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#1 Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Vitja 27.06.2017 13:22

Hallo zusammen,
Ich bin am überlegen eine von den beiden Palmen zu kaufen, evtl. selber zu züchten.

Vorab würde ich für die nächsten Jahren im Kübel halten, anschließend wenn möglich auspflanzen.
Es ist klar das Winterschutz betrieben werden muss, Heizkabel vergraben u.s.w.

Aber welche eignet sich besser für unsern feuchten Winterklima, möchte ungern den ganzen Winter beheizen müssen.

Ich wohne in der Eifel, leider konnte ich die Zonentabelle nicht finden.

Gruß
Viktor

#2 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Phoenix 27.06.2017 14:42

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Servus Viktor,

also ich habe beide Palmen als Kübelpflanzen, da ist die Butia eindeutig die attraktivere, weil sie einfach viel schneller wächst als die Jubaea. Bei der Überwinterung ist die Jubaea leicht im Vorteil, weil bei der Butia im Winterquartier bei sehr hoher Luftfeuchte eine leichte Pilzgefahr besteht. (ein paar Flecken bekommt sie jeden Winter, ist aber nicht weiter tragisch.
Wenn du aber wie du schreibst vorhast diese auszupflanzen, würde ich ganz klar die Jubaea favorisieren, da sie um einiges mehr an Frostgraden verträgt und bei feuchten Bedingungen nicht schwächelt. Bei der Butia haben viele Probleme im Schutz wegen der hohen Luftfeuchte und somit Pilzgefahr, außerdem ist meiner Meinung nach die Frosthärte (-12°C) viel zu hoch angegeben. Das verträgt sie vielleicht kurzzeitig im trockenen Winterklima, aber nicht bei unseren feuchten langen Wintern. Von den ausgepflanzten vielen Butias sind leider schon viele im Palmenhimmel.

Viele Grüße Manne

#3 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von pheno 27.06.2017 17:39

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Hey Victor,

Ich kann da Manne absolut zustimmen.
Jubea ist für Deutschland besser geeignet.
Meine ausgepflanzte Butia dümpelt nur vor sich her und hat im Winter ordentlich Pilzschäden abbekommen.
Der Nachteil einer Jubea ist leider das langsame Wachstum und der hohe Anschaffungspreis.

LG Carsten

#4 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Vitja 27.06.2017 18:31

Danke für die Ratschläge schon mal.

Wie hell sollte die Überwinterung sein? Reicht da eine Garage mit einem kleinen Fenster?

Oder sollte die lieber im Freien geschützt stehen?

#5 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Stefan86 27.06.2017 20:13

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Für mein "sehr" trockenes Winterklima dürfte die Butia wohl besser geeignet sein?
Ich finde die Butia auch von der Ästhetik her um einiges schöner als die Jubaea.

#6 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Michael (Hennef) 27.06.2017 20:35

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Hallo zusammen,

ich habe beide seit 9 Jahren ausgepflanzt. Die beiden stehen ca. 4m auseinander, haben also die gleichen Bedingungen. Bis auf einem defektem Heizkabel bei der Butia hatte ich mit beiden noch keine Probleme. Die Jubaea mag zwar 2-3°C mehr Frost vertragen, aber meist habe ich sie gleichzeitig ein und ausgepackt. Ein Nässeproblem bei der Butia hatte ich noch nicht. Ein Regenschutz hat sie nicht (Nur wenn sie bei starkem Frost eingepackt ist). Die Wedel der Butia lassen sich viel leichter zusammenbinden als die der Jubaea. Die Butia wächst nach meinen Beobachtungen schneller wenn es sehr warm ist. Die Jubaea schafft Mittlerweile aber auch 20cm zuwachs im Jahr.

Mein Tipp: Beide auspflanzen

Dokumentation Butia eriospatha
Dokumentation Jubaea chilensis




Gruß
Michael

www.palmenundexoten.de

#7 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von pheno 27.06.2017 21:19

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Das sind Brummer geworden, Michael
Respekt!

Obwohl ich die persönlich Jubea optisch bevorzuge.

#8 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Michael (Hennef) 27.06.2017 21:57

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Danke, wenn ich mich zwischen beiden entscheiden müsste würde ich wahrscheinlich auch die Jubaea nehmen, wobei mir die zurückgebogenen Wedel der Butia auch sehr gut gefallen.

Gruß
Michael
www.palmenundexoten.de

#9 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Vitja 27.06.2017 22:53

Hi Michael,
ja deine beiden habe ich ja letzten gesehen :)

Sind echt schöne Palmen. Wegen den gebogenen Fächer ist die Butia auch mein Favorit.

Wie genau hast du die geschützt?
Heizkabel nur am Stamm und mit Vlies oder auch noch zusätzlich die Wurzeln beheizt?

#10 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Stephan_M 28.06.2017 09:33

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Hi @Vitja ,

klick doch die Links von Michael mal an, alles ist ausführlich beschrieben.

Grüße

Stephan

#11 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Olli 28.06.2017 14:59

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Hi,

ja, schöne Doku von Michael. Danke dafür.
Tolle Pflanzen. Mit so einer guten Entwicklung wächst leider auch immer die Herausforderung beim Winterschutz.
Berichte mal, wie es weiter geht.

Ich habe meiner kleinen Jub ja ganz offensichtlich zuviel zugemutet und sie ist daher nach ein paar erfolgreichen Überwinterungen nun eingegangen. Sie sollte halt kein Vollschutzkandidat - zusätzlich zu den Phoenix - sein. Daher habe ich mit Situativschutzmaßnahmen experimentiert. Was dabei in diesem Jahr genau anders gelaufen ist als in den Vorjahren weiß ich leider nicht. Aber offensichtlich braucht sie doch mehr Fürsorge als ich gehofft hatte und daher plane ich aktuell keine Neupflanzung. Michael schützt ja ab -6°C. Das scheint für eine erfolgreiche Haltung sinnvoll zu sein. Somit ist sie mir aber aktuell zu empfindlich.

Grüße

Olli

#12 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Michael (Hennef) 28.06.2017 18:33

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Hallo zusammen,

Beide Palmen werden gleich geschützt. Der einzige unterschied ist das ich die Wedel der Butia zusammenbinde und bei der Jubaea bisher nicht. Ab dem nächsten Winter wird das aber wahrscheinlich auch nötig sein. Das Heizkabel verlege ich auf einer ca. 5cm dicken Schicht Rindenmulsch 2 mal um die Palme, dann ein paar mal um den "Stamm" und den Rest oberhalb. Dann Schütte ich den Rindenmulsch dick an. Bei der Jubaea habe ich Dachlatten im Boden die die Scheelast stützen. Bei der Butia ist es ein Gestell. Daran wird auch das Heizkabel befestigt. Eingepackt werde beide bei bedarf meist nur für wenige Tage. Das ist in wenigen Minuten erledigt und war bisher 1 bis 3 mal pro Winter erforderlich. Zum einpacken verwende ich einen Sack aus dicker 3-Lagiger Luftpolsterfolie (Bei der Jubaea 2 Schichten). Dort ist ein Zeltreißverschluss eingeklebt, damit der Schutz von der Seite angebracht werden kann.
Die Bilder sind aus verschiedenen Wintern zusammengesucht.

Butia 2016


Jubaea 2014


Jubaea 2016


2017 links: Trachycarpus wagnerianus, in der mitte: Butia eriospatha (dahinter Musa Basjoo), rechts: Jubaea chilensis


Gruß
Michael

www.palmenundexoten.de

#13 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Olli 28.06.2017 20:34

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Hallo Michael,

danke.
Gibt es keine Probleme dadurch, dass das Heizkabel teilweise innerhalb des Mulchs isoliert ist (Überhitzung)?

Grüße

Olli

#14 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Michael (Hennef) 28.06.2017 21:03

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Hallo Olli,

bis jetzt hatte ich noch keine Probleme damit. Ich habe aber die Temperatur im Mulch noch nie gemessen. Aber den Gedanken hatte das es zu warm sein könnte hatte ich auch schon. Daher lege ich das Heizkabel nicht nach ganz unten sondern auf eine Schicht Mulch. Ich möchte damit verhindern das der Frost zu tief in den Mulch und in den Boden eindringen kann. Vielleicht mache ich mir mal die Mühe und messe nach.

Gruß
Michael

www.palmenundexoten.de

#15 RE: Butia eriospatha oder Jubaea chilensis in unserem Klima von Olli 28.06.2017 21:41

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Hallo Michael,

bei eingeklemmten Heizkabeln kann man meistens recht schnell Spuren von Überhitzung erkennen. Sei es, dass Planzenteile an den Stellen braun werden, oder es am Material sichtbare Hitzeschäden gibt.
Wenn du noch keine Probleme feststellen konntest ist die Methode offensichtlich erstmal in Ordnung. Vermutlich ist der Mulch auch feucht?! Bei trockenem Material hätte ich Bedenken - zumal, wenn das Kabel in einem kälteren Winter längere Laufzeiten hat.

Bei mir gab es schon dort Überhitzungsspuren an der Pflanze, wo die Phoenixwedel das Heizkabel an die Styroduraußenwand gedrückt hatten. Allerdings waren es die Terrarienheizkabel mit kleinem Durchmesser. Die Heizkabel für Wasserleitungen sind breiter und dementsprechend ist die Wärme wohl großflächiger verteilt. Die Wattzahl pro Meter ist ja glaube ich die gleiche.

Grüße

Olli

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