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#31 RE: PawPaw - Indianerbanane von contendere 08.12.2017 18:52

Hey geterg,

einen sehr schönen Garten hast Du da! Kurze Frage: Was für eine Opuntie befindet sich da im Beet?

Danke Dir

#32 RE: PawPaw - Indianerbanane von Stephan_M 09.01.2018 21:25

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Guten Abend Freunde,

meine bessere Hälfte und ich haben gerade beschlossen, unseren Gemüsegarten im Frühjahr umzugestalten. Und zu verkleinern. Wir gewinnen einen vollsonnigen Standort, relativ windgeschützt. Und Platz für 2 Indianerbananen.

Nur welche Sorten sollten wir probieren? Klar ist, eine selbst bestäubende Sorte sollte dabei sein. "Prima" oder "Sunflower" sind ja die Standardsorten. Aber auch die "Sweet Virginia" soll selbst fruchtend sein.

Eine davon, oder zwei selbst bestäubende? Oder noch eine andere Sorte? Da gibt es so viele Sorten. Siehe z.B. hier:

Paw Paw

Da es hier im Sommer zwar relativ sonnig, aber nicht wirklich heiß wird, könnte auch eine oder mehrere früh reifende Sorten sinnvoll sein. Da kann ich aber gar nichts zuordnen....

Bevor ich das "verhaue", würde ich vermutlich ganz bewährt eine "Prima" und eine "Sunflower" pflanzen. Meinungen?

Viele Grüße

Stephan

#33 RE: PawPaw - Indianerbanane von Jubi 09.01.2018 21:47

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Hi @Stephan_M
Die Prima ist meiner Meinung nach eine gute Wahl. Ich selber habe auch erst vergangenen Herbst eine bestellt und eingepflanzt,
Ich habe da eingekauft.
https://pflanzenspezl.de/
Wie du schon selbst geschrieben hast, ist die Prima selbst fruchtend. Wenn du Platz hast, können es natürlich auch zwei sein.
Dadurch steigt sicherlich auch die Chance, mehr Früchte später zu erhalten. Mir persönlich gefällt neben der Frucht auch das exotische Flair, was Sie ausstrahlen. Bei Lieferung waren an meinem Baum die Blätter dran und recht groß (20-25 cm).
Gruß Jubi

#34 RE: PawPaw - Indianerbanane von Flora1957 10.01.2018 06:32

Hallo Stephan,

vollsonnige Plätze kann man nie genug haben, weshalb man m. E. zurückhaltend mit dem Verplanen dieser Plätze umgehen sollte. Ich habe zwei Indianerbananen (Sunflower und Overleese), wovon eine im HS steht und trotzdem prächtig gedeiht. Vielleicht fehlt Dir sonst später mal der Platz für die Verwirklichung eines anderen Wunsches wo Vollsonne zwingend ist.

Gruß

Lutz

#35 RE: PawPaw - Indianerbanane von Mikkel 11.01.2018 18:21

Pawpaws sind ja auch in jungen Jahren eher schattenliebend, wenn sie größer sind mögen sie auch Vollsonne. Könnt mir vorstellen das es auch schattiger geht.

#36 RE: PawPaw - Indianerbanane von Stephan_M 11.01.2018 18:41

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@Mikkel

In Frankreich kann man bei den Baumschulen solche Hinweise lesen:

"How to grow Asimina triloba prima

To be planted in the shade in the south of France or in the sun for the other regions, in a drained, fresh and rich soil."

Quelle

Ich könnte mir also vorstellen, dass im sehr gemäßigten Klima Norddeutschlands tatsächlich ein vollsonniger und geschützter Standort sinnvoll und erforderlich ist. Es wird hier ja nicht so heiß durch die Nähe zum Meer. Und die Sonne hat viel weniger Kraft, als im Süden Frankreichs. Aber ich rate hier natürlich auch ein wenig...

Grüße

Stephan

#37 RE: PawPaw - Indianerbanane von Aramis 11.01.2018 19:25

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Hey Stephan

Meine erste Pawpaw habe ich vollsonnig gepflanzt und sie ist prompt eingegangen, ok trocken wars auch und vlt hatte es auch einen anderen Grund, aber die zweite habe ich dann sehr schattig gepflanzt und die wächst jetzt echt gut... allerdings wird sie ab 1.8m in die Vollsonne wachsen, was auch gut wegen den Früchten ist...

#38 RE: PawPaw - Indianerbanane von Flora1957 11.01.2018 19:54

Hallo Stephan,

die Beschreibungen von Pflanzen und deren mutmaßlich erforderlichen Lebensbedingungen stellen für mich zumeist nur noch eine grobe Orientierung dar, aber ''durchlässig'' schreiben nahezu alle für alle Pflanzen.
Wegen des hohen Grundwasserspiegels inbesondere nach langen Regenphasen (dann manchmal schon nach 20 cm) bei zudem abgesacktem Boden um die Indianerbananen im Gefolge der Pflanzaktion bildeten sich begünstigt noch dazu durch die Durchlässigkeit des angefertigten Bodens regelrechte Wasserlöcher um meine Indianerbananen, sodaß ich, wenn es besonders schlimm war, mit einem 2-Liter-Meßbecher Wasser abgeschöpft habe. Ich hatte Sorge um die Pflanzen, aber sie haben es gut weggesteckt, geblüht und gefruchtet.Also mein Resumée: Lieber feucht als trocken.
Ich habe sie mittlerweile ausgepflanzt und hochgesetzt.

#39 RE: PawPaw - Indianerbanane von Mikkel 11.01.2018 20:35

Petterson schreibt:

vollsonnig erhöht den Ertrag
http://www.petersonpawpaws.com/CulturalAdvice.php


KYSU schreibt:
Although the pawpaw is capable of fruiting in the shade, optimum yields are obtained in open exposure, with some protection from wind (on account of the large leaves). Germinating seedlings, however, will not survive under those conditions because they are extremely sensitive to full sunlight, which can kill them.

http://www.pawpaw.kysu.edu/pawpaw/ppg.htm

wie es um junge Pfropfungen steht, schreiben sie nicht.

#40 RE: PawPaw - Indianerbanane von greenthumb 11.01.2018 21:27

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Hallo Stephan,

ich habe genauso überlegt und viel gelesen.
Es gibt da Seiten wo es um den Ertrag geht an Menge und Gewicht der Früchte.

Da schnitt overleese gut ab und dann dafür als zweite PawPaw eine selbstbefruchtende, das war eine Prima...so stehen die beidne jetzt da hinter der Jubaea und vor dem Zaun.
Also windgeschützt und die Jub nimmt etwas Sonne ab...aber hell stehen sie sicher.

Die overleese wächst viel schneller als die Prima und die Overleese hat auch dichteres Blattwerk.
Früchte kann ich bei beiden leider noch nichts sagen, aber es werden jedes Jahr mehr Blüten und sie entwickeln sich auch weiter.
Vielleicht dieses Jahr die erste Frucht...sonst nächstes Jahr...bissl Geduld braucht man am Anfang...aber dafür keinen Winterschutz!!!!!

Viele Grüße

Andreas

PS: Gab da wirklich viele gute Seiten wegen Ernte. Beim Pflanzenspezl kann man sich mal gut was zu den Sorten durchlesen.

#41 RE: PawPaw - Indianerbanane von Jubi 11.01.2018 21:34

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Als ich meine voriges Jahr einpflanzte habe ich mir vorher auch Gedanken zur Pflanzstelle gemacht. Dazu habe ich mehrere Beiträge im Internet gelesen und mich informiert. So wie ich das sehe, wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass PawPaws im jungen Alter es eher schattig mögen und erst mit Zunahme ihrer Größe, mit der Sonne besser zurecht kommen. Soll heißen, dass sie wie wahrscheinlich aus ihrer Heimat gewohnt, die ersten Jahre geschützt vor direkten Sonnenlicht im Unterholz größerer Bäume ihre Zeit verbringen.
Wenn du dir einen Platz aussuchen kannst, der Schatten bis zu einer gewissen Höhe spende, denke ich, sollte es funktionieren.
Gruß Jubi

#42 RE: PawPaw - Indianerbanane von florian 6b 12.01.2018 06:07

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Hallo Zusammen,
auch nochmal kurz zu den Standortbedingungen:
meine habe ich vor 8 Jahren gepflanzt - von Anfang an Vollsonnig (in einem neuen Garten an einem neuen Haus wächst halt noch nix, was Schatten machen könnte).
Ich hatte NIE Probleme damit. Sie ist gut gewachsen und mittlerweile 3 Meter hoch. Boden ist durchlässig, weshalb ich die ersten Jahre viel gegossen habe. Ich habe nämlich mal gelesen: wenn sie einmal zu trocken hat, stellt sie für dieses Gartenjahr ihr Wachstum ein. Ich denke, der häufigste Fehler liegt an zu wenig Wasser in Trockenzeiten.
Wenn Pawpaw´s nämlich nicht vollsonnig stehen, werden die Früchte - zumindest hier - nicht reif.
Grüße Florian

#43 RE: PawPaw - Indianerbanane von JürgenB 13.01.2018 14:40

Hallo,
meine Prima steht seit ca fünf Jahren allein im halbschattigen Garten. 2017 habe ich das erste mal Früchte geerntet. Nachdem der Baum in den vorherigen beiden Jahren die Fruchtansätze abgeworfen hatte, habe ich an warmen Tagen ausgiebig gegossen. Meine Ernte bestand aus 29 leckeren Indianerbananen

#44 RE: PawPaw - Indianerbanane von Stephan_M 30.01.2018 09:35

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Guten Morgen,

ich habe mich gestern Abend noch einmal für ein paar Stunden "eingelesen".

Ganz viele Informationen kann man in diesem Forum auf momentan 120 Seiten finden.

Nur ein paar "Erkenntnisse":

Eine künstliche Verschattung in der Anwuchszeit bis zur Etablierung kann durchaus auch in unseren Regionen sinnvoll sein. Die Paw Paw hat eine extrem ausgeprägte Pfahlwurzel, die gerade in zu kleinen Töpfen sehr schnell "kringelt". Das kann das Anwachsen enorm erschweren.

Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Indianerbanane eigentlich im Unterholz wächst. Sie ist hier bei uns in vielen Regionen wegen der fehlenden Wärmesummen aber auf einen vollsonnigen Standort angewiesen, wenn man Früchte haben möchte, die ausreifen sollen. Das heißt, Boden tiefgründig vorbereiten, immer Feucht halten, auf "Qualität" achten, bis zur Etablierung verschatten. Dann sollte es klappen...

Zur Sortenauswahl:

Es scheint ziemlich gesichert, dass Prima und Sunflower eher zu den späteren Sorten gehören, die relativ hohe Wärmesummen zum Ausreifen brauchen. Von den "Klassikern" scheinen z.B. NC-1 (Kreuzung aus Overleese und Davis), PA Golden, SAA Overleese, Tay two geeigneter zu sein. Gibt es allerdings nicht überall in Europa zu kaufen, bei Esveld und bei Lubera kann man (teilweise unter anderen Namen) und überteuert "fündig" werden.

Ganz viele interessante Informationen und Links gibt es bei der Kentucky State University

Hier zum Beispiel eine Liste der Kultivare mit vielen nützlichen Informationen zu Geschmack und Reife. Eine Sorte, die in der ersten Oktoberwoche in Michigan reift sollte es hier schon sein. Zur Bestäubung - da nicht selbstfruchtend, kann es ja ruhig ein günstiger Sämling sein.

Welche extremen Unterschiede es bei den benötigten Wärmesummen es gibt, zeigt z.B. das folgende Diagramm:



Leider sind Sorten, wie Kentucky Champion oder Summer Delight hier in Deutschland nicht zu haben.

Wer mag, kann ja mal hier schauen

Kentucky Champion wäre ja auch als Ziergehölz ziemlich attraktiv, nicht umsonst steht da wohl in den Beschreibungen: "Kentucky Champion ™ - is the "Big Daddy" of the Pawpaw Forest."

Nun ja, gute Qualitäten gibt es wohl bei Praskac, Versand nach Deutschland ist möglich.

Ich habe mich bei diesem Italiener

für eine Overleese, Mary Foos und eine Taylor entschieden. Veredelt, sollen ordentliche Qualitäten zu guten Preisen sein.

Grüße

Stephan

#45 RE: PawPaw - Indianerbanane von Stephan_M 20.02.2018 10:02

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Hallo Freunde,

ich freue mich ja so auf den Frühling. Und möchte endlich meine drei Indianerbananen (Prima, NC-1, Wabash) auspflanzen. Die ich jeweils als "mittelgroße" Exemplare erworben habe. Momentan stehen die Bäumchen noch kühl und hell in der Garage, Fotos folgen selbstredend.

Zunächst hoffe ich natürlich, dass die Anpflanzung im Frühjahr gelingen wird. Da stellen sich dann die üblichen Fragen zum Standort, zur temporären Verschattung, Mulchung als Verdunstungs- und temporären Winterschutz. Das habe ich hoffentlich inzwischen halbwegs auf dem Schirm, Hinweise der erfahrenen deutschen PawPaw-Gärtner sind natürlich mehr wert, als angelesenes "Halbwissen"...

Natürlich frage ich mich im kühlen Norden, ob hier überhaupt jemals die erforderlichen Wärmesummen zusammen kommen, um wohlschmeckende Früchte zu ernten.

Zwei Dinge stimmen mich hoffnungsvoll:

1. Die folgende Aussage:

"Pawpaw trees are generally viable wherever apple trees do well"

Quelle

Wir haben hier ein gutes "Apfelklima"!

Hierzu habe ich einige sehr interessante Aussagen gefunden:

"Veränderung der klimatischen Bedingungen für den Obstanbau

Anhand des Beginns der Apfelblüte in Mecklenburg-Vorpommern lässt sich nachweisen, dass das Klima Veränderungen hin zu einer allgemeinen Erwärmung unterworfen ist. Seit 1984 liegen jährliche Daten zum Blühbeginn der Apfelsorte 'Golden Delicious' aus dem Versuchswesen in Rostock-Biestow und Gülzow vor. Danach beginnen die Äpfel in jetziger Zeit bis zu drei Wochen zeitiger zu blühen als vor 30 Jahren, wobei sich der Trend zur raschen Verfrühung in den letzten 10 Jahren etwas abgeschwächt hat (Abb. 2).

...

Durch die frühere Apfelblüte sind in heutiger Zeit Apfelsorten in Mecklenburg-Vorpommern anbauwürdig, die eine lange Fruchtentwicklungsperiode und höhere Wärmesummen benötigen, wie z.B. 'Braeburn'. Anderseits wird die Gefahr von Ertragsausfällen durch immer wieder Ende April/Anfang Mai auftretende Spätfröste größer. Während eine noch geschlossene Apfelblüte Minustemperaturen bis –4 °C aushalten kann, sind die offene Blüte und die jungen Früchte extrem frostempfindlich.

...

Mit den Klimaveränderungen in den letzten 30 Jahren ist bisher keine Tendenz des Wegfalls oder der Minderung der Spätfröste in Mecklenburg-Vorpommern zu erkennen. Diese Aussage trifft auch für die in manchen Jahren schon Ende Oktober auftretenden ersten leichten Fröste (bis –4 °C) zu, die dann ein abruptes Ende der Apfelreife bedeuten...."

Quelle S.3 ff.

2. Ein praktisches Beispiel aus einer klimatisch vergleichbaren Region, insbesondere im Hinblick auf die Wärmesummen:

"Hans Kluijt's Pawpaw Tree Collection, Nijverdal, Overijssel (provincie) Netherland, growing zone 7, soft soil, PH 6

Hans is successfully growing pawpaw-tree-varieties without the assistance of poly-tunnel-greenhouses. The fruit also ripens without assistance. The following varieties produce ripe fruit for him in the Netherlands: Overleese, Sunflower, Prolific, Davis, Wells, and Rebecca's Gold, and his favorite variety from the collection is Overleese. He also prefers Prolific and Davis. "

Quelle

Ich habe mal die Klimadiagramme von Nijverdal und Schwerin gegenüber gestellt:



Quelle

Also:

Mal Mut machen für die nächsten Jahre!

Grüße

Stephan

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