#1 Ein Garten im Allgäu auf 677 m und 702 m ü.N.N. von florian 6b 02.11.2017 07:02

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Hallo Zusammen,
zwar nicht auf 750 oder über 800 m wie die Gärten von Jürgen und Manne liegen meine beiden Gärten im südlichen Alpenvorland im Dreiländereck Ober-/Ost-/Unterallgäu.
Der kleine Garten am Haus auf 677 m beherbergt einige Yucca`s, eine Araucaria, Indianerbanane, verschiedene Magnolien und neuerdings auch eine Trachy namens Alois, über die ich nachher noch berichte.
Der zweite Garten am Ortsrand auf 702 m liegt sehr exponiert an einem Südwesthang mit Blick auf die Alpen und ist sehr jedem Wetter ausgesetzt mit viel West-/Südwestwind - dafür aber vollsonnig. Die Tiefstwerte liegen dort um 3° unter denen im Ort. Weil kein Stromanschluss vorhanden ist, werden hier zwar seltene Dinge gepflanzt, aber eben nur welche, die auch mit Vlies-/Reisig-/Laubschutz den Winter überstehen, wie z.B. eine Musa basjoo, Poncirus etc.

Zu Alois: bestellt 2010 beim Palmenmann wurde die Trachy bisher im Topf gehalten und in einer ungeheizten Garage überwintert. Dies wurde ihr im Februar 2012 beinahe zum Verhängnis: Ich hatte doch unterschätzt, wie kalt es auch in so einer ungeheizten Garage bei -24° Außentemperatur werden kann und der Topf war komplett durchgefroren. Daraufhin waren im Frühjahr über 50% der Wurzeln verfault und fast alle Blätter kaputt. Ich habe den Wurzelmatsch mit einem großen Brotmesser radikal abgeschnitten und alles mit Kohlepulver eingerieben und die Palme neu getopft. In diesem Jahr ist sie so gut wie nicht gewachsen. Ab 2013 erholte sie sich aber gut und war mir mittlerweile zu groß für die jetzt frostfreie Garagenüberwinterung. Deshalb habe ich sie im April 2017 ausgepflanzt.

Hier "Alois" in voller Pracht:


Ich folge den Allgäuer Winterschutz-Experten und habe "Alois" schon mal geknebelt / der restliche Winterschutz kommt dann noch



Soweit mal für`s erste.
Grüße Florian

#2 RE: Ein Garten im Allgäu auf 677 m und 702 m ü.N.N. von Trachy 02.11.2017 09:10

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Einwandfrei, super Florian, da kann ja fast nichts mehr passieren.
Ich habe mit dem Palmeneinpacken noch nicht begonnen, muss erst den restlichen Garten winterfest machen.
Bei WO wird bis Mitte Nov. noch kein Wintereinbruch vorhergesagt und ein paar Nachtfröste schaden den ausgepflanzten Trachys nicht.
Ich will auch die Burkazeit so kurz wie möglich halten, so können die Samenstände noch weiter reifen. Diese muss ich beim Einpacken leider abschneiden, da sie zu sperrig sind und nicht in den Schutz passen.

#3 RE: Ein Garten im Allgäu auf 677 m und 702 m ü.N.N. von KleinerSkink 02.11.2017 09:27

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Zitat von Trachy im Beitrag #2

Ich will auch die Burkazeit so kurz wie möglich halten, so können die Samenstände noch weiter reifen. Diese muss ich beim Einpacken leider abschneiden, da sie zu sperrig sind und nicht in den Schutz passen.


Vielleicht kannst du ja Teile der Samenstände dran lassen?

#4 RE: Ein Garten im Allgäu auf 677 m und 702 m ü.N.N. von florian 6b 02.11.2017 09:43

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Hallo Jürgen,

ja - ich habe im restlichen Garten auch noch viel zum Einpacken. Und da jetzt früh dunkel ist bleibt mir nur Freitagnachmittag/Samstag und das auch nur Stundenweise. Mit Arbeiten gehen und Familie ist das dann nicht so einfach. Und das Wetter muss dann auch noch mitspielen.
Drum habe ich jetzt angefangen. Jedenfalls bin ich froh, dass das Knebeln funktioniert hat. Ohne den Tipp mit den Kabelbindern hätte das jedenfalls noch länger gedauert . Das Heizkabel und der Rest sollten dann kein Problem mehr sein. Es muss auch noch Erde und Rindenmulch ins Beet - da fehlen noch 10 cm ...
Grüße Florian

#5 RE: Ein Garten im Allgäu auf 677 m und 702 m ü.N.N. von florian 6b 02.11.2017 12:04

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... und hier noch der Schutz zweier Yucca Rostrata (70 cm Stamm) zweier Y. Gloriosa und einer großen baccata. Alle Pflanzen werden bereits seit über 5 Jahren so geschützt. Nur mit vier Latten und einer Doppelstegplatte oben drauf wäre das hier nicht ausreichend.
Grüße Florian

#6 RE: Ein Garten im Allgäu auf 677 m und 702 m ü.N.N. von Phoenix 02.11.2017 12:53

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Hallo Florian,

ist das Bild mit den eingepackten Yuccas von heuer, wenn ja, dann bist du ja schon ziemlich weit. Bei mir ist es jedes Jahr das gleiche, erst passiert nicht viel und dann kommt plötzlich fast noch Stress auf. Ich habe gerade mal einen Teil der Kübelpflanzen eingeräumt und angefangen die Bananen mit Laub zu versorgen. Ich war am Freitag noch kurz bei Jürgen, da schaut's ähnlich wie bei mir aus. Aber du hast schon Recht, die Tage werden immer kürzer und bei Regen oder Schnee will man ja auch nicht unbedingt im Freien wurschteln, da gibt's schnell klamme Finger.
Hast du eigentlich deine Araucaria, wo sie noch kleiner war geschützt, oder gar nichts gemacht, meine heuer ausgepflanzte ist ja gerade mal 30 - 35 cm. Auf einen milden Winter!

Viele Grüße Manne

#7 RE: Ein Garten im Allgäu auf 677 m und 702 m ü.N.N. von Felix 02.11.2017 13:56

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Hallo Florian,

bin gerade Hals über Kopf zum riesigen Alois-Fan geworden! Danke für den Bericht, der Bursche sieht toll aus!
Seine Wedel sind eine gut ausgewogene Mischung aus fleischig aber nicht zu schlapp, wenn ich das mal so sagen darf. Diese Mischung ergibt sehr üppige, harmonische Kronen. Schöner massiver Stamm. Beeindruckend, wie er nach dem Schaden damals die Kurve wieder gekriegt hat, sehr informative Beschreibung der Rettungsaktion.

Liebe Grüße
Felix

#8 RE: Ein Garten im Allgäu auf 677 m und 702 m ü.N.N. von florian 6b 02.11.2017 13:58

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Hallo Manne,
ja - das eingepackte Yucca-Beet ist von gestern. Ich erledige immer zuerst die unliebsamen Dinge und später dann noch Stammschutz etc. bei den frisch gepflanzten Bäumen - am meisten bei den Magnolien.
Auch die Banane ist schon fertig eingepackt im Laub. Die Kamelien muss ich noch ... auch die Feige.
Die Araucaria habe ich vor 5 Jahren mit einer Höhe von 1,5 m gepflanzt. Jetzt hat sie 3 m. Ich habe im Garten auf dem Hügel heuer auch noch zwei ausgepflanzt mit 1 m und eine mit 50 cm. Die schütze ich nur, wenn Dauerfrost unter -5° + Sonne gleichzeitig angesagt sind mit Vlies (mehr Sonnenschutz als Frostschutz). Immer genügend Schnee hin schaufeln oder am besten zuschaufeln ist der beste Schutz. So habe ich das bei der jetzt großen auch gemacht. Keine Angst: die Äste brechen nicht - die sind so elastisch, dass da nix passiert. Du solltest den Stamm vielleicht noch an einem kurzen Bambusstab anbinden, damit sie unten nicht locker oder schief wird.
Bei der großen Araucaria hat der Dauerfrost und die Sonne letzten Januar und die -22° schon einige braune Nadeln hinterlassen - aber nix tragisches. Dieses Mal hatte ich nicht geschützt.
Der beste Standort hierzulande ist übrigens einer, der im Winter mehr Schatten hat und nur im Sommer genug Sonne bekommt - wie beispielsweise auf der Ost- oder Nordseite von Gebäuden. Hier am Ort wächst eine seit 2010, die einen solchen Standort hat und die auch im Februar 2012 nicht geschützt wurde - ihr ist damals fast nix passiert bei einer Woche lang unter -20° - danke Schattenplatz.
Ja - auf einen ausgeglichenen Winter. Zu mild will ich den gar nicht - nur ohne Extreme. Ab Montag soll es ja deutlich kälter werden. Schnee ist aber noch nicht in Sicht.
Grüße Florian

#9 RE: Ein Garten im Allgäu auf 677 m und 702 m ü.N.N. von florian 6b 23.11.2017 05:55

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Im Moment ist der erste Schnee zwar schon wieder weg - aber vor noch drei Tagen sah mein Garten so aus - in der Mitte (roter Pfeil) die verpackte basjoo. Jetzt ist geduldiges Warten auf den Frühling angesagt
Grüße Florian


und noch eine skimmia japonica - ein kleiner Farbtupfer in der dunklen Jahreszeit

#10 RE: Ein Garten im Allgäu auf 677 m und 702 m ü.N.N. von Phoenix 23.11.2017 09:04

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Hallo Florian,

genau so wie du es jetzt gemacht hast, schütze ich meine Basjoos seit Jahren und das klappt wunderbar, da können auch -20°C und weniger nichts anhaben!

Viele Frühlingsgrüße Manne

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