenbedingungen, unter denen solche Temperaturen in Deutschland üblicherweise auftreten, sind sie für jede ungeschützte Jubaea der sichere Tod! Ich würde eine Jubaea nicht guten Gewissens über längere Zeit (> 4-5 Tage) ungeschützt Temperaturen deutlich unter -5 Grad aussetzen. Zumindest dann nicht, wenn es keine Tageserwärmung deutlich über Null gibt.

Insofern würde ich sie für Giselas Ecke, zumindest, wenn man von vertretbarem Schutzaufwand ausgeht, für eher ungeeignet halten.
Meine Meinung.

Grüße,
Stephan

#8 Palme für Mittelfränkische Winter von Flo 14.11.2015 16:55

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Hallo Stephan
-5 Grad halte ich zwar für sehr vorsichtig, aber grundsätzlich hast du natürlich Recht. Nur, bei Froshärteangaben muss man sich immer bei jeder Palme bewusst sein, dass sich das nur auf kurzfristige Minima bezieht. Wenn es bei Gisela wirklich -22 Grad wird, ist auch jede Trachy hin, auch mit umwikeltem Stamm. Die können ja auch deutlich früher als bei -17 ins Gras beissen und trotzdem schreibt (fast) niemand bei der Härte von Trachys -12 bis -15 Grad.
LG Flo

#9 RE: Palme für Mittelfränkische Winter von Stephan_Trier 14.11.2015 18:14

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Zitat von Flo im Beitrag #8

-5 Grad halte ich zwar für sehr vorsichtig,

Hallo Flo,

ja, möglicherweise. Und ich habe meinen Beiden im März 2013 ja auch schon fast -8 zugemutet. Zur ungünstigsten Zeit, bei schon deutlich längeren Tagen und, nachdem es vorher schon über 15 Grad plus war. Es hat ihnen nichts ausgemacht.

Aber sie wachsen einem halt mit jedem Jahr mehr ans Herz und dementsprechend geringer wird die Lust, die tatsächliche Grenze auszuloten.

Grüße,
Stephan

#10 RE: Palme für Mittelfränkische Winter von Gisela 14.11.2015 20:56

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Also bei den seinerzeitigen -22° (glücklicherweise nur ein paar Nächte und an den Tagen dazwischen nur noch -19°) hab ich schon ganz schön um die Trachys gezittert. Es lag zwar auch Schnee, hatte ihn auch nicht von den Wedeln geschüttelt, aber sonst hatten die keinen Schutz. Sie haben es eigentlich ganz gut verkraftet.

Heute hab ich die 3te Trachy ausgepflanzt. Bisher war sie noch im 90l-Maurerskübel gestanden. Allerdings im Winter nie in der Scheune sondern davor.

Vielleicht half bzw. hilft es den Trachys, dass sie nahe an Wänden stehen.

LG - Gisela

#11 RE: Palme für Mittelfränkische Winter von Lanzagrote 14.11.2015 21:11

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Hallo Gisela, ich finde es trotzdem ziemlich erstaunlich, dass deine Trachy's mehr als -20 Grad desöfteren mal einfach so wegstecken, das ist schon sehr bewundernswert und meines Erachtens auch schon beinahe unnormal. Vor allem wenn du sagst, dass du die eine sogar nur im Kübel vor der Scheune gehalten hast.... Und dann noch ohne jeglichen Schutz... Wirklich bemerkenswert! Bei mir hätten die sich alle samt gehimmelt...natürlich macht es einen Unterschied ich sage mal von 1-4 grad wenn sie direkt an der Hauswand stehen, wobei dort auch die Himmelsrichtungen eine Rolle spielen, eine Hauswand in süd oder westausrichtung kann sich durch Sonnenlicht tagsüber erwärmen und gibt in der Nacht die Wärme an die Umgebung ab, Hauswände in West oder nordrichtung nehmen kein Sonnenlicht auf und strahlen höchstens sehr geringe Wärme ab...beste Grüße, Sascha aus Hamm

#12 RE: Palme für Mittelfränkische Winter von Lanzagrote 14.11.2015 21:17

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Diese Regelung gilt allerdings auch nur für Steinwälnde ohne besondere aussenisolierung, sehr gut gedämmte Wände oder Wände aus Holz geben quasi gleich 0 Wärme an die Umgebung ab.

#13 RE: Palme für Mittelfränkische Winter von Anton aus dem Saarland 14.11.2015 21:23

Also bei den seinerzeitigen -22° (glücklicherweise nur ein paar Nächte und an den Tagen dazwischen nur noch -19°) hab ich schon ganz schön um die Trachys gezittert. Es lag zwar auch Schnee, hatte ihn auch nicht von den Wedeln geschüttelt, aber sonst hatten die keinen Schutz. Sie haben es eigentlich ganz gut verkraftet.


Hallo Gisela,

ich muss bei dir mal einsteigen und fragen, "was verstehst Du unter [b][ Sie haben es eigentlich ganz gut verkraftet./b] Was ist den da geschehen und wieviel Grad haben sie denn in den Mauerkübeln abgekriegt?

Das möchte ich mal gerne wissen, ich habe auch Erfahrung mit Frostschäden.

#14 RE: Palme für Mittelfränkische Winter von Gisela 14.11.2015 22:08

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Naja, ich hab wohl mehr Glück wie Verstand (heißt doch so) und den Herrgott auf meiner Seite bei meinen Palmen.

Im ersten Winter nach dem Auspflanzen hab ich ja ganz stolz Hüttchen aus 14er Styrodur gebaut, in Breite und Höhe geräumig. Da rein hab ich Grabkerzen (die, die ein paar Tage durchbrennen) gestellt. Dadurch hab ich in den Hüttchens fast Hochsommerliche Temperaturen erzeugt und im Frühjahr haben meine Pflanzen ausgesehen wie mehrmals gekocht. Von den seinerzeit ausgepflanzten hatten es 3 überlebt. Ab dann hab ich nix mehr geschützt, bin damit irgendwie nicht klar gekommen.

Der kleine Bauernhof ist nach Süden ausgerichtet. An mehreren Stellen haben wir hier elektronische Thermometer, die ich via WLAN auslesen kann mit niedrigster Temperatur/Uhrzeit davon, welche Temp wann, ... . Somit weiß ich auch, wie kalt es wirklich war. Ich denke mir aber auch, dass die Sonnenstrahlen vielleicht tatsächlich die Hauswände etwas angewärmt haben. Und dann bekommen sie ja auch Winde nicht so stark ab. Hier im Hof ist vielleicht ein ganz guter Platz.

Ich such mal ein paar Bilder von den Trachys, Scheuneneingang, ... und zeig sie Euch.

#15 RE: Palme für Mittelfränkische Winter von Gisela 14.11.2015 22:14

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Die Fotos sind jetzt nicht so der Brüller. Aber sie sind vom letzten Dezember. Was besseres hab ich im Augenblick nicht.





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