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#16 RE: Totgeglaubte leben länger von Felix 17.11.2017 11:51

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Hallo Florian,

cool, da bin ich sehr gespannt auf das Ergebnis im Frühling!
Und die Südtiroler Kaugummiautomaten-Trachys sind eh die Besten! :)

Hallo Olli,
Hmja, man weiß es nicht. Eventuell würde man feststellen, dass es das Wasser zermürbend oft zu wechseln gilt.
Aber irgendwie glaube ich das nicht. Da steckt schon ne Menge Energie drin.
Gegen Winde abdichten schadet natürlich - egal bei welcher Variante - nie. Ich könnte mir vorstellen, das ganze außen noch mit Schockdecken zu umwickeln. Sieht auch extravagant aus, könnte gar als Kunstwerk durchgehen.

Aber probieren geht (manchmal) über studieren.
Das hat mich jetzt auf eine Idee gebracht, die ich noch heuer umsetzen werde.

Liebe Grüße
Felix

#17 RE: Totgeglaubte leben länger von Nrico 17.11.2017 12:35

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Ich praktiziere die Laubmethode bereits die letzten drei Winter mit meiner Mini-Trachycarpus-princeps (30cm Höhe). Maschendrahtring drum, Laub bis über die Wedel rein und bei Temperaturen ab/um die -10°C kommt noch eine Flieshaube drüber. Bisher keine Schäden. Temperaturminimum war bisher 2016 (?) mal -13°C.

Im Frankfurter Nizzagarten wird eine Chamaerops Humilis mit einer Behausung aus Holzplatten, welche innen noch mit Styropur ausgekleidet sind, umhaust. Das ganze wird komplett mit Laub aufgefüllt und am Schluss noch ein Deckel drauf. Scheint zu funktionieren. Ich gucke mal, ob ich noch ein Foto finde ...

So hier: (bitte beachten: Bild bei Grünflächenamt Frankfurt am Main - (c) 2010)

Interessant auch der Trachyschutz: Wurzelbereich mit Drahtgitter und Laub/Mulch etwa 30 cm hoch gemulcht. Stange mit Regentonnendeckel am Stamm befestigt. Teichflieshauben mit sehr dickem Flies von wohl etwa 600 gr/qm² drüber, fertig ... Das werde ich wohl dieses Jahr bei meiner Trachy auch so machen. Allerdings werde ich zwei Flieshauben zu je 100 gr/qm² nutzen. Aber erst ab - 10°C.

Was meint ihr? Sollte ich jetzt schon, obwohl keine Minusgrade mehr vorhergesagt werden, die Stange mit Regentonnendeckel anbringen? So als Nässeschutz? Mich irritiert immer wieder die Aussage bei den verschiedensten Händlern und privaten Websites, dass unbedingt ein Regenschutz erforderlich sei ... Bei meiner Princeps und auch meiner Rhapidophyllum hystrix (hier nur z.T. etwas dunkle, kleine Flecken auf den Altwedeln) hatte ich da aber noch nie wirklich Probleme ... Die wurden beide noch nie überdacht.

LG
Enrico

#18 RE: Totgeglaubte leben länger von KleinerSkink 17.11.2017 14:19

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Bei Trachys f. bspw. ist ein Nässeschutz blödsinnig, die bekommen in ihrer Heimat so viel Wasser ab, dass sie selbst Staunässe über einen gewissen Zeitraum verzeihen können, das lässt sich mit Sicherheits auch auf princeps übertragen. Sch au dir mal hier die Bedingungen am Naturstandort an.
Ich weiß nicht, über welche deiner Palmen du gerade genauer sprichst. Bei Palmen und Exoten wird für Rhapidophyllum hystrix eher ein Regenschutz, als ein Winterschutz empfohlen

#19 RE: Totgeglaubte leben länger von Nrico 17.11.2017 14:27

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@KleinerSkink - Woher nimmst du denn deine Weisheiten? Auf der von dir verlinkten Seite (die sicherlich jeder hier schon kennt ;)), sehe ich Tr. princeps an Felswänden, aber nicht im Wasser stehend ... (?)

LG
Enrico

#20 RE: Totgeglaubte leben länger von KleinerSkink 17.11.2017 14:54

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Ich gehe davon aus, dass du das bezogen auf die Tr. princeps meinst?

Ganz einfach: Das ist das Klimadiagramm für Yunnan, dem Naturstandort von princeps, wo sie in Monsunwäldern vorkommt, viel nasser geht es also kaum. Das einzig wichtige dabei ist, dass sie eine gute Drainage besitzt, ohne die bringt dir aber auch ein Regenschutz wenig, weil das Wasser dann von den Seiten nachdrückt

#21 RE: Totgeglaubte leben länger von Nrico 17.11.2017 15:29

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Egal ob princeps, fortunei oder was auch immer, im Wasser stehen sie in ihrem natürlichen Habitat trotzdem nicht. Gerade die Tr. princeps, die dort am Fels wachsen, müssen sicherlich mit relativ wenig Wasser auskommen, ob nun 1000 ml/qm² Regen im Jahr fallen oder nicht ... Außerdem kommt sie aus einer Gegend, wo die Temperaturen im Winter wohl eher kaum, bis gar nicht unter 0°C fällt. Und genau das ist ja hier bei uns der springende Punkt, Frost im Zusammenhang mit Nässe. Daher auch meine Frage mit dem Nässeschutz. Bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt mache ich mir da wegen Nässe überhaupt keine Sorgen.

LG
Enrico

#22 RE: Totgeglaubte leben länger von Trachy 17.11.2017 15:41

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Bei Trachycarpus f. ist meiner Meinung nach ein Nässeschutz vollkommen unnötig.
Wenn man sich mal die Regenmengen von Locarno/Tessin 1682.5 mm (jährlich) ansieht, kann man daraus schließen, dass ein solcher bei uns unnötig ist.
Selbst wir hier im niederschlagsreichen Allgäu kommen nicht auf diesen Wert.
Bei den dort überall wild sprießenden herrlichen Hanfpalmen wird auch kein Regenschutz angebracht.

#23 RE: Totgeglaubte leben länger von Nrico 17.11.2017 15:48

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Hey Jürgen,

danke für deine hiflreiche Antwort. Der Ton macht eben hauptsächlich die Musik ... ;)

LG
Enrico

#24 RE: Totgeglaubte leben länger von KleinerSkink 17.11.2017 15:55

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Zitat von Nrico im Beitrag #23
Der Ton macht eben hauptsächlich die Musik ... ;)


War ich in irgendeiner Weise abwertend oder aggressiv? Kann ich gerade nicht ganz nachvollziehen, wollte dir lediglich aufzeigen, wie ich mir mein Meinungsbild erschlossen habe und das auf deine Nachfrage. Sorry, da musst du mich aufklären, durch was du dich diffamiert gefühlt hast, das war nämlich sicherlich nicht meine Intention.

Ich habe nie behauptet, dass sie am Naturstandort im Wasser stehen, sondern lediglich, dass Tr. fortunei auch mal vorrübergehende Staunässe vertragen...

#25 RE: Totgeglaubte leben länger von KleinerSkink 18.11.2017 16:53

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Naja gut, dann lockern wir die Stimmung eben anders wieder auf:

Ich habe doch noch ein paar Patienten, die meisten von euch würden sagen, dass sie hinüber sind, bei mir bekommt aber alles eine Chance, bis es nur noch Humus ist...

Die verdrehte und der Keimling schieben inzwischen wieder, bei der großen konnte ich gestern zwei Speere ziehen, aber ansonsten ist sie noch grün, mal sehen... Dürften alles W. robusta sein, zumindest stand weit und breit nichts anderes außer Kretischer Dattelpalmen und die sind es definitiv nicht.

#26 RE: Totgeglaubte leben länger von Phoenix 18.11.2017 17:10

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Schade um die Pälmchen, aber die sind nicht mehr zu retten!

#27 RE: Totgeglaubte leben länger von KleinerSkink 18.11.2017 17:21

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Sofern das jetzt nicht ohnehin Ironie war, ich werde dir das Gegenteil beweisen

#28 RE: Totgeglaubte leben länger von Olli 19.11.2017 17:37

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Hi,

Trachys gelten in der Tat als sehr nässetolerant. Da sie kaum jemand gegen Nässe schützt und sie - wie beschrieben auch am Naturstandort - keine Probleme damit zu haben scheinen halte auch ich einen Nässeschutz für überflüssig. Hier im Nordwesten ist es gerade im Winter eigentlich ständig nass und die einzigen Schäden die die Trachys hier vor Jahren mal erlitten haben waren eindeutig Frostschäden bei deutlich unter -10°C.
Claus Willich hat sogar extra mal literweise Wasser bei frostigen Temperaturen in die Wachstumsöffnung gekippt. Das gab zwar Palmeneis am Stil/Stamm, aber Schäden waren im darauf folgenden Jahr nicht ersichtlich.

Auch die Neuaustriebe der Washis wirken auf den Bildern recht trocken. Das ist neben den gezogenen Speeren natürlich kein gutes Zeichen. Wenn sie aber schieben ist es zu früh sie abzuschreiben.
Scheinen die Wurzeln in Ordnung zu sein?

Grüße

Olli

#29 RE: Totgeglaubte leben länger von KleinerSkink 19.11.2017 20:45

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Die habe ich dieses Jahr auf Kreta ausgebuddelt, dadurch ist ein Großteil der Wurzeln hinübergewesen, ging aufgrund des harten Bodens aber nicht anders. Naja, die ersten zwei Monate passierte nix und sie wurden trocken, aber jetzt erholen sie sich nach und nach, nur die große habe ich eigentlich abgeschrieben.

#30 RE: Totgeglaubte leben länger von Nrico 21.11.2017 14:55

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Zitat von Olli im Beitrag #28
Trachys gelten in der Tat als sehr nässetolerant. Da sie kaum jemand gegen Nässe schützt und sie - wie beschrieben auch am Naturstandort - keine Probleme damit zu haben scheinen halte auch ich einen Nässeschutz für überflüssig. Hier im Nordwesten ist es gerade im Winter eigentlich ständig nass und die einzigen Schäden die die Trachys hier vor Jahren mal erlitten haben waren eindeutig Frostschäden bei deutlich unter -10°C.
Claus Willich hat sogar extra mal literweise Wasser bei frostigen Temperaturen in die Wachstumsöffnung gekippt. Das gab zwar Palmeneis am Stil/Stamm, aber Schäden waren im darauf folgenden Jahr nicht ersichtlich.


Hey Olli,

danke für deine Antwort. Ich glaube allerdings bei Spanner und Co. gelesen zu haben, dass es am Naturstandort zwar kalt werden kann, aber es sich dabei um eine eher sehr trockene Kälte handeln soll. Ja, von dem Experiment vom Claus habe ich gelesen. Okay, wegen Nässe mache ich mir vorerst keine Sorgen mehr. ;) Ein Grund war aber auch, dass ich nicht vorhabe, den Winterschutz erst anzubringen, wenn die Temperaturen unter -10°C fallen. Da ich Angst hätte, dass mir die Wedel dann im gefrorenen Zustand brechen oder sonstwie Schaden nehmen. Okay, die Wedel kann ich ja vorher schon zusammenbinden und den Deckel dann später noch auf die Stange montieren ... :)

@KleinerSkink

Ich weiß nicht, wie lange du dem Hobby schon nachgehst. Im Forum jedenfalls bist du aber noch ziemlich neu. Somit weiß ich nicht, ob du deine Meinungen, die du hier recht schnell und bestimmt raushaust, eher aus dem Internet oder tatsächlich aus eigenen Erfahrungen heraus beziehst. Und genau aus dem Grund und überhaupt eine Frage als blödsinnig hinzustellen würde ich mir selber nicht herausnehmen ...

VG
Enrico

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