#1 Pritchardia hillebrandii-Erfahrungen von MarcTHR 24.08.2017 18:16

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Hallo zusammen,

in diesem Jahr probiere ich es nach einem Auspflanzversuch in 2013 noch einmal mit Pritchardia hillebrandii an der Algarve.

Klimatisch ist die Art ein Grenzfall, aber es gibt wenige funktionierende Beispiele hier.
Da ich noch nicht -auch aus finanziellen Gründen- zu hoch pokern möchte, ist es noch eine kleine Pflanze.

Die Anpassung mit Sonnenbrand etc. seit dem Auspflanzen im März stimmt zuversichtlich. Sie wächst ganz gut, auch bei 40 Grad plus und trockener Hitze scheint die hawaiianische Art doch recht robust zu sein (andere Arten aus dem Südpazifik verharren in Hitzestarre).

Wer hat Erfahrungen mit der Art?
Vermutlich wird der Winter die kritische Jahreszeit.
Das Foto entstand am Abend, tagsüber steht sie in der vollen Sonne.

#2 RE: Pritchardia hillebrandii-Erfahrungen von Phoenix 25.08.2017 09:13

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Hallo Marc,

ich hatte mal eine vor 6 oder 7 Jahren beim Palmenmann gekauft, der diese Art als völlig unproblematisch darstellte. Das kann ich leider nicht bestätigen. Erstens war sie keine Sonne gewöhnt und es fand auch kaum Wachstum statt. Als dann die Temperaturen nachts so an die 5°C fielen, stellte ich sie bis zum Frühjahr in den Wintergarten. Dort baute sie mehr und mehr ab und als sie dann im folgenden Frühling wieder ins Freie durfte, kam langsam der Exitus. Woran es an der eigentlich wunderschönen Palme gelegen hat, kann ich bis heute nicht sagen, vielleicht war es ihr zu feucht. Bin gespannt, wie sich deine an der Algarve schlägt, wünsche dir auf jeden Fall viel Glück, das sie den Winter übersteht.

Viele Grüße Manne

#3 RE: Pritchardia hillebrandii-Erfahrungen von Agave 26.08.2017 12:43

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Zitat von MarcTHR im Beitrag #1
Da ich noch nicht -auch aus finanziellen Gründen- zu hoch pokern möchte, ist es noch eine kleine Pflanze.


Hallo Marc,
die gefällt mir auch sehr. Da ich mir ja jedes Jahr eine Palme aussuchen darf :-) , wäre die hillebrandii mein Favorit für kommendes Jahr. Wenn man im Netz so liest, scheint es eine "leicht zu haltende sein" aber Berichten zu folge, doch wohl nicht an dem ist. Wäre schön, wenn hier ein paar Erfahrungsberichte und Informationen zusammen kämen. Glaube, das würde hier in unseren Breiten, dann auch nur ein Kübelkandidat?

#4 RE: Pritchardia hillebrandii-Erfahrungen von Jubi 26.08.2017 22:34

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Eine schöne Palme die laut Aussage vom Palmenmann oder Palmeperpaket angeblich gegenüber ihren anderen Artgenossen recht unkompliziert und schnell wachsen soll. Größere Exemplare haben ja gleich einen stolzen Preis, sodass bei einer kleineren das Risiko um die 10€ überschaubar bleibt.
Gruß Jubi

#5 RE: Pritchardia hillebrandii-Erfahrungen von MarcTHR 27.08.2017 09:25

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Ich hatte mein Exemplar in Murcia (Spanien) im Rahmen einer Sammelbestellung geordert. Der Vorteil ist, dass diese Palmen in der Regel nur unter Sonnenschutznetzen im Freiland angezogen werden und somit eine gewisse Härte im Vergleich zu reinen Gewächshauspflanzen mitbringen.
Der Palmenmann lässt ja vermutlich auch den Großteil der Pflanzen im Mittelmeerraum anziehen.

#6 RE: Pritchardia hillebrandii-Erfahrungen von Phoenix 27.08.2017 15:58

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Hallo Marc,

ist ja interessant mit den Sonnenschutznetzen, werden dort alle Jungpalmen so herangezogen oder nur solche, die als Jungpflanzen noch keine volle Sonne vertragen wie Archontophoenix, Kentia etc. Ich war noch nie in einer Palmenanzuchtstation in Spanien oder anderswo im Süden, ist bestimmt höchstinterssant. Kennst du an der Algarve den Ort Monchique, dort betreibt meine Cousine eine Übernachtungspension, die möchte ich mal besuchen.

Viele Grüße Manne

#7 RE: Pritchardia hillebrandii-Erfahrungen von MarcTHR 27.08.2017 18:43

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Hallo Manne,

die Mehrheit der Baumschulen und Gärtnereien an der Algarve und in Andalusien schirmt zumindest einen Teil der Flächen mit Gerüstsystemen aus Sprühbewässerung und Sonnenschutznetzen ab. Gerade empfindlichere Pflanzen wie Dipladenia, aber auch Jungpflanzen profitieren davon und wirken so attraktiver auf den Käufer. Es ist dadurch kein Vollschatten gegeben, sondern nur eine Filterung der starken Sonne.
Natürlich kenne ich Monchique. Das ist sogar der zugehörige "Landkreis" bzw. Concelho. Wir liegen mit unserem "terreno" mittig zwischen Monchique und Portimão etwa 8 km von der Atlantikküste entfernt.

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