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#1 Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Stefan86 08.02.2017 11:44

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Moin Leute,

Der Januar 2017 war kalt in Südtirol, jedoch nicht so kalt wie bei euch
Deshalb habe ich auch Trachys nicht geschützt, gleich wie jedes Jahr.
Nun hat dieser Januar meinen Palmen stark zugesetzt, dabei ist das absolute Minimum von -12,0°C gar nicht mal so schlimm. Die Messdaten die ich hier in den Beitrag bringe, sind bisschen ausserhalb von Naturns Dorf, mein Garten liegt minimal begünstigter.
Es hat von 28. November 2016 bis zum 13. Januar 2017 keinen Tropfen Niederschlag gegeben, und am 13. nur 2,2 milimeter, danach bis zum 05. Februar wieder 0.
Das wird auch der Grund sein, warum die Palmen so mitgenommen sind, aber ich wollte nicht bei Nächten von -10 Grad giessen, also habe ich erst jetzt gegossen.... hoffentlich nicht zu spät!!
Fast alle Wedel haben stark sichtbare verglasungen und sind statt grün eher matschig dunkelgrün-braun.
Komischerweise geht es den Trachys sonst in meiner Umgebung deutlich besser.
Kann ich da noch was machen, oder muss ich davon ausgehen dass ich im Mai alles Kahlköpfe im Garten habe? oder schlimmer, total vertrocknet und möglicherweise der leise Tod?

November-Januar Wetterdaten:


Harter Januar Wetterdaten:


Bilder der Trachys:

Lg bitte um informative und ehrliche Antwort|addpics|3hs-e-1338.jpg-invaddpicsinvv,3hs-f-3eeb.jpg-invaddpicsinvv,3hs-g-8dc0.jpg-invaddpicsinvv,3hs-h-206d.jpg-invaddpicsinvv,3hs-i-dcaf.jpg-invaddpicsinvv,3hs-j-5bcd.jpg-invaddpicsinvv,3hs-k-f9d2.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

#2 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Hannes 08.02.2017 12:37

Warte einfach mal ab. Ich finde, die gehen noch für knappe -13 Grad. Da sind Zellplatzer zu sehen, logisch. Aber davon sterben sie nicht gleich. Da wird sicher der eine oder andere Wedel braun werden zum Sommer hin, aber die neuen werden schnell nachwachsen. Erstmal ruhig Blut. Zum fehlenden Niederschlag - Gieß einfach mal etwas, sobald das Wetter es zulässt.

#3 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Aramis 08.02.2017 12:48

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Hey Stephan
Verschwinden die Verglasungen auch nicht nach den Plusgraden?

Da hilft sonst wohl nur abwarten...

#4 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von RePu_Wolfgangsee 08.02.2017 13:00

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Hallo Stefan,

sieht meiner Meinung nach nicht ganz so tragisch aus.
Klar sie haben Nährstoffmangel, und die Verglasung.
Ihr hattet ja nur einen Eistag und die -12 nur sehr kurz, das dürfte für eine etablierte Trachy kein Problem sein.

1. Geht die Verglasung unter Tags weg? Wenn du eine verglaste Stelle mit zwei Fingern eine Weile zusammendrückst, verschwindet dann die Verglasung?
Sollte die Verglasung verschwinden und nicht durchgehend auftreten gibt es keine Frostschäden am Blatt, es sind meiner Meinung nach auch keine Frostrisse zu sehen.

2. Dein Boden scheint recht Nährstoffarm zu sein. Hast du vielleicht ziemlich steinigen sandigen Boden? Hast du Hornspäne beim Pflanzen verwendet oder düngst du irgendwie?
Solltest bei zukünftigen Trachypflanzungen den Boden aufbereiten!

3. Die Trachys wurden schon relativ groß gepflanzt, brauchen also viel länger für die Etablierung als wenn man mit 30-40 cm Stamm pflanzt. Wenn du noch einen freien Platz hast probier es mal mit so einer Kleineren, wirst sehen die überholt die großen mit der Zeit.

Wie die anderen sagten solltest du Gießen wenn es solange nicht regnet. Deine Olive wird der wenige Niederschlag gut tun, der Trachy aber nicht.

Ich denke das wird sich bei steigender Bodentemperatur und zukünftiger ausgiebiger Wassergaben schon wieder geben!

#5 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Jörg K 08.02.2017 13:17

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Hallo Stefan,

fast zwei Wochen am Stück T-min um -10°C. Da kriecht der Frost unweigerlich in den Wurzelbereich und führt zumindest zum Versorgungsmangel, wenn nicht sogar die Wurzeln geschädigt wurden. Dann wird es dauern, bis sie sich wieder erholen.

Solche Schäden lassen sich durch eine entsprechende Mulchschicht vermeiden.

Gruß

#6 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Stefan86 08.02.2017 13:23

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Hallo

Vielleicht habe ich dieses Jahr zu wenig Mulch daran gebracht.
Die Verglasung geht untertags nicht weg, aber hat mich schon mal beruhigt und ich warte einfach ab.
Ich dünge nie und der Boden ist auch nicht sonderlich sandig, eher normaler Lehmiger Boden.
Nährstoffmangel ist sehr realistisch, doch da muss ich einfach warten und in frühjahr etwas düngen.

#7 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Stephan_M 08.02.2017 13:50

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Hallo @Jörg K ,

wo hier gerade beim Mulchen sind:

Mulch soll dem Boden ja Stickstoff entziehen. Ist das bei Palmen ein gravierendes Problem? Folgst Du den gelegentlich zu lesenden Tipps, vor bzw. auch nach der Mulchung Hornspäne zum Ausgleich des Stickstoffdefizits einzuarbeiten? Oder sollte man beim Düngen von im Winter gemulchten Palmen auf ein wenig mehr Stickstoffanteile im Dünger achten?

Grüße

Stephan

#8 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Aramis 08.02.2017 14:01

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Hey Stephan

Also meiner Meinung nach ist die Sorge übertrieben, immerhin sitzt die Mulchschicht zuoberst, wo die Mikroorganismen im Winter kaum aktiv sind... Ich stelle zumindest keine Zersetzungsvorgänge fest, wenn ich Ende Winter den Mulch abräume

LG Aramis

#9 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Phoenix 08.02.2017 14:22

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Hallo Stefan,

was mich mal interessieren würde: Wie wird es denn bei dir in der Nachbarschaft gehandhabt? Frag doch mal nach. Gießen die im Winter regelmäßig, mulchen die und mit was. Wäre für uns interessant und du bist auch gleich noch schlauer.

Viele Grüße Manne

#10 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Aramis 08.02.2017 14:43

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Jetzt wo du es ansprichst,
bei den grossen Trachys die ich fotographiert habe, war keine einzige gemulcht und bei mir wird es schon kälter als im Südtirol, vielleicht überschätzen wir den Effekt von Mulch ja

#11 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von RePu_Wolfgangsee 08.02.2017 14:53

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In Südtirol mulcht so gut wie keiner.
Ich sage die Palmen sind noch nicht voll etabliert. Größer gepflanzte Exemplare mit mehr als 80cm Stamm brauchen oft sehr lange. Meine mit 30cm gepflanzte überholt auch bald die groß gepflanzte, entwickelt sich außerdem bei gleichen Bedingungen viel besser.
Wenn der Boden lehmig bzw. verdichtet ist, dauert es auch lange bis sich ein großes Wurzelwerk bilden kann.

Wieviel gießt du im Sommer?
Wieviele Wedel schieben die Trachys?

#12 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Stefan86 08.02.2017 15:14

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Naja die in der Nachbarschaft schützen auch nicht und die mulchen noch nicht einmal!
Ich glaube auch kaum, dass die bewässern, gut das könnte ich nachfragen.
Meine Palmen stehen halt mitten im Garten, während andere vielleicht etwas näher an der Hauswand sind, aber nicht ganz nahe, ich verstehe selbst, dass da das Mikroklima anderst wäre.

Im Sommer gieße ich eigentlich regelmäßig, Wedel schieben die nicht so viele, um die 12-13 und Stamm machen die um die 15cm im Jahr.

#13 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Jörg K 08.02.2017 16:13

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Hallo Stephan_M,

ich mulche vorwiegend mit Herbstlaub. Da gibt es eine ausgeglichene Bilanz bei den Grundnährstoffen und somit auch keinen Stickstoffmangel.
Meine Palmen dünge ich im Frühsommer nur gelegentlich einmal mit einem Volldünger, wenn ich mir einbilde die Farbe könnte etwas kräftiger sein.

Hallo Stefan86,

auch wenn bei euch mulchen unüblich oder meist auch vermeintlich unnötig ist, so hilft es doch gegen solche Mangelerscheinungen.
Bei solchen Temperaturen wie sie bei dir diesen Winter waren, sind vor allem stammäußere Adventivwurzeln gefährdet, die dann absterben und für die Versorgung der Palme nicht mehr zur Verfügung stehen.

Grüße

#14 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Olli 08.02.2017 16:20

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Moin,

also ich habe in den letzten vier Jahren nicht gemulcht. In diesem Winter hatten wir bislang bis -9°C und vielleicht mal eine Woche Dauerfrost. Bis im Boden die wurzelschädlichen Temperaturen erreicht werden (es wird von -6°C gesprochen), muss die Luft schon längere Zeit deutlich kälter sein. Frosttrocknis war hier bislang auch kein Problem. Allerdings ist der Boden im Winter eigentlich immer feucht und wir haben deutlich weniger Sonnenstunden als Stefan86.
In den vorangegangenen, kälteren Wintern (2008-2012) habe ich auch gemulcht.

Was die Eingewöhnung größerer Exemplare betrifft kann ich Renés Aussagen bestätigen. Ich habe mal ein paar Trachys mit 1m Stamm im Abverkauf günstig erstanden. Die kamen in den ersten Jahren recht langsam voran und werden inzwischen von deutlich kleiner gepflanzten Exemplaren eingeholt.

Gelbstichigkeit kann ich bislang nur an einer sehr kleinen, im letzten Jahr gepflanzten Hystrix feststellen.

Nachtrag: Die Idee von Jörg mit dem Laub halte ich auch für eine gute Lösung, aber wenn ich hier alle Basjoos und meine "Laubschutzphoenix" versorgt habe, ist kein Laub mehr übrig ;-)

Grüße

Olli

#15 RE: Januar 2017 und seine Schäden an den Trachys von Kai-Uwe 08.02.2017 20:22

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Guten Abend miteinander,

als Biologe kann ich die Aussage Aramis nur unterstreichen: So lange Rindenmulch nicht untergearbeitet wird - wohlgemerkt bei höheren Temperaturen - tut sich so gut wie nichts. Alle chemischen Prozesse - auch die von Mikroorganismen - verlangsamen sich (sehr) bei niedrigen Temperaturen. Warum gibt es wohl Kühl- und Gefrierschränke ?

Liebe Grüße
Kai-Uwe

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