Seite 1 von 3
#1 Bremer Garten von Andreas S 05.01.2018 12:46

avatar

Moin,

schon lange vorgehabt, aber leider nie dazu gekommen. Jetzt hat es endlich mal geklappt.
Ich wollte euch gerne die Entwicklung unseres Gartens von 2006 bis heute zeigen. Es ist noch lange nicht alles Gold was glänzt, aber es wird langsam. Natürlich ist der Garten (wie immer) noch lange nicht fertig.

So sah der Garten Mai 2006 kurz nach dem Kauf des Hauses aus.










Beginn des Projektes "Teichbau"




Später Wintereinfall ende März




Das Ergebnis:


Leider etwas unscharf...







Der 1. Kandidat für auspflanzversuche. ( Also rechts die Trachy nicht mein Sohn )







Die "Exoten - Anzahl" steigt langsam.









Alles noch sehr durcheinander und unstrukturiert.







Winter gibt es bei uns auch mal. Zum Glück aber nur selten....


Meine neuen Schiebetüren zum öffnen der Terasse. Endlich mehr Licht auf der Terasse.




Der Teich wird langsam.







Projekt Vergrösserung der Terasse




Auch die alte hässliche Treppe wird neu verkleidet.





Den Drachenbaum im Vordergrund hat es mittlerweile dahingerafft. Die Wasserabzugslöcher waren zu. Ich habe es leider zu spät gemerkt.





Mit etwas Lavamulch sieht doch gleich alles viel freundlicher aus. ca. 700 Kilo als abdeckung und 300 Kilo untergemischt für die Durchlässigkeit. Aber wir haben hier so extremen Sandboden dass das wahrscheinlich nicht unbedingt nötig war.





Mit Beleuchtung.






Für das spanische Urlaubsfeeling gab es eine lecker Paella.



Ein Grillkamin hat noch gefehlt. Fertig ist unser "Sommerwohnzimmer"








Diesjährige Projekte sind die komplette schliessung der Terrasse mittels Fensterglasfolie und Aluverstrebungen. Zum einhängen / aushängen. Es gibt ein neues Gewächshaus mit besserer Isolierung. Unser Gemüsehochbeet wird versetzt und gleichzeitig vergrössert. Das alte Gartenhaus wird abgerissen. Die ca 3,5x3,5 Meter grosse Fläche vor unserem neuen Gartenhaus wird noch überdacht. Ich hoffe das schaffe ich alles dieses Jahr....
Kritik und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht.

Ich hoffe ihr hattet etwas Spass an den zumeist sommerlichen Bildern in dieser trüben Jahreszeit.

Schöne Grüsse aus Bremen!

#2 RE: Bremer Garten von Trachy 05.01.2018 13:02

avatar

Hallo Andreas,
gefällt mir gut, dein Garten!

#3 RE: Bremer Garten von dintel 05.01.2018 13:38

avatar

Hallo Andreas,
toller Garten, schöne Bilder, genau das richtige in dieser grauen Zeit.
Danke
Reiner

#4 RE: Bremer Garten von KleinerSkink 05.01.2018 18:32

avatar

Und endlich mal wieder jemand, der beweist, dass ein Exotengarten keine aufgeräumte Kieswüste sein muss, in der Vögel, Igel und Co keine Lebensgrundlage mehr finden

#5 RE: Bremer Garten von Bisaflor 05.01.2018 20:16

avatar

Hallo Andreas S:
Ein schöner noch ausgewoner und vielfältiger Garten, gefällt mir!

Hallo Kleiner Skink:

Ich denke, dass gerade Bild 43 und 45 zeigen, in welche Richtung es auch geht und gehen kann, nämlich in die einer "Lavawüste".

Außerdem bietet diese Kieswüste auch Tieren wie zum Beispiel Eidechsen oder anderen Reptilien einen Lebensraum, in dem sie sich zurückziehen und sonnen können. Deswegen denke ich, dass ein solcher Garten nicht unbedingt schadhaft ist. Dennoch ist er ausschließlich in hoher Häufigkeit in Deutschland eine sehr artenarme Landschaft, die gefährlich sein kann.

Wer jedoch glaubt, jeden heimischen Baum wegholzen zu müssen, nur exotische Sachen anzupflanzen und den Rasen stehts häufig mäht, braucht sich nicht wundern, wenn sein Garten kaum Insekten hat. Denn diese haben sich größtenteils auf die hier heimischen Arten spezialisiert und wo keine Insekten, da keine Meisen, Stare oder andere insektenfressende Tiere.

Deswegen kann auch ein schön grüner, vielfältiger 100% exotischer Garten aus Sicht der Tiere eine ökologische Wüste sein, in der es kaum Tierarten gibt, denen die Pflanzen einen Lebensraum geben.

Abschließend sei gesagt, dass ein schöner Garten mit exotischem Flair nicht den Niedergang der heimischen Vegation zur Folge haben muss, so kann man alte Bäume erhalten, etwas auslichten oder gar belassen und exotisch unterpflanzen. Oder in bestehende heimische Elemente exotische Arten integrieren. Das wäre für mich ein schöner Garten, sowohl heimische Arten für die Natur und exotische Arten fürs Auge.

Denn Fakt ist, eine ausgewachsene Eiche beherbergt über 1000 verschiedene Arten, wie viel beherbergt eine Trachycarpus in Mitteleuropa, den Palmenrüssler ?

LG Bisaflor

#6 RE: Bremer Garten von KleinerSkink 05.01.2018 20:29

avatar

Das meinte ich doch damit. Sicherlich bietet diese Form der Lavawüste lediglich einen Sonnenplatz für Eidechsen, aber kein Habitat, dafür fehlen Sandboden, Versteckmöglichkeiten, Futtertiere und Co.

Wie dem auch sei: Der Rest des Gartens ist ein buntes Gemisch aus heimischen und exotischen Pflanzen, ganz so wie du und auch ich mir das wünschen. Palmen sind sicherlich keine Pflanzen, in denen Vögel brüten oder Insekten krabbeln. Lavendel, Flieder oder Tulpen aber sind wichtige Insektenweiden und ebenfalls Exoten. Ich weiß aber, auf was du hinaus wolltest, ein Exotengarten aus Palmen, Oleander, Yucca, Rhododendron und was es noch alles gibt, ist sicherlich kein Habitat. Aber in einem solchen Garten würde ich mich auch gar nicht wohlfühlen. Da muss es eben brummen, die Wespe im Bier oder den Vogelkot auf dem Polster nehme ich dafür gerne in Kauf.

Gruß

#7 RE: Bremer Garten von Bisaflor 05.01.2018 20:50

avatar

Hallo Kleiner Skink:

Ich finds schön, dass du auch so denkst.

Doch diese Mischung ist für viele kein Dauerzustand, wenn der Platz nicht reicht, muss auch der schöne Holunder dran glauben oder die nervige Eibe.
Deswegen würde ich es persönlich erstrebenswert finden, wenn diese schöne Mischung nicht zerstört finden würde, da sie für mich ein Einklang zwischen Exotik und Naturverbundenheit ist. Aber das muss jeder selbst entscheiden

Und Tulpen, Syringa und Lavendel stammen aus Europa und haben deshalb ihre "Feinde" schon hier, Trachy und co stammen von anderen Kontinenten, keine Art in Mitteleuropa hat sich auf die spezialiesiert und deren Fressfeinde hier einzuführen ist illegal. Deshalb ökologische Wüste, wenn nur die gepflanzt würden.

Und deine These, "Palmen seien keine Palmen auf denen Vögel brüten [...]" kann ich nicht bestätigen, zumindest weltweit. So brütet der Gelbohrsittich auf der Quindio- Wachspalme um nur ein Beispiel zu nennen.

Aber da du wahrscheinlich Mitteleuropa meinst kann ich dir zu deiner Aussage nur Recht geben.

LG Bisaflor

#8 RE: Bremer Garten von KleinerSkink 05.01.2018 21:00

avatar

Gut, so gesehen habe ich auch schon in Italien einen Buntspecht (zumindest sah er diesem sehr ähnlich) seine Höhle in einer Washi bauen sehen, aber das sind ja eher sowas wie „Fehlbruten“, wie das weiter verlief, weiß ich natürlich auch nicht, jedenfalls hatte er am Ende des Urlaubs ein Loch im Stamm, in dem er vollständig verschwand.
Naja, wie dem auch sei, man kann auch mit heimischen Arten einen toten Garten kreieren. Finde da den Weg von @Flora1957 sehr gut. Gibt es hier, sofern noch unbekannt

Lieben Gruß

#9 RE: Bremer Garten von Andreas S 05.01.2018 21:02

avatar

Hallo,
Keine Bange ihr beiden.
Es ist Bei mir schon relativ Bewusst ein Gemisch Aus " Einheimischen" Und " Exoten". Es Darf Und Soll Nicht Steril Wirken. Das Mag Ich Nicht. Allein Mein Sehr Grosser Schattenbereich Durch Den Eichenwald Verhindert Einen Kompletteten Exotengarten Und Das Ist Auch Gut So.
Danke Für Eure Kommentare.
( Warum Schreibt Dieses Blöde pad nur Alles Gross????😨😕)

#10 RE: Bremer Garten von KleinerSkink 05.01.2018 21:08

avatar

Mach mal einen Doppelklick auf die Shifttaste, so ist das zumindest bei meinem Surface: klein, Capslock, alle Wörter groß, dann wieder klein

#11 RE: Bremer Garten von Flora1957 05.01.2018 22:20

Hallo Lasse,
es freut mich sehr, daß ich offensichtlich längst nicht allein bin in meinem Bemühen etwas zum Erhalt unserer Natur zu tun. Das bedeutet, daß Anpflanzungen heimischer Pflanzen für mich auch ganz oben an stehen, stellen diese doch die Lebensgrundlage für heimische Tiere dar. Diese vielfältige Welt im eigenen Garten (er-) leben zu können, läßt einem das Herz aufgehen. So habe ich im letzten Jahr nur drei Exoten (Citrus Meyeri, Bougainvillea und Wein) gepflanzt aber 1 Schlehe, zwei Quitten und ca. 1 Dutzend verschiedene Berberitzen (sorgen alle darüber hinaus noch dafür, daß keine ungebetenen Gäste über den Zaun klettern. Neben Pfirsich, Indianerbananen, Mandel, Kaki, Feigen, Oliven etc. sind mir (und auch den Tieren) mindestens genauso wichtig Apfelhochstämme, Süß-und Sauerkirschen, Birnen, 6 Sorten Blaubeeren, Stachelbeere, Johannisbeeren (rot und schwarz), Cranberrys, Preiselbeeren.......
Irgendwann später möchte ich auch noch Rote-Liste-Pflanzen in meinen Garten setzen, die ebenfalls der Tierwelt nutzen (z. B. spezielle kleine Weiden). Hierfür habe ich schon tausende von Seiten im Netz gewältzt.

Viele Grüße

Lutz

#12 RE: Bremer Garten von halcyon84 06.01.2018 02:08

avatar

Hi.

Auch wenn ich jetzt gesteinigt werde, muss ich sagen, dass ich mir lieber eine Jubaea Chilensis ansehe als eine Eiche und dass das Thema Schutz und Lebensraum für Igel in einem Exotenforum doch eher eine untergeordnete Rolle spielt.

Nicht falsch verstehen

Ich muss sagen, dass das Anpflanzen heimischer Arten definitiv nicht meine Priorität darstellt, aber ich finde es schön wenn man den Platz und die Muße hat die Koexistenz von Weide und Trachycarpus zu ermöglichen

Ein paar Dinge hab ich ja auch wie selbst gezogenen Bergahorn, Kirschbaum und einen großen Busch Herbsthimbeeren wo sich im Spätsommer hunderte Hummeln dran gütlich tun.

Falsch finde ich es allerdings 'Kieswüsten' und 'englischen Rasen' zu verurteilen.
Jeder hat seine Gründe, weshalb er seinen Garten so gestaltet, wie er ihn gestalten möchte, oder ihn naturnah verwildern lässt, wie es hier in der Nachbarschaft auch oft vorkommt.


@Andreas S
Dein Garten ist prima.
Auch der Lavamulch-Hang

Bitte mehr zeigen.

Grüße,
Jerome

#13 RE: Bremer Garten von KleinerSkink 06.01.2018 09:17

avatar

Natürlich kann jeder seinen Garten gestalten wie er mag, aber für mich ist das dann eine Entfremdung von der Natur. Es mag ja richtig sein, dass es in diesem Forum nicht um heimische Fauna und Flora geht, meines Erachtens nach geht mit diesem Hobby aber auch eine Verantwortung einher, die verhindert, dass sich die von uns eingeschleppten Pflanzen verbreiten (siehe Bärenklau, armenische Brombeere, Staudenknöterich etc) und die heimischen Arten schützt und ihnen eine Lebensgrundlage lässt, die haben es durch Versiegelung, intensive Landwirtschaft, Bebauung und Co ohnehin schwer genug und mal im Ernst: Stören die Gänseblümchen, die Butterblume oder die Kleeblüte wirklich so sehr die Rasenoptik? Kann man keine Blühpflanzen um eine Trachy pflanzen und gibt es nicht genug heimische Arten, die sich mit den Exoten vergesellschaften lassen, ohne dass diese nicht mehr zur Geltung kommen?
Ich für meinen Teil habe letztes Jahr in den Lippeauen Samenkapseln von Mohn, Disteln und Co gesammelt, für den einen mag das nun zu viel der Naturliebe sein, aber schön blühen tun sie ja dennoch, ebenso wie Glockenblumen, Stockrosen oder Fetthennen und wenn ich damit der Natur etwas zurückgeben kann, tue ich das gerne. Nur grün und ein paar Steine sind für mich kein Garten, sorry

Gruß

#14 RE: Bremer Garten von Flora1957 06.01.2018 09:48

Hallo Jerome,

da mir persönlich eine stattliche Eiche oder Buche noch besser gefällt als eine Jubea chilensis ist es mein persönlicher(!) Weg einen Garten zu gestalten unter vorrangiger Verwendung heimischer Pflanzen mit Exoten als zusätzliche Bereicherung. Auch schmeckt mir ein saftiger Apfel sicher genauso gut wie eine Indianerbanane oder eine Brombeere wie eine Feige. Zweifelsohne freue ich mich ausgesprochen, wenn hierzulande femdländische Pflanzen bei mir gedeihen und mglws. auch noch leckere Früchte produzieren.
Ich akzeptiere es vollends, wenn andere einen anderen Weg gehen, hat jeder Garten doch potentiell etwas meditatives, aber mir liegt auch der Erhalt der heimischen Natur sehr am Herzen und Exoten und heimische Pflanzen zu verbinden ist nicht per se ein Widerspruch.

Viele Grüße

Lutz

#15 RE: Bremer Garten von Horst Harsum 06.01.2018 11:01

avatar

Hallo,
Eiche und Buche hin, Honigpalme her. Unsere Gärten sind individuell und zeigen immer die "persönliche Note". Das ist es, was mich reizt. Jeder Garten ist etwas anders, jeder und jede hat persönliche Vorlieben für Pflanzen und deren Präsentation. Damit kann ich mich den lieben, langen Tag beschäftigen und daran erfreuen, wie unterschiedlich wir unsere Gärten gestalten.
Bei mir soll dieses Jahr auch eine Eiche in den Garten. Allerdings will ich eine Kreuzung aus Stein- und Stieleiche pflanzen (Quercus turneri pseudoturneri) um etwas mehr Frostsicherheit und trotzdem etwas "Steineiche" im Garten zu haben.
Ich liebe die heimische Flora. Ich sehne mich aber immer auch nach der Mittelmeerflora, der Flora der kanarischen Inseln und ähnlicher Florengebiete. Daher haben sich hier nach und nach auch etliche Exoten eingefunden.
Meine Nachbarn halten mich ohne seit Jahren für bekloppt. "Ne, also Palmen mögen wir nicht in unserem Garten. In Deutschland haben wir heimische Pflanzen im Garten".
Ich könnt mich totlachen! Rhododendren? Heimisch? Miscanthus und Pampasgras. Heimisch? Robinie? Und so weiter und so weiter. Heimisch war vor 200 Jahren. Da haben sich in der Zwischenzeit klammheimlich sehr viele Exoten bei uns eingeschlichen. Etliche halten wir mittlerweile für heimisch.

In meiner wilden Hecke am Bach halte ich die heimische Fahne hoch. Ansonsten kann ich nicht genug von allem anderen bekommen.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen